Bild-Quelle: Yangwang
Altior: Name, Teaser und Premiere
Den Namen gab Hu Xiaoqing bekannt, Vertriebschef von Yangwang. Der chinesische Name Dingyao steht laut Yangwang für Beständigkeit und Glanz, Altior ist lateinisch und bedeutet „höher“. Intern lief das Projekt bislang unter dem Kürzel HU. Bekannt ist bisher nur ein Teaserbild mit einer teilweise verhüllten Seitenansicht und ein kurzes Video.
Darauf zu sehen sind eine lange Motorhaube, große verchromte Felgen, ein Lidar-Sensor auf dem Dach und hinten angeschlagene Fondtüren, wie sie Rolls-Royce verwendet. Für BYD wäre das eine Premiere. Die Front soll sich an das Luxus-SUV Yangwang U8 anlehnen. Yangwang-Manager Zheng Yu kündigte „beispiellose disruptive Technologie“ an, ohne Details zu nennen.
Ungewöhnlich ist der Ort der Premiere. Hu Xiaoqing bestätigte schon am 21. Oktober, dass die Weltpremiere in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfindet und nicht in China. Laut Berichten ist Dubai um den 5. November vorgesehen. Die Golfstaaten sind einer der größten Märkte für Luxuslimousinen, dort kämpft der Altior direkt gegen Rolls-Royce, Bentley und Maybach.
Was über die Technik bekannt ist
Offizielle Daten gibt es noch nicht. Berichte aus China nennen eine Länge von etwa 5,50 Metern und einen Radstand von rund 3,35 Metern. Damit wäre der Altior das größte Auto von Yangwang und deutlich länger als die bisherige Limousine Yangwang U7 mit 5,27 Metern.
Erwartet wird, dass der Altior die Technik der anderen Yangwang-Modelle nutzt: vier Elektromotoren, eine aktive Federung und BYDs Fahrassistenz God's Eye. Im U7 leisten vier Motoren zusammen 960 kW (1.306 PS). In einem Video stand ein getarnter Prototyp an einer Flash-Charging-Station von BYD, was auf Megawatt-Laden schließen lässt. Bestätigt ist auch das nicht.
Immer wieder ist von einem Festkörperakku die Rede. BYD hat das für den Altior nicht bestätigt. Bekannt ist nur, dass BYD 2027 ein erstes Auto mit Festkörperbatterie vorstellen will und die Batterietochter FinDreams ab 2027 erste Zellen in kleinen Stückzahlen fertigen soll.
| Name international / China | Altior / Dingyao (Codename HU) |
| Marke | Yangwang (Luxusmarke von BYD) |
| Karosserie | Luxus-Limousine, hinten angeschlagene Fondtüren |
| Antrieb | rein elektrisch, Details offen |
| Länge / Radstand | ca. 5.500 / 3.350 mm (Berichte) |
| Akku | offen, Festkörperakku nicht bestätigt |
| Laden | offen, gezeigt an Flash-Charging-Station |
| Preis China | rund 2 Mio. Yuan (Berichte), ca. 240.000 € |
| Weltpremiere | Vereinigte Arabische Emirate, laut Berichten Dubai um den 5.11.2026 |
| Europa / Deutschland | nicht angekündigt |
Stand 28. Oktober 2026. Offiziell sind nur Name, Teaserbild und Premiere-Land. Die Euro-Angabe ist eine reine Umrechnung.
Bild-Quelle: Yangwang
Yangwang: vom Hypercar zur Chauffeur-Limousine
Yangwang ist die teuerste Marke im BYD-Konzern. Bisher gibt es das Geländewagen-SUV U8 und die verlängerte Version U8L, die Limousine U7 und den Supersportwagen U9. Der U7 startet in China bei 658.000 Yuan, der U8L als bisher teuerstes Serienmodell bei 1,45 Millionen Yuan. Mit dem U9 Xtreme stellte Yangwang 2026 mit 496,22 km/h einen Rekord für Elektroautos auf.
Der Altior zielt in ein anderes Segment: die Chauffeur-Limousine, in der der Besitzer hinten sitzt. In China tritt er damit gegen den Maextro S800 von Huawei und JAC an, der seit 2025 Mercedes-Maybach und Rolls-Royce Konkurrenz macht. Weltweit sind die Gegner Rolls-Royce Ghost, Bentley Flying Spur und Mercedes-Maybach S-Klasse.
Kommt der Altior nach Europa?
Ein Europa-Start ist nicht angekündigt. Laut Berichten hat BYD das Teaserbild zwar auch über seine europäischen Kanäle geteilt, Termine, Länder oder Preise gibt es aber nicht. Laut Berichten hat Yangwang 2026 den U7 und den U9 Xtreme beim Goodwood Festival of Speed in England gezeigt, verkauft werden die Modelle in Deutschland bisher nicht.
Für einen Import in die EU kämen auf ein in China gebautes Elektroauto von BYD 10 Prozent Zoll und 17 Prozent Ausgleichszoll hinzu. Bei einem Fahrzeug für rund 240.000 Euro wäre das eine erhebliche Summe, im Luxussegment entscheidet aber eher das Markenimage als der Preis.
Mit dem Altior wagt sich BYD in ein Segment, in dem chinesische Marken bisher kaum eine Rolle spielen. Dass die Premiere in Dubai stattfindet, zeigt: Yangwang will nicht nur in China verkaufen, sondern dort, wo das Geld für Luxusautos sitzt. Ob das gelingt, hängt weniger an der Technik als an Verarbeitung, Service und Prestige. Genau dort haben Rolls-Royce und Bentley Jahrzehnte Vorsprung.

