Bild-Quelle: Omoda
Weltpremiere in Wuhu, deutsche Pressemitteilung folgt
Gezeigt wurde der Omoda X am 20. Oktober 2026 auf dem Chery International User Summit in Wuhu, dem Stammsitz des Konzerns. Ende Oktober hat Omoda & Jaecoo die Neuheit auch dem deutschen Publikum vorgestellt. Omoda selbst nennt das Modell ein „Cross Off-Road Vehicle“, also einen Crossover mit Gelände-Anspruch. Es ergänzt die Crossover-Reihe aus Omoda 5, Omoda 7 und Omoda 4, die der Hersteller unter dem Begriff „Crossvolution“ zusammenfasst.
Optisch übernimmt der Omoda X die Formensprache „Super Mecha“, die Omoda mit dem Kompakt-SUV Omoda 4 eingeführt hat: geometrische Linien, breite Schultern, eine kantige Karosserie und Heckleuchten in Blitzform. Den Innenraum beschreibt der Hersteller als „Wild Mecha“.
Drei Antriebe, Allrad nur für Plug-in und Elektro
Omoda plant drei Antriebsarten. Der klassische Hybrid kommt nur mit Frontantrieb. Plug-in-Hybrid und Elektroauto soll es sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb geben. Technische Daten zu den Antrieben hat Omoda noch nicht veröffentlicht: Systemleistung, Akkugröße, elektrische Reichweite und Ladeleistung sind offen. Auch zur Plattform macht der Hersteller keine Angaben.
Mit 4.954 mm Länge ist der Omoda X das bislang längste Modell der Crossover-Reihe, zu der auch das Plug-in-SUV Omoda 7 gehört. Der Radstand von 2.700 mm ist für diese Länge eher kurz, was zum Gelände-Anspruch mit kurzen Überhängen passen würde.
| Modell | Omoda X (Chery-Konzern) |
| Weltpremiere | 20.10.2026, Wuhu (China) |
| Antriebe | Hybrid (FWD), Plug-in-Hybrid und Elektro (FWD oder AWD) |
| Länge / Breite / Höhe | 4.954 / 1.920 / 1.702 mm |
| Radstand | 2.700 mm |
| Bodenfreiheit | 200 mm |
| Wattiefe | über 700 mm (konstruktiv) |
| Anhängelast / Dachlast | bis 1.800 kg / 75 kg |
| Displays | 10,25 Zoll (Instrumente), 13,2 Zoll (Mitte) |
| Leistung, Akku, Reichweite | nicht bekannt |
| Preis / Deutschland-Start | nicht bekannt |
Stand 29.10.2026. Herstellerangaben zum gezeigten Fahrzeug; Werte einer möglichen Europa-Version können abweichen.
Wärmebildkamera, 39 Ablagen und echte Tasten
Für den Gelände-Einsatz nennt Omoda 200 mm Bodenfreiheit, eine konstruktive Wattiefe von über 700 mm, bis zu 1.800 kg Anhängelast und 75 kg Dachlast. Eine Wärmebildkamera soll Hindernisse laut Hersteller auf bis zu 90 Meter erkennen. Dazu kommt ein konfigurierbarer „X-Mode“.
Im Cockpit sitzen ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument und ein 13,2-Zoll-Zentralbildschirm. Für Klima und Fahrmodi bleiben physische Tasten. Omoda verspricht außerdem einen KI-Sprachassistenten, ein Mikrofonsystem mit Karaoke-Funktion und insgesamt 39 Ablagen.
Kommt der Omoda X nach Deutschland?
Einen Termin gibt es nicht. Omoda & Jaecoo will zu Marktstart, Verfügbarkeit und Preisen in Europa „zu einem späteren Zeitpunkt“ informieren. Dass der Importeur die Weltpremiere gezielt in Deutschland kommuniziert, deutet aber auf Pläne für den hiesigen Markt hin. Die Marke Omoda ist in Deutschland bereits mit dem Omoda 5, dem Omoda 7 und dem Omoda 9 vertreten.
Für die Elektroversion wäre bei einem Import aus China der EU-Zusatzzoll fällig, der für den Chery-Konzern gilt. Hybrid und Plug-in-Hybrid fallen nicht darunter, für sie gilt nur der Basiszoll von 10 Prozent.
Der Omoda X zielt mit fast fünf Metern Länge und Gelände-Anspruch auf Käufer, die ein großes, robust wirkendes SUV mit wählbarem Antrieb suchen. Spannend für Deutschland ist vor allem die Elektroversion mit Allrad. Solange Omoda keine Leistung, keinen Akku und keine Reichweite nennt, bleibt der Omoda X aber ein Ausblick, keine Kaufoption.

