Bild-Quelle: Wey
Luxus-Ableger des Haval H10 im Kasten-Design
Der neue Lanshan hatte am 27. Oktober 2026 seine Weltpremiere. Er teilt sich die Plattform mit dem Haval H10, den GWM seit August 2026 in China verkauft, ist aber stärker motorisiert und besser ausgestattet. Gegenüber der ersten Generation hat sich das Design grundlegend geändert: Der neue Lanshan trägt eine kantige Kastenform mit hoher Motorhaube, flachem Dach, Chromgrill, 21-Zoll-Rädern und einer seitlich öffnenden Heckklappe mit außen montiertem Reserverad. Kameras sitzen in den vorderen Kotflügeln, der LiDAR-Sensor auf dem Dach.
Es gibt einen Fünf- und einen Sechssitzer. Der Fünfsitzer misst 5.140 × 2.050 × 1.960 mm, der Sechssitzer ist 5.300 mm lang. Der Radstand beträgt bei beiden 3.010 mm.
| Modell | Wey Lanshan, 2. Generation (GWM) |
| Weltpremiere | 27.10.2026 |
| Antrieb | Plug-in-Hybrid Hi4, Allrad, zwei E-Motoren |
| Verbrenner | 2,0 Liter Turbo, 182 kW |
| E-Motoren vorn / hinten | 110 kW / 220 kW |
| Systemleistung | laut Berichten 512 kW (696 PS) |
| Akku | 53,6 kWh oder größerer Akku (Kapazität uneinheitlich angegeben) |
| Elektrische Reichweite | 220 km oder 270 km (WLTC) |
| Bordnetz / Laden | 800 Volt, 6C-Schnellladen |
| Länge (5-/6-Sitzer) | 5.140 / 5.300 mm |
| Radstand | 3.010 mm |
| Preis | nicht bekannt |
| Europa-Start | nicht angekündigt |
Stand 29.10.2026. Angaben zur Kapazität des größeren Akkus weichen in chinesischen Berichten voneinander ab (64,7 bzw. 66,6 kWh).
Hi4-Plug-in mit drei Antriebsquellen und 800 Volt
Angetrieben wird der Lanshan vom Plug-in-Hybridsystem Hi4 von GWM: Ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit 182 kW arbeitet mit einem 110-kW-Motor vorn und einem 220-kW-Motor hinten zusammen, dazu kommt ein Hybridgetriebe (DHT). Die Systemleistung soll laut Berichten 512 kW betragen. Der kleinere Akku mit 53,6 kWh reicht für 220 km elektrisch, der größere für 270 km, jeweils nach dem WLTC-Zyklus. Dieser Zyklus ist dem europäischen WLTP-Verfahren ähnlich und deutlich realistischer als der chinesische CLTC. Das 800-Volt-System soll Schnellladen mit 6C ermöglichen.
Beim Fahrwerk setzt GWM auf eine geschlossene Doppelkammer-Luftfederung, eine Hinterachslenkung mit bis zu 20 Grad, eine Differenzialsperre hinten und sieben Fahrmodi. Im Cockpit rechnet ein Qualcomm Snapdragon 8797, für die Fahrassistenz ein Nvidia-Thor-U-Chip mit 28 Sensoren.
Was der Lanshan für Europa bedeutet
Einen Europa-Start des neuen Lanshan hat GWM nicht angekündigt. Die erste Generation wird in einigen Auslandsmärkten als Wey 07 verkauft. In Europa setzt GWM derzeit auf andere Modelle: Den Geländewagen GWM H7 und den Ora 5 mit Elektro-, Hybrid- und Benzinantrieb. Als Plug-in-Hybrid würde der Lanshan in der EU nicht unter die Zusatzzölle für Elektroautos fallen, nur unter den Basiszoll von 10 Prozent. Wer sich für große E-SUV aus China interessiert, findet dort bereits mehrere Alternativen.
Der Lanshan bringt alles mit, was in China im Luxus-SUV-Segment gerade zählt: Kastenform, Allrad-Plug-in mit großer E-Reichweite, 800 Volt und LiDAR. Für Deutschland bleibt er vorerst ein Blick auf GWMs Technik. Entscheidend wird der China-Preis, denn der technisch verwandte Haval H10 startet bei 201.800 Yuan.

