Bild-Quelle: Xpeng
Unfallhergang: Bordstein, Baum, Strommast, Überschlag
Der Unfall ereignete sich am 15. Oktober 2026 in China. Der Fahrer des siebensitzigen Elektro-Vans streifte zunächst einen Bordstein, verlor die Kontrolle, prallte gegen einen Straßenbaum und einen Strommast und überschlug sich. Die Front des Fahrzeugs wurde stark deformiert, die Airbags blieben inaktiv.
Verletzt wurde niemand. Die Versicherung stufte den X9 als nicht mehr reparabel ein und empfahl die Verschrottung. Bekannt wurde der Fall am 26. Oktober.
Xpeng: Auslöseschwelle der Airbags nicht erreicht
Auf Anfrage erklärte Xpeng, die Backend-Daten und Fahrvideos zeigten, dass der Wagen manuell gefahren wurde – ein Assistenzsystem war also nicht aktiv. Der Fahrer habe vor dem Aufprall weiter beschleunigt und stark eingelenkt. Die gemessenen Belastungen hätten die Auslöseschwelle der Airbag-Sensoren nicht erreicht.
Der Halter verlangt ein Gutachten eines unabhängigen Dritten. Xpeng erklärte, dies zu respektieren und bei den weiteren Schritten zu kooperieren. Ergebnisse liegen noch nicht vor. Erst die Auswertung der Sensordaten und der Abfolge der Einschläge kann klären, ob das Rückhaltesystem korrekt reagiert hat oder ein technischer Fehler vorlag.
Was der Fall für X9-Fahrer in Deutschland bedeutet
Der Xpeng X9 wird auch in Deutschland verkauft. Einen Rückruf oder eine Serviceaktion in Europa wegen dieses Unfalls gibt es nicht, Xpeng hat sich zu Europa nicht geäußert. Dass Airbags bei einem Überschlag nicht auslösen, ist nicht automatisch ein Defekt: Front- und Seitenairbags reagieren auf bestimmte Verzögerungswerte und Aufprallrichtungen, die je nach Unfallablauf nicht erreicht werden.
In China ist der X9 eines der bekanntesten Modelle der Marke: Von Januar bis September 2026 wurden dort laut Marktdaten 15.805 Exemplare verkauft. Für Xpeng, das sein Händlernetz in Deutschland ausbaut, ist ein transparenter Umgang mit dem Fall auch für das Vertrauen europäischer Käufer wichtig. Weitere große Modelle dieser Klasse zeigt unsere Übersicht der Elektro-Vans aus China.
| Fahrzeug | Xpeng X9 (Siebensitzer, Elektro-Van) |
| Unfalldatum | 15.10.2026, China |
| Hergang | Bordstein, Baum, Strommast, Überschlag |
| Airbags | nicht ausgelöst |
| Verletzte | keine |
| Fahrzeugzustand | wirtschaftlicher Totalschaden |
| Fahrmodus laut Xpeng | manuell |
| Erklärung Xpeng | Auslöseschwelle nicht erreicht |
| Unabhängiges Gutachten | Ergebnis steht aus |
| Rückruf in Europa | nein |
| X9-Verkäufe China Jan.–Sep. 2026 | 15.805 |
Stand 27.10.2026.
Bild-Quelle: Xpeng
Ein Einzelfall ohne Verletzte, aber mit Signalwirkung: Ob die Airbags richtig reagierten, kann erst das unabhängige Gutachten zeigen. Bis dahin gibt es keinen Hinweis auf einen Serienfehler und keinen Anlass für Maßnahmen in Europa. Spannend wird, ob Xpeng das Ergebnis offenlegt.

