Bild-Quelle: Volkswagen
Was über den VW-Plan mit der Xpeng-Architektur bekannt ist
Am 26. Oktober 2026 berichtete das Manager Magazin unter Berufung auf informierte Kreise, dass Volkswagen die „China Electronic Architecture“ (CEA) für Volumenmodelle in Europa prüft. Die Elektrik-/Elektronik-Architektur hat VW gemeinsam mit Xpeng entwickelt, bislang läuft sie nur in Fahrzeugen für den chinesischen Markt.
Laut Bericht würde der Vorschlag rund 75 Prozent der nächsten Modellgeneration der Marken VW, Skoda und Cupra abdecken. Als mögliche Kandidaten gelten der künftige ID. Golf, der ID. Passat und der Skoda Enyaq. Das Team von VW-Markenchef Thomas Schäfer beziffert das Sparpotenzial für zentrale Fahrzeugsegmente auf 4 bis 5 Milliarden Euro.
Schäfer sollte den Vorschlag am 27. Oktober dem Konzernmanagement vorlegen. Eine Entscheidung ist nicht bekannt, Volkswagen hat den Bericht nicht kommentiert.
Rivian-Partnerschaft unter Druck
Bisher trennt VW seine Software-Welten: Für China nutzt der Konzern die Architektur mit Xpeng, für die westlichen Märkte entwickelt er eine eigene Technologie gemeinsam mit dem US-Hersteller Rivian. Diese Partnerschaft umfasst Investitionen von 5,8 Milliarden US-Dollar und gilt als Kern der Softwarestrategie von Konzernchef Oliver Blume.
Kommt die CEA in Europa, könnte Rivians Rolle deutlich kleiner werden. Laut Bericht fürchten Befürworter der Rivian-Lösung, dass eine geringere Nutzung bei der Marke VW die Kostenteilung im Gemeinschaftsunternehmen belastet. Die Rivian-Aktie gab nach dem Bericht nach.
Intern gibt es laut Bericht auch Zweifel: Ob sich die China-Architektur so einfach und günstig an europäische Vorschriften anpassen lässt, wie ihre Befürworter sagen, sei offen. Zudem berge die Weiterentwicklung Risiken.
Von der Beteiligung zur gemeinsamen Plattform
VW stieg im Juli 2023 mit 700 Millionen US-Dollar bei Xpeng ein und vereinbarte zunächst zwei gemeinsame Elektromodelle für China. Im August 2025 wurde die Zusammenarbeit in China auf Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Plattformen ausgeweitet. Inzwischen verkauft Xpeng seine Technik auch an weitere Hersteller, wie wir bereits zum Thema Xpeng als Technologielieferant berichtet haben.
Der Absatz der ersten Kooperationsmodelle in China ist durchwachsen: Das SUV ID. UNYX 08 blieb laut internen Dokumenten weit hinter dem Plan, die Limousine ID. UNYX 09 ist seit dem 24. Oktober auf dem Markt. Parallel prüft VW auch, ganze China-Modelle nach Europa zu holen.
| Thema | VW-Xpeng-Architektur CEA für Europa |
| Status | Bericht (Manager Magazin, 26.10.2026), VW kommentiert nicht |
| Betroffene Marken | VW, Skoda, Cupra |
| Anteil der nächsten Modellgeneration | rund 75 Prozent |
| Genannte Modelle | ID. Golf, ID. Passat, Skoda Enyaq |
| Einsparpotenzial laut Bericht | 4 bis 5 Mrd. Euro |
| Vorlage im Konzernmanagement | 27.10.2026 (Thomas Schäfer) |
| Rivian-Partnerschaft | 5,8 Mrd. US-Dollar |
| VW-Beteiligung an Xpeng | 700 Mio. US-Dollar (Juli 2023) |
| Entscheidung | nicht bekannt |
Stand 27.10.2026, 07:00 Uhr. Alle Angaben zum Plan beruhen auf einem Medienbericht.
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Setzt sich Schäfer durch, stünde chinesische Elektronik-Technik im Kern der wichtigsten deutschen Volumenmodelle. Für Xpeng hieße das: Mitentwickelte Technik käme in Volumenmodellen eines europäischen Herstellers für Europa zum Einsatz. Offen bleiben die Anpassung an EU-Regeln, etwa zu Cybersicherheit und Datenschutz, sowie die Folgen für Rivian. Bis VW entscheidet, ist der Plan nicht mehr als ein Bericht.

