Der Xpeng P7+ ist eine über fünf Meter lange Elektro-Limousine mit 800-Volt-Technik, die Xpeng für Europa bei Magna Steyr in Graz bauen lässt. In Deutschland kostet er ab 46.600 Euro, schafft bis zu 530 km nach WLTP und lädt mit bis zu 446 kW. Hier stehen alle Preise, Versionen, Reichweiten, Ladewerte, Maße und Ausstattungsdetails, Stand Oktober 2026.

Xpeng P7+ Elektro-Limousine Modelljahr 2026 in der Frontansicht
Der Xpeng P7+ im Modelljahr 2026: 5,07 Meter lang, Luftwiderstandsbeiwert 0,211, für Europa in Graz gebaut.
Bild-Quelle: Xpeng

Xpeng P7+ auf einen Blick

Der P7+ ist die geräumige Familienlimousine von Xpeng. Er misst 5,07 Meter, hat drei Meter Radstand und einen großen Kofferraum mit Heckklappe. Technisch setzt er auf eine 800-Volt-Plattform mit Siliziumkarbid-Halbleitern und LFP-Batterien mit 61,7 oder 74,9 kWh. Seine Europapremiere hatte er am 9. Januar 2026 in Brüssel, seit April 2026 liefert Xpeng ihn in Deutschland aus.

Der wichtigste Unterschied zu vielen anderen China-Elektroautos: Für Europa wird der P7+ bei Magna Steyr in Graz gebaut. Er ist dort nach G6 und G9 das dritte Modell der Marke. Damit fällt für ihn nicht der EU-Zusatzzoll auf fertig aus China importierte Elektroautos an. Alle weiteren Modelle der Marke zeigt unsere Übersicht der Xpeng-Modelle.

Fahrzeugklasse Elektro-Limousine der oberen Mittelklasse, Heckklappe
Preis Deutschland ab 46.600 Euro
Batterie 61,7 oder 74,9 kWh (LFP)
Reichweite WLTP 455 bis 530 km
Leistung 180 bis 370 kW (245 bis 503 PS)
Laden DC bis 446 kW, 800 Volt
Laden AC 11 kW
Länge / Breite / Höhe 5.071 / 1.937 / 1.512 mm
Radstand 3.000 mm
Kofferraum 573 bis 1.931 Liter (Herstellerangabe)
Anhängelast 1.500 kg gebremst
Produktion Europa Magna Steyr, Graz (Österreich)
Garantie 7 Jahre / 160.000 km, Batterie 8 Jahre / 160.000 km

Herstellerangaben für Deutschland, Stand 9. Oktober 2026.

Preise und Versionen in Deutschland

Xpeng bietet den P7+ in drei Versionen an. Der Einstieg ist die Standard Range mit Heckantrieb und 61,7 kWh. Die Long Range hat die größere Batterie und mehr Leistung, die AWD Performance zusätzlich einen zweiten Motor an der Vorderachse. Die Ausstattung ist bereits in der Basis umfangreich, aufpreispflichtig sind im Wesentlichen Metalliclack (800 Euro) und die elektrische Anhängerkupplung (1.190 Euro).

Zusätzlich gewährt Xpeng eine sogenannte Tech-Prämie von 2.500 Euro auf den P7+, die laut Hersteller bis 31. Dezember 2026 läuft. Die genauen Bedingungen ändern sich von Aktion zu Aktion, aktuelle Angebote fassen wir bei der Xpeng Tech-Prämie zusammen. Für Privatkäufer kann außerdem die staatliche Förderung hinzukommen.

RWD Standard Range 46.600 Euro · 61,7 kWh · 180 kW (245 PS) · 455 km WLTP
RWD Long Range 49.600 Euro · 74,9 kWh · 230 kW (313 PS) · 530 km WLTP
AWD Performance 53.600 Euro · 74,9 kWh · 370 kW (503 PS) · 500 km WLTP

Unverbindliche Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer, ohne Überführung. Stand 9. Oktober 2026.

Reichweite und Verbrauch im Alltag

Nach WLTP kommt der P7+ auf 455 km mit der kleinen und 530 km mit der großen Batterie. Der Allradler schafft 500 km. Der Normverbrauch liegt zwischen 15,2 und 17,4 kWh pro 100 Kilometer, für eine Limousine dieser Größe ein guter Wert. Möglich macht das vor allem die Aerodynamik mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,211.

In unabhängigen Tests lag der Verbrauch der Long Range bei rund 18 kWh pro 100 Kilometer inklusive Ladeverlusten, was etwa 465 km Reichweite entspricht. Bei konstant 120 km/h auf der Autobahn sind eher 380 bis 400 km realistisch. Für eine 74,9-kWh-Batterie ist das ordentlich, an die Reichweiten von Limousinen mit 90 kWh und mehr kommt der P7+ aber nicht heran.

Laden mit 800 Volt: Herstellerwert und Praxis

Beim Laden spielt der P7+ seine 800-Volt-Technik aus. Die Standard Range lädt mit bis zu 350 kW, Long Range und Performance mit bis zu 446 kW. Xpeng nennt für den Hub von 10 auf 80 Prozent rund zehn Minuten. In Messungen dauerte es mit der Long Range 13 Minuten, die Spitzenleistung lag dabei bei knapp 300 kW. Das ist weniger als versprochen, aber immer noch einer der schnellsten Ladevorgänge in dieser Preisklasse.

An der Wallbox lädt der P7+ mit 11 kW dreiphasig, eine volle Ladung dauert damit siebeneinhalb bis achteinhalb Stunden. Über einen Adapter kann er außerdem Geräte mit bis zu 3,3 kW versorgen (Vehicle-to-Load).

Xpeng P7+ Seitenansicht der Fließheck-Limousine
Mit 5,07 Metern Länge und drei Metern Radstand ist der P7+ länger als ein VW ID.7.
Bild-Quelle: Xpeng

Gebaut in Graz: Zoll, Herkunft und Marktstart

Magna Steyr hat die Testproduktion des P7+ in Graz Anfang Januar 2026 abgeschlossen, über den Serienstart in Graz haben wir berichtet. Auch die Testwagen für die deutsche Presse stammten aus dem österreichischen Werk. Entwickelt wird der P7+ weiterhin in China, Magna übernimmt wie bei G6 und G9 die Montage für Europa.

Für Käufer hat das einen handfesten Vorteil: Elektroautos von Xpeng, die fertig aus China importiert werden, tragen neben dem regulären Einfuhrzoll von 10 Prozent einen Ausgleichszoll von 20,7 Prozent. Beim P7+ aus Graz entfällt dieser Aufschlag. Das erklärt, warum Xpeng die große Limousine unter 50.000 Euro anbieten kann.

Maße und Platz: über fünf Meter Limousine

Mit 5.071 mm Länge, 1.937 mm Breite und 1.512 mm Höhe ist der P7+ eine echte Reiselimousine. Der Radstand von 3.000 mm sorgt für sehr viel Beinfreiheit im Fond. Anders als klassische Stufenhecklimousinen hat der P7+ eine große Heckklappe. Xpeng gibt 573 Liter Kofferraum an, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.931 Liter. Gemessen bis zur Fensterlinie sind es rund 415 Liter, dazu kommt ein Fach unter dem Ladeboden. Einen Frunk unter der Fronthaube gibt es nicht.

Je nach Version wiegt der P7+ zwischen 1.999 und 2.200 kg. Er darf bis zu 1.500 kg gebremst ziehen, die Stützlast beträgt 75 kg. Damit eignet er sich auch für kleinere Wohnwagen oder Anhänger.

Länge 5.071 mm
Breite 1.937 mm
Höhe 1.512 mm
Radstand 3.000 mm
Wendekreis 11,7 m
Leergewicht 1.999 / 2.100 / 2.200 kg (SR / LR / AWD)
Kofferraum 573 bis 1.931 Liter, kein Frunk
Anhängelast 1.500 kg gebremst, 750 kg ungebremst
Stützlast / Dachlast 75 kg / 75 kg

Herstellerangaben, Leergewicht nach EU-Norm ohne Anhängerkupplung.

Assistenz, Bedienung und Ausstattung

Xpeng vermarktet den P7+ als „AI-Auto“. Herzstück ist ein selbst entwickelter Turing-Chip mit 750 TOPS Rechenleistung, der die Daten von 25 Sensoren verarbeitet. Einen Lidar hat der P7+ nicht, die Fahrassistenz arbeitet mit Kameras, Radar und Ultraschall. Serienmäßig sind Abstandstempomat, Spurhalte- und Spurwechselassistent, 360-Grad-Kamera und ferngesteuertes Einparken per App. Das in China verfügbare Navigationssystem für teilautomatisiertes Fahren in der Stadt ist für Europa nicht angekündigt.

Im Cockpit sitzen ein 15,6-Zoll-Zentralbildschirm, ein 8,8-Zoll-Fahrerdisplay und ein Head-up-Display. Ab der Long Range kommt ein Bildschirm für die Fondpassagiere hinzu. Apple CarPlay und Android Auto, 20 Lautsprecher, Wärmepumpe und Updates per Funk sind Serie. Kritik gibt es an der fast vollständigen Bedienung über den Touchscreen, an der wenig gefühlvollen Lenkung und an Scheinwerfern ohne adaptive Lichtverteilung. Ein Euro-NCAP-Ergebnis für den P7+ liegt noch nicht vor.

Stärken

  • in Graz gebaut, kein China-Zusatzzoll
  • sehr schnelles Laden mit 800 Volt
  • viel Platz im Fond und großer Kofferraum
  • niedriger Verbrauch dank 0,211 cW
  • 7 Jahre Fahrzeuggarantie
  • 1.500 kg Anhängelast
Schwächen

  • Bedienung fast nur per Touchscreen
  • Lenkung wenig gefühlvoll
  • Reichweite nur Mittelmaß
  • kein adaptives Licht
  • noch kein Euro-NCAP-Test

P7+, P7 oder G6: Wo sich der P7+ einordnet

Der Name sorgt oft für Verwirrung. Der P7+ ist nicht der Nachfolger des P7, sondern ein eigenständiges, geräumigeres Modell. Der neue P7, den Xpeng im August 2025 in China vorgestellt hat, ist eine flachere Sportlimousine mit bis zu 437 kW und optionalen Flügeltüren. Für Deutschland ist er bislang nicht angekündigt. Der alte P7 wurde hierzulande bis Anfang 2026 verkauft.

Wer lieber ein SUV fährt, findet bei Xpeng den technisch eng verwandten G6, der ebenfalls in Graz entsteht. Günstiger ist die Kompaktlimousine Mona L03, die ab 35.600 Euro startet. Wichtige Wettbewerber des P7+ sind VW ID.7, Tesla Model 3, BYD Seal und Hyundai Ioniq 6.

Unsere Einschätzung

Der P7+ ist eines der stärksten Angebote im Segment der großen Elektro-Limousinen unter 50.000 Euro. Er bietet die Größe eines VW ID.7, lädt deutlich schneller und ist dank der Fertigung in Graz frei vom China-Zusatzzoll. Die beste Wahl für die meisten Käufer ist die Long Range: Sie kostet 3.000 Euro mehr als die Basis, bringt aber 75 km mehr Reichweite und die höhere Ladeleistung. Schwächen hat der P7+ bei Bedienung und Fahrgefühl, wer damit leben kann, bekommt viel Auto fürs Geld.

Was kostet der Xpeng P7+ in Deutschland?
Der P7+ kostet ab 46.600 Euro (Standard Range), die Long Range 49.600 Euro und die AWD Performance 53.600 Euro, jeweils als unverbindliche Preisempfehlung (Stand Oktober 2026). Dazu kommt derzeit eine Tech-Prämie von 2.500 Euro.

Wo wird der Xpeng P7+ gebaut?
Für Europa bei Magna Steyr in Graz, Österreich. Er ist nach G6 und G9 das dritte Xpeng-Modell aus dem Werk. Dadurch entfällt der EU-Zusatzzoll auf fertig aus China importierte Elektroautos.

Welche Reichweite hat der Xpeng P7+?
Nach WLTP 455 km (Standard Range), 530 km (Long Range) und 500 km (AWD Performance). Im Alltag sind mit der Long Range rund 465 km möglich, bei 120 km/h auf der Autobahn etwa 380 bis 400 km.

Wie schnell lädt der Xpeng P7+?
Mit bis zu 350 kW (Standard Range) beziehungsweise 446 kW (Long Range, AWD). Xpeng nennt rund zehn Minuten für 10 auf 80 Prozent, in Messungen waren es 13 Minuten. An der Wallbox lädt er mit 11 kW.

Wie groß ist der Kofferraum des P7+?
Xpeng gibt 573 Liter an, bei umgeklappter Rückbank 1.931 Liter. Der P7+ hat eine große Heckklappe, aber keinen Frunk.

Was ist der Unterschied zwischen Xpeng P7+ und P7?
Der P7+ ist eine geräumige Familienlimousine mit Heckklappe. Der neue P7 ist eine flachere Sportlimousine, die bislang nur in China verkauft wird. Der P7+ ist nicht der Nachfolger des P7.

Hat der Xpeng P7+ eine Anhängerkupplung?
Ja, gegen 1.190 Euro Aufpreis gibt es eine elektrische Anhängerkupplung. Die Anhängelast beträgt 1.500 kg gebremst und 750 kg ungebremst.

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Philipp Wiedmaier
Über den AutorPhilipp WiedmaierGründer & Chefredakteur

Philipp Wiedmaier hat chinaelektro.de 2025 gegründet und verantwortet die Redaktion. Er wertet MIIT-Zulassungsdaten und Herstellerangaben aus und ordnet ein, welche der über 500 erfassten Modelle tatsächlich nach Deutschland kommen – mit Blick auf Preis, Zölle und Marktstart.

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