
Bild-Quelle: Xpeng
Xpeng P7+ auf einen Blick
Der P7+ ist die geräumige Familienlimousine von Xpeng. Er misst 5,07 Meter, hat drei Meter Radstand und einen großen Kofferraum mit Heckklappe. Technisch setzt er auf eine 800-Volt-Plattform mit Siliziumkarbid-Halbleitern und LFP-Batterien mit 61,7 oder 74,9 kWh. Seine Europapremiere hatte er am 9. Januar 2026 in Brüssel, seit April 2026 liefert Xpeng ihn in Deutschland aus.
Der wichtigste Unterschied zu vielen anderen China-Elektroautos: Für Europa wird der P7+ bei Magna Steyr in Graz gebaut. Er ist dort nach G6 und G9 das dritte Modell der Marke. Damit fällt für ihn nicht der EU-Zusatzzoll auf fertig aus China importierte Elektroautos an. Alle weiteren Modelle der Marke zeigt unsere Übersicht der Xpeng-Modelle.
| Fahrzeugklasse | Elektro-Limousine der oberen Mittelklasse, Heckklappe |
| Preis Deutschland | ab 46.600 Euro |
| Batterie | 61,7 oder 74,9 kWh (LFP) |
| Reichweite WLTP | 455 bis 530 km |
| Leistung | 180 bis 370 kW (245 bis 503 PS) |
| Laden DC | bis 446 kW, 800 Volt |
| Laden AC | 11 kW |
| Länge / Breite / Höhe | 5.071 / 1.937 / 1.512 mm |
| Radstand | 3.000 mm |
| Kofferraum | 573 bis 1.931 Liter (Herstellerangabe) |
| Anhängelast | 1.500 kg gebremst |
| Produktion Europa | Magna Steyr, Graz (Österreich) |
| Garantie | 7 Jahre / 160.000 km, Batterie 8 Jahre / 160.000 km |
Herstellerangaben für Deutschland, Stand 9. Oktober 2026.
Preise und Versionen in Deutschland
Xpeng bietet den P7+ in drei Versionen an. Der Einstieg ist die Standard Range mit Heckantrieb und 61,7 kWh. Die Long Range hat die größere Batterie und mehr Leistung, die AWD Performance zusätzlich einen zweiten Motor an der Vorderachse. Die Ausstattung ist bereits in der Basis umfangreich, aufpreispflichtig sind im Wesentlichen Metalliclack (800 Euro) und die elektrische Anhängerkupplung (1.190 Euro).
Zusätzlich gewährt Xpeng eine sogenannte Tech-Prämie von 2.500 Euro auf den P7+, die laut Hersteller bis 31. Dezember 2026 läuft. Die genauen Bedingungen ändern sich von Aktion zu Aktion, aktuelle Angebote fassen wir bei der Xpeng Tech-Prämie zusammen. Für Privatkäufer kann außerdem die staatliche Förderung hinzukommen.
| RWD Standard Range | 46.600 Euro · 61,7 kWh · 180 kW (245 PS) · 455 km WLTP |
| RWD Long Range | 49.600 Euro · 74,9 kWh · 230 kW (313 PS) · 530 km WLTP |
| AWD Performance | 53.600 Euro · 74,9 kWh · 370 kW (503 PS) · 500 km WLTP |
Unverbindliche Preisempfehlungen inklusive Mehrwertsteuer, ohne Überführung. Stand 9. Oktober 2026.
Reichweite und Verbrauch im Alltag
Nach WLTP kommt der P7+ auf 455 km mit der kleinen und 530 km mit der großen Batterie. Der Allradler schafft 500 km. Der Normverbrauch liegt zwischen 15,2 und 17,4 kWh pro 100 Kilometer, für eine Limousine dieser Größe ein guter Wert. Möglich macht das vor allem die Aerodynamik mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,211.
In unabhängigen Tests lag der Verbrauch der Long Range bei rund 18 kWh pro 100 Kilometer inklusive Ladeverlusten, was etwa 465 km Reichweite entspricht. Bei konstant 120 km/h auf der Autobahn sind eher 380 bis 400 km realistisch. Für eine 74,9-kWh-Batterie ist das ordentlich, an die Reichweiten von Limousinen mit 90 kWh und mehr kommt der P7+ aber nicht heran.
Laden mit 800 Volt: Herstellerwert und Praxis
Beim Laden spielt der P7+ seine 800-Volt-Technik aus. Die Standard Range lädt mit bis zu 350 kW, Long Range und Performance mit bis zu 446 kW. Xpeng nennt für den Hub von 10 auf 80 Prozent rund zehn Minuten. In Messungen dauerte es mit der Long Range 13 Minuten, die Spitzenleistung lag dabei bei knapp 300 kW. Das ist weniger als versprochen, aber immer noch einer der schnellsten Ladevorgänge in dieser Preisklasse.
An der Wallbox lädt der P7+ mit 11 kW dreiphasig, eine volle Ladung dauert damit siebeneinhalb bis achteinhalb Stunden. Über einen Adapter kann er außerdem Geräte mit bis zu 3,3 kW versorgen (Vehicle-to-Load).

Bild-Quelle: Xpeng
Gebaut in Graz: Zoll, Herkunft und Marktstart
Magna Steyr hat die Testproduktion des P7+ in Graz Anfang Januar 2026 abgeschlossen, über den Serienstart in Graz haben wir berichtet. Auch die Testwagen für die deutsche Presse stammten aus dem österreichischen Werk. Entwickelt wird der P7+ weiterhin in China, Magna übernimmt wie bei G6 und G9 die Montage für Europa.
Für Käufer hat das einen handfesten Vorteil: Elektroautos von Xpeng, die fertig aus China importiert werden, tragen neben dem regulären Einfuhrzoll von 10 Prozent einen Ausgleichszoll von 20,7 Prozent. Beim P7+ aus Graz entfällt dieser Aufschlag. Das erklärt, warum Xpeng die große Limousine unter 50.000 Euro anbieten kann.
Maße und Platz: über fünf Meter Limousine
Mit 5.071 mm Länge, 1.937 mm Breite und 1.512 mm Höhe ist der P7+ eine echte Reiselimousine. Der Radstand von 3.000 mm sorgt für sehr viel Beinfreiheit im Fond. Anders als klassische Stufenhecklimousinen hat der P7+ eine große Heckklappe. Xpeng gibt 573 Liter Kofferraum an, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.931 Liter. Gemessen bis zur Fensterlinie sind es rund 415 Liter, dazu kommt ein Fach unter dem Ladeboden. Einen Frunk unter der Fronthaube gibt es nicht.
Je nach Version wiegt der P7+ zwischen 1.999 und 2.200 kg. Er darf bis zu 1.500 kg gebremst ziehen, die Stützlast beträgt 75 kg. Damit eignet er sich auch für kleinere Wohnwagen oder Anhänger.
| Länge | 5.071 mm |
| Breite | 1.937 mm |
| Höhe | 1.512 mm |
| Radstand | 3.000 mm |
| Wendekreis | 11,7 m |
| Leergewicht | 1.999 / 2.100 / 2.200 kg (SR / LR / AWD) |
| Kofferraum | 573 bis 1.931 Liter, kein Frunk |
| Anhängelast | 1.500 kg gebremst, 750 kg ungebremst |
| Stützlast / Dachlast | 75 kg / 75 kg |
Herstellerangaben, Leergewicht nach EU-Norm ohne Anhängerkupplung.
Assistenz, Bedienung und Ausstattung
Xpeng vermarktet den P7+ als „AI-Auto“. Herzstück ist ein selbst entwickelter Turing-Chip mit 750 TOPS Rechenleistung, der die Daten von 25 Sensoren verarbeitet. Einen Lidar hat der P7+ nicht, die Fahrassistenz arbeitet mit Kameras, Radar und Ultraschall. Serienmäßig sind Abstandstempomat, Spurhalte- und Spurwechselassistent, 360-Grad-Kamera und ferngesteuertes Einparken per App. Das in China verfügbare Navigationssystem für teilautomatisiertes Fahren in der Stadt ist für Europa nicht angekündigt.
Im Cockpit sitzen ein 15,6-Zoll-Zentralbildschirm, ein 8,8-Zoll-Fahrerdisplay und ein Head-up-Display. Ab der Long Range kommt ein Bildschirm für die Fondpassagiere hinzu. Apple CarPlay und Android Auto, 20 Lautsprecher, Wärmepumpe und Updates per Funk sind Serie. Kritik gibt es an der fast vollständigen Bedienung über den Touchscreen, an der wenig gefühlvollen Lenkung und an Scheinwerfern ohne adaptive Lichtverteilung. Ein Euro-NCAP-Ergebnis für den P7+ liegt noch nicht vor.
- in Graz gebaut, kein China-Zusatzzoll
- sehr schnelles Laden mit 800 Volt
- viel Platz im Fond und großer Kofferraum
- niedriger Verbrauch dank 0,211 cW
- 7 Jahre Fahrzeuggarantie
- 1.500 kg Anhängelast
- Bedienung fast nur per Touchscreen
- Lenkung wenig gefühlvoll
- Reichweite nur Mittelmaß
- kein adaptives Licht
- noch kein Euro-NCAP-Test
P7+, P7 oder G6: Wo sich der P7+ einordnet
Der Name sorgt oft für Verwirrung. Der P7+ ist nicht der Nachfolger des P7, sondern ein eigenständiges, geräumigeres Modell. Der neue P7, den Xpeng im August 2025 in China vorgestellt hat, ist eine flachere Sportlimousine mit bis zu 437 kW und optionalen Flügeltüren. Für Deutschland ist er bislang nicht angekündigt. Der alte P7 wurde hierzulande bis Anfang 2026 verkauft.
Wer lieber ein SUV fährt, findet bei Xpeng den technisch eng verwandten G6, der ebenfalls in Graz entsteht. Günstiger ist die Kompaktlimousine Mona L03, die ab 35.600 Euro startet. Wichtige Wettbewerber des P7+ sind VW ID.7, Tesla Model 3, BYD Seal und Hyundai Ioniq 6.
Der P7+ ist eines der stärksten Angebote im Segment der großen Elektro-Limousinen unter 50.000 Euro. Er bietet die Größe eines VW ID.7, lädt deutlich schneller und ist dank der Fertigung in Graz frei vom China-Zusatzzoll. Die beste Wahl für die meisten Käufer ist die Long Range: Sie kostet 3.000 Euro mehr als die Basis, bringt aber 75 km mehr Reichweite und die höhere Ladeleistung. Schwächen hat der P7+ bei Bedienung und Fahrgefühl, wer damit leben kann, bekommt viel Auto fürs Geld.

