Xpeng GX (2026) – Das ultimative Flaggschiff-SUV mit Steer-by-Wire, 750 km und L4-KI
Der Xpeng GX ist das ambitionierteste Fahrzeug, das Xpeng je gebaut hat: Ein 5,27 Meter langer Sechs-Sitzer-SUV auf Weltklasse-Niveau – mit dem weltweit ersten Serien-Steer-by-Wire von Bosch, L4-KI-Hardware, 3.000 TOPS Rechenleistung, KI-dimmbaren Fenstern, 750 km BEV-Reichweite oder 1.585 km als EREV. Und er könnte laut Händlerinformationen noch Ende 2026 nach Deutschland kommen.
Der Xpeng GX in der Frontansicht: markante LED-Lichtsignatur und Range-Rover-Proportionen · Bild-Quelle: Xpeng
Warum der GX ein besonderes Fahrzeug ist
Im Frühjahr 2026 fehlt Xpeng etwas, das Konkurrenten wie Li Auto, NIO und Huawei Aito längst haben: ein Sechssitzer-SUV über fünf Meter im Luxussegment. Während der G9 mit 4,89 Metern und maximal fünf Sitzen solide, aber eben kein Luxus-Flaggschiff ist, schließt der GX diese Lücke mit maximaler Ambition.
Xpeng-CEO He Xiaopeng hat den GX als Lösung für das formuliert, was er das „unmögliche Dreieck“ nennt: Komfort, Platz und Fahrdynamik – alle drei gleichzeitig, in einem Fahrzeug über fünf Meter Länge. Bisherige Fahrzeuge in dieser Klasse haben immer einen Kompromiss gemacht: entweder waren sie geräumig aber sperrig, oder agil aber eng. Der GX soll keinen dieser Kompromisse eingehen.
Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das für sich genommen bemerkenswert wäre – und das durch seine Technologie nochmals aus der Menge heraussticht: Das erste Serienfahrzeug weltweit mit Bosch-Steer-by-Wire, ein KI-System mit bis zu 3.000 TOPS auf Robotaxi-Niveau, selbstdimmende Fenster auf Knopfdruck und ein Cockpit mit 33 Lautsprechern. Eingebettet in ein Design, das ungeniert an den Range Rover erinnert – und damit genau jene chinesische Käuferklasse anspricht, die für das Prestige des britischen Originals zahlen würde, aber nicht zahlen muss.
Intern wird der GX bei Xpeng als G01 geführt – das deutet auf eine vollständig neue Fahrzeugarchitektur hin, nicht auf eine Weiterentwicklung des G9. Der GX wird im Xpeng-Werk Guangzhou gefertigt. Die Serienproduktion startete im März 2026, die Markteinführung in China erfolgte am 20. Mai 2026.
Dreiviertelperspektive vorne: Die schwarz abgesetzten Dachsäulen erzeugen den Floating-Roof-Effekt · Bild-Quelle: Xpeng
Design: Range-Rover-Inspiration mit eigenem Charakter
Als Xpeng im Februar 2026 die ersten GX-Bilder veröffentlichte, war die Reaktion eindeutig: Range Rover. Die schrägen A- und B-Säulen, die hohe Gürtellinie, die geteilte Heckklappe im Land-Rover-Stil, das quadratische Gesamtvolumen – das sind Designelemente, die Xpeng bewusst und unentschuldigt übernommen hat.
Aber der GX ist kein einfaches Plagiat. Er bringt eigenständige Merkmale mit: das charakteristische zweigeteilte Scheinwerferdesign (Tagfahrlichter oben, Hauptscheinwerfer im Stoßfänger), den aktiven Lufteinlass an der Front, die einfahrbaren Türgriffe – ein Detail, das China ab Januar 2027 aus Sicherheitsgründen verbietet, also für spätere Produktionsjahre geändert werden wird – und die schwarz abgesetzten Dachsäulen, die den Floating-Roof-Effekt verstärken.
Der cW-Wert liegt bei 0,255 – bemerkenswert niedrig für ein Fahrzeug dieser Größe und Höhe. Zum Vergleich: Der aktuelle Toyota Prius (0,27) ist aerodynamisch schlechter aufgestellt als dieses 2,9-Tonnen-Flaggschiff-SUV.
Drei Innenraumfarben stehen zur Wahl: Dawn White, Forest Mist Purple und Platinum Brown. Eine besondere Lackoption ist das „Kunlun Cloud Realm“ Zweiton-Finish mit einem 6C4B-Lackierprozess, 15 Lackschichten und einer Stärke von 230 Mikrometer – vergleichbar mit handlackierten Luxusfahrzeugen.
Das Heck des GX mit geteilter Heckklappe – eine bewusste Referenz an britische Luxus-SUVs · Bild-Quelle: Xpeng
Abmessungen & Karosserie
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Länge | 5.265 mm |
| Breite | 1.999 mm |
| Höhe | 1.800 mm |
| Radstand | 3.115 mm |
| Leergewicht | 2.890 kg |
| Sitzplätze | 6 (2+2+2 Kapitänssitze) |
| Felgengröße | 22 Zoll |
| cW-Wert | 0,255 |
| Wendekreis | 5,1–5,4 m (dank Hinterachslenkung) |
| Karosserietechnik | 16.000-Tonnen-Großguss (integrated die-casting) |
Mit 5.265 mm ist der GX das größte Fahrzeug, das Xpeng je gebaut hat – und größer als ein aktueller Range Rover (5.052 mm) oder ein BMW X7 (5.151 mm). Trotzdem dreht er sich dank Hinterachslenkung in einem Radius, der einem Kompaktfahrzeug entspricht.
Antrieb: BEV – 750 km und 800V auf dem Niveau eines Sportwagens
Die BEV-Variante des GX basiert auf Xpengs 800V-Siliziumkarbid-Plattform (SiC) und unterstützt 5C-Ultraschnellladen – damit gehört sie technisch zur schnellsten Ladegeneration, die aktuell in Serienfahrzeugen zu finden ist.
| Merkmal | BEV-Basis (RWD) | BEV AWD Max / Ultra |
|---|---|---|
| Antrieb | Hinterrad (Single Motor) | Allrad (Dual Motor) |
| Systemleistung | 270 kW (362 PS) | 430 kW (585 PS) |
| Frontmotor | – | 160 kW |
| Heckmotor | 270 kW | 270 kW |
| Akkukapazität | 110 kWh NMC (Ternär) | |
| Reichweite (CLTC) | 750 km | |
| 0–100 km/h | ca. 6,5 s | ca. 4,2 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h | |
| Ladesystem | 800V, 5C-fähig | |
| DC-Ladeleistung (max.) | bis zu 500 kW an S5 Superchargern | |
| Laden 10–80 % | ca. 12 Minuten | |
| 5 Min. laden = ? | ca. 200 km Reichweite | |
| Akkuchemie | NMC (Nickel-Mangan-Kobalt), CALB | |
Die 750 km CLTC-Reichweite der BEV-Variante sind die höchste, die Xpeng je in einem Serienfahrzeug erreicht hat. Selbst mit dem WLTP-Abschlag – in der Praxis typischerweise 20–25 % – wären das noch rund 560–600 km Realreichweite, was für ein SUV dieser Größe außergewöhnlich ist.
Der 5C-Ladestandard bedeutet: An Xpengs S5 Superchargern können in 5 Minuten rund 200 km Reichweite nachgeladen werden. Selbst an einem gewöhnlichen 150-kW-DC-Lader bleibt der GX mit deutlich über 100 kW Ladeleistung schnell.
Der GX als mobile Stromquelle: V2L-Funktion ermöglicht Camping-Nutzung und externe Verbraucher · Bild-Quelle: Xpeng
Antrieb: EREV – 1.585 km und kein Ladegedanke mehr
Parallel zur BEV-Version bietet Xpeng mit dem GX EREV eine Range-Extender-Variante an, die sich direkt gegen Li Auto L9 und EREV-Fahrzeuge positioniert. Das Konzept ist bekannt: Ein Benzingenerator lädt die Batterie nach, wenn diese leer ist – der Fahrer tankt einfach und fährt weiter.
| Merkmal | EREV AWD |
|---|---|
| Antriebskonzept | Range Extender EREV, Dual-Motor AWD |
| Systemleistung | 370 kW (496 PS) |
| Systemdrehmoment | 695 Nm |
| Frontmotor | 160 kW |
| Heckmotor | 210 kW |
| Range Extender | 1,5 L Turbobenziner (110 kW, rein als Generator) |
| Akkukapazität | 63,3 kWh LFP (CALB) |
| Elektrische Reichweite (CLTC) | 430 km |
| Gesamtreichweite (CLTC) | 1.585 km |
| Tankinhalt | 60 Liter |
| Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h |
| 0–100 km/h | ca. 5,5 s |
Die 430 km rein elektrische Reichweite der EREV-Version ist bemerkenswert hoch für ein Range-Extender-Fahrzeug – und liegt deutlich über dem Li Auto L9 (ca. 280 km). Das bedeutet: Die meisten Pendler und Gelegenheitsfahrer würden den GX EREV rein elektrisch fahren, ohne den Range Extender je zu benötigen.
Im gemischten Modus mit vollem 60-Liter-Tank und voller 63,3-kWh-Batterie sind 1.585 km ohne Stopp möglich – mehr als die Strecke München–Kopenhagen in einem Rutsch.
Das weltweite Novum: Steer-by-Wire von Bosch
Das technisch bedeutsamste Merkmal des GX ist nicht die Reichweite und nicht die KI – es ist das Steer-by-Wire-System von Bosch. Der GX ist das erste Serienfahrzeug weltweit, das Boschs nächste Generation dieses Systems trägt.
Was bedeutet das konkret? Bei einem klassischen Lenkrad gibt es eine mechanische Verbindung zwischen dem Steuerrad und den Rädern – eine Lenksäule, die physisch verbindet. Beim Steer-by-Wire entfällt diese mechanische Verbindung vollständig. Lenkbefehle werden rein elektrisch übertragen. Die Steuereinheit interpretiert den Lenkwinkel und übersetzt ihn in Befehle an die Räder, mit niedrigerer Latenz und höherer Präzision als mechanisch möglich.
- Für Autonomes Fahren: KI kann das Fahrzeug ohne mechanische Verbindung lenken – das ist Voraussetzung für echtes L4-Fahren, bei dem der Fahrer zeitweise kein Lenkrad halten muss
- Für die Fahrdynamik: Variablere Übersetzungsverhältnisse je nach Fahrsituation – präziser auf der Autobahn, leichter beim Parken
- Für Sicherheit: 6-lagige Redundanzarchitektur (Bosch + Xpeng) – bei Ausfall einer Komponente übernimmt automatisch eine andere
Ergänzt wird das Steer-by-Wire durch eine aktive Hinterachslenkung mit bis zu 10° Einschlagwinkel (7,5° Normalbetrieb, bis 10° im Parkmodus). Das Ergebnis: Trotz 5,265 Metern Länge kommt der GX auf einen Wendekreis von nur 5,1–5,4 Metern – vergleichbar mit einem Kompaktklasse-Fahrzeug.
Entwickelt in Zusammenarbeit mit Bosch wurden auch das Brake-by-Wire-System (ebenfalls ohne mechanische Verbindung, mit doppelter hydraulischer und elektronischer Redundanz) sowie eine Zweikammer-Luftfederung mit aktivem Fahrwerk-Scan durch KI-Kameras, die Fahrbahnunebenheiten vorausberechnet und ausgleicht.
Das GX-Cockpit mit 2-Speichen-Steer-by-Wire-Lenkrad und schwebendem 17,3“-3K-Touchscreen · Bild-Quelle: Xpeng
KI & Autonomes Fahren: L4-Hardware im Serienfahrzeug
Xpeng positioniert den GX als das erste Serienfahrzeug, das ab Werk L4-fähige Hardware mitbringt. Das bedeutet: Die Chips, Kameras und Sensoren sind technisch in der Lage, Level-4-Autonomie zu unterstützen – sobald Gesetzgebung und Software-Zertifizierung das zulassen.
| Variante | Chip-Konfiguration | Rechenleistung | Autonomie-Level |
|---|---|---|---|
| GX Max | 1 × Turing AI Chip | 750 TOPS | L2+ |
| GX Ultra SE | 2 × Turing AI Chip | 1.500 TOPS | L2+ / L3 prep. |
| GX Ultra | 3 × Turing AI Chip | 2.250 TOPS | L3 prep. |
| GX L4 Robo | 4 × Turing AI Chip | 3.000 TOPS | L4-ready (ab H2 2026) |
Kein LiDAR – Pure Vision mit VLA-Modell
Eine bewusste und wichtige Design-Entscheidung: Der GX hat kein LiDAR. Das ist ein klarer Richtungswechsel für Xpeng – die Marke war eines der ersten chinesischen Unternehmen, das LiDAR in Serienfahrzeugen eingesetzt hat (G9, G6 frühe Varianten). Jetzt setzt Xpeng voll auf Pure Vision mit VLA-Modellen (Vision-Language-Action).
Das VLA-Modell der zweiten Generation verbindet visuelles Verstehen, Sprachverarbeitung und physische Aktion direkt – ohne separate Planungsebene. Die Reaktionslatenz liegt laut Xpeng unter 80 Millisekunden vom visuellen Input bis zur Fahrzeugreaktion.
Xpeng betreibt parallel einen Robotaxi-Dienst auf Basis des GX-Fahrzeugs (intern: SEPA 3.0 Robotaxi-Plattform), der in Guangzhou bereits L4-Testlizenzen für den öffentlichen Straßenverkehr erhalten hat. Das bedeutet: Die Technologie im GX ist keine Vorserie – sie ist eine direkte Ableitung echter autonomer Fahrpraxis.
- AEB (Autonome Notbremsung) bis 150 km/h aktiv
- AES (Autonome Ausweichsteuerung) bis 130 km/h, auch auf Eis und Schnee
- 720-Grad-Kollisionsschutz (passiv, 11 Airbags)
- 6-lagige Redundanz: Lenkung, Bremse, Stromversorgung, Antrieb, Kommunikation, Entriegelung
- Xpeng Tianji System: Fahrzeugzustandsüberwachung in Echtzeit
Das 17,3“ 3K-Display des GX – Steuerzentrale für das Pure-Vision-KI-System · Bild-Quelle: Xpeng
Cockpit & Infotainment: 33 Lautsprecher, KI-Glas und 3K-Displays
Das Cockpit des GX ist konsequent um das Steer-by-Wire-Konzept herum entworfen. Das 2-Speichen-Lenkrad lässt mehr Blick auf die Displays frei, das Armaturenbrett folgt einem Wrap-around-Design, das den Fahrer umschließt, ohne zu erdrücken.
| Merkmal | Spezifikation |
|---|---|
| Fahrerdisplay | 8,8 Zoll digitales Kombiinstrument |
| Zentraler Touchscreen | 17,3 Zoll, 3K-Auflösung, schwebend |
| AR-HUD | 88 Zoll projizierter Bilddiagonale |
| Fondscreen (2. Reihe) | 21,4 Zoll, 3K-Auflösung, Deckenintegration |
| Soundsystem | 33 Lautsprecher inkl. Kopfstützenspeaker (2. Reihe) |
| Wireless Charging | Ja (Mittelkonsole) |
| KI-Kühlschrank | Steril, mit KI-Temperaturregelung |
| AI-Datenschutzglas | Automatisch dimmend (Fuyao), 0,16 s Reaktionszeit |
| Ambientelicht | Star Ribbon (Sternband) Ambientebeleuchtung |
| OTA-Updates | Ja, vollständig |
Das KI-Datenschutzglas – eine Weltpremiere
In Kooperation mit dem Glasspezialisten Fuyao hat Xpeng für den GX das weltweit erste serienmäßige KI-dimmende Seitenfensterglas entwickelt. Die Fenster der zweiten Reihe passen ihre Tönung automatisch an Lichteinfall und Kabinenbesetzung an – in 0,16 Sekunden, ohne Schalter, ohne manuelle Jalousien. Die KI entscheidet, wann die Passagiere Privatsphäre wünschen.
Die Mittelkonsole des GX: Wireless-Charging-Pad, Staufächer und der KI-gesteuerte Sterilkühlschrank · Bild-Quelle: Xpeng
Innenraum: 2+2+2-Layout mit Zero-Gravity-Sitzen und ebener dritter Reihe
Xpeng CEO He Xiaopeng hat das Sitz-Konzept des GX als „komfortables Reisen für alle sechs Personen“ beschrieben. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern eine technische Anforderung: Alle drei Reihen haben Kapitänssitze, alle drei Reihen bieten vollwertigen Platz für Erwachsene.
Erste Reihe
- Zero-Gravity-Sitze, gemeinsam mit Nissan entwickelt
- 16-Punkt-Massagefunktion
- 16-fache elektrische Verstellung
- 3-stufige Belüftung, Heizung und Beinheizung
- „Queen's Co-Pilot“: integrierter Sicherheitsgurt und Sitzkissenairbag im Beifahrersitz
Zweite Reihe
- Kapitänssitze mit extra langen Schienen (mehr Verstellweg als üblich)
- Elektrische Beinauflage
- Klapp-Entertainmentscreen mit linkem Ablagetisch und rechtem Magnet-Erweiterungsdock
- Kopfstützenlautsprecher für persönlichen Surround-Sound
- KI-dimmende Seitenfenster (Fuyao-Glas)
Dritte Reihe
- Separate Kopfstützen, kein Mittelsitz
- 0–180° elektrische Rückenlehnenverstellung (vollständig flach)
- Für Erwachsene nutzbar dank 3.115 mm Radstand
- Umlegbar für maximalen Laderaum
Zweite Reihe des GX: Zero-Gravity-Kapitänssitze, 16-Punkt-Massage und extra lange Schienen für maximalen Verstellweg · Bild-Quelle: Xpeng
Die dritte Reihe des GX klappt auf 180° flach – für Erwachsene nutzbar oder als Laderaumvergrößerung · Bild-Quelle: Xpeng
Preise & Varianten (China, Launch Mai 2026)
Der GX startete in China am 20. Mai 2026 mit einem deutlich günstigeren Einstiegspreis als die Presale-Phase erwarten ließ. Vor dem Launch lag der Presale-Preis bei 399.800 Yuan (ca. 58.000 Euro). Das finale Startpreis überraschte den Markt: 279.800 Yuan (ca. 38.500 Euro) für die Basisversion.
| Variante | Antrieb | TOPS | Preis (Yuan) | ca. EUR |
|---|---|---|---|---|
| GX BEV Max (RWD) | BEV, Hinterrad | 750 | 279.800 | ca. 38.500 € |
| GX BEV Ultra SE (AWD) | BEV, Allrad | 1.500 | 309.800 | ca. 42.500 € |
| GX BEV Ultra (AWD) | BEV, Allrad | 2.250 | 339.800 | ca. 46.700 € |
| GX EREV Ultra (AWD) | EREV, Allrad | 2.250 | 359.800 | ca. 49.500 € |
| GX BEV L4 Robo | BEV, Allrad | 3.000 | ab H2 2026 | – |
Der GX-Einstiegspreis von 279.800 Yuan (~38.500 €) ist aggressiv niedrig – und liegt damit auf einem Niveau mit dem ONVO L90 von NIO, der bisher als günstigster Sechssitzer-SUV in dieser Klasse galt. Für China ist das ein klares Signal: Xpeng will Volumen, nicht nur Prestige.
Zur Einordnung: Der direkte Konkurrent Li Auto L9 Pro startet in China bei 429.800 Yuan (~59.000 €) – also rund 53 % mehr als der GX-Einstieg.
EUR-Angaben sind Näherungswerte auf Basis des aktuellen Wechselkurses. Offizielle Preise für Deutschland wurden noch nicht kommuniziert.
GX vs. Xpeng X9: SUV oder MPV – was ist der Unterschied?
Eine der häufigsten Fragen: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen GX und X9, wenn doch beide groß, sechssitzig und von Xpeng sind? Die Antwort: Es sind fundamental verschiedene Fahrzeugkonzepte, die für unterschiedliche Käufer gemacht wurden.
| Merkmal | Xpeng GX (2026) | Xpeng X9 (2026) |
|---|---|---|
| Fahrzeugklasse | SUV (Sport Utility Vehicle) | MPV (Multi-Purpose Vehicle / Van) |
| Karosserieform | Hochbeinig, klassische SUV-Linie | Van-Karosserie, niedriger Einstieg |
| Länge | 5.265 mm | 5.295–5.320 mm |
| Höhe | 1.800 mm | 1.785 mm |
| Radstand | 3.115 mm | 3.160 mm |
| Sitzlayout | 2+2+2 Kapitänssitze (immer 6) | 2+2+3 oder 2+2+2 (6–7 Sitze) |
| Antrieb | BEV oder EREV, AWD | BEV, AWD oder FWD |
| Höchste Reichweite | 750 km BEV / 1.585 km EREV (CLTC) | 615 km WLTP |
| Ladesystem | 800V, 5C (BEV) / kein 800V (EREV) | 800V, 5C |
| Steer-by-Wire | Ja (Bosch, Weltpremiere) | Nein |
| KI-Rechenleistung | 750–3.000 TOPS je Variante | China: 3 Turing Chips (2.250 TOPS) / EU: 1 Turing Chip (750 TOPS) |
| Autonomie-Level | L4-Hardware (L4 Robo ab H2 2026) | L2+ |
| Geländetauglichkeit | Luftfederung, Allrad, höhere Bodenfreiheit | Kein Offroad-Fokus |
| Preis China (ab) | 279.800 Yuan (~38.500 €) | 359.800 Yuan (~49.500 €) |
| Preis Deutschland (ab) | Noch nicht kommuniziert | 77.600 € |
| Deutschland verfügbar | Ende Q4 2026 (Händlerinfos, nicht bestätigt) | Ja, seit Juni 2026 |
Kurzfassung: Der X9 ist ein elektrischer Luxus-Van, der an Audi Q8 e-tron Sportback oder Mercedes EQV erinnert – aber mit deutlich mehr Technik und Platz. Der GX dagegen ist ein SUV im Geiste eines Range Rover oder BMW X7 – höher, sportlicher, geländetauglicher. Wer seine Familie über Berge und schlechte Straßen chauffieren möchte, nimmt den GX. Wer die ruhigste, geräuschloseste und komfortabelste Reise auf asphaltierten Straßen sucht, ist im X9 besser aufgehoben.
Seitenansicht des GX: Die klassische SUV-Silhouette mit hoher Gürtellinie und 22-Zoll-Bereifung · Bild-Quelle: Xpeng
Der GX im SUV-Profil: hohe Gürtellinie, markante Schultern und 22-Zoll-Räder · Bild-Quelle: Xpeng
Der Xpeng GX in weiteren Ansichten
Der Innenraum des GX im Überblick: Drei vollwertige Sitzreihen mit Kapitänssitzen in allen Reihen · Bild-Quelle: Xpeng
Nappa-Leder, Star-Ribbon-Ambientebeleuchtung und hochwertige Verarbeitung im gesamten Innenraum · Bild-Quelle: Xpeng
Die Star-Ribbon-Ambientebeleuchtung zieht sich durch den gesamten Innenraum des GX · Bild-Quelle: Xpeng
Der 21,4-Zoll-3K-Fondscreen – in die Decke über der zweiten Reihe integriert · Bild-Quelle: Xpeng
Der KI-gesteuerte Sterilkühlschrank ist serienmäßig in der Mittelkonsole integriert · Bild-Quelle: Xpeng
Das Raumangebot des GX: Dank 3.115 mm Radstand bietet auch die dritte Reihe vollwertigen Platz für Erwachsene · Bild-Quelle: Xpeng
Das 2+2+2-Kapitänssitz-Konzept des GX – sechs vollwertige Einzelplätze auf drei Reihen · Bild-Quelle: Xpeng
Flexible Raumnutzung: Die Sitzkonfigurationen des GX von vollbesetzt bis vollständig flach · Bild-Quelle: Xpeng
Konkurrenzvergleich: GX gegen die Premium-SUV-Elite
| Modell | Antrieb | Reichweite | KI / TOPS | Preis ab (China ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Xpeng GX BEV | BEV AWD / RWD | 750 km (CLTC) | 750–3.000 TOPS | ~38.500 € |
| Xpeng GX EREV | EREV AWD | 1.585 km (CLTC) | 2.250 TOPS | ~49.500 € |
| Li Auto L9 | EREV AWD | 1.400+ km (CLTC) | Ja (LiDAR) | ~59.000 € |
| Huawei Aito M9 | EREV / BEV | 1.200+ km / 630 km | Ja (Ascend) | ~55.000 € |
| NIO ES8 | BEV AWD | ca. 500 km | 4 LIDAR, NVIDIA | ~65.000 € |
| BMW X7 xDrive50e | PHEV AWD | ca. 90 km el. | – | ab ~93.000 € |
| Range Rover SWB P530 | Benzin V8 | – | – | ab ~140.000 € |
Im direkten Vergleich zeigt sich: Der GX unterbietet seine chinesischen Mitbewerber preislich teils erheblich – bietet technisch aber mehr als die meisten. Das einzige, was der GX nicht hat und Konkurrenten wie NIO ES8 oder Li Auto L9 schon bieten: LiDAR. Ob Pure Vision langfristig gleichwertig oder sogar überlegen ist, bleibt die entscheidende technische Frage der nächsten Jahre.
He Xiaopeng hat die Range-Rover-Ähnlichkeit des GX nie geleugnet. Das Design sei eine bewusste Entscheidung – denn genau dieser Stil spreche wohlhabende chinesische Käufer an. Ein Range Rover kostet in China über 1.000.000 Yuan (ca. 137.000 Euro). Der GX bietet einen ähnlichen visuellen Eindruck für 280.000 Yuan (ca. 38.500 Euro). Das ist kein Plagiatsvorwurf – das ist Marktforschung.
Kommt der Xpeng GX nach Deutschland?
Xpeng hat den GX offiziell noch nicht für Deutschland angekündigt. Was es gibt: inoffizielle Signale aus dem Händlernetzwerk, die auf einen Start in Q4 2026 – also Oktober bis Dezember 2026 – hindeuten. Diese Informationen stammen aus Händlergesprächen und sind nicht offiziell bestätigt.
Was für einen baldigen Europa-Start spricht:
- Der GX wird von Anfang an in Guangzhou in globaler Spezifikation produziert (rechts auf links, CCS-Ladesystem für Europa vorbereitet)
- Xpeng hat mit dem X9 bereits bewiesen, dass große Premiumfahrzeuge in Europa verkauft werden können
- Die SEPA 3.0-Plattform wurde laut Xpeng explizit für den globalen Markt entwickelt – nicht nur für China
- Händler in Deutschland, Norwegen und den Niederlanden haben Interesse an dem Modell signalisiert
Was gegen einen schnellen Start sprechen könnte:
- Die EREV-Version braucht einen 1,5-L-Benziner – dessen Euro-7-Zertifizierung ist aufwendig
- Steer-by-Wire hat in Europa noch keine vollständige regulatorische Freigabe für alle Fahrsituationen – die Homologation ist komplex
- Die L4-Variante kann in Europa aus rechtlichen Gründen zunächst nur als L2+ betrieben werden
- Der Einstiegspreis in Deutschland dürfte durch Zölle und Anpassungskosten deutlich höher liegen als in China
Der Xpeng GX – möglicher Deutschland-Start Ende Q4 2026 laut Händlerinformationen · Bild-Quelle: Xpeng
Fazit: Lohnt sich der Xpeng GX?
- Weltweit erstes Steer-by-Wire von Bosch in Serie
- 750 km BEV oder 1.585 km EREV – bestes in der Klasse
- 3.000 TOPS L4-KI-Hardware ab H2 2026
- KI-dimmendes Seitenglas – Weltpremiere
- 5,1 m Wendekreis trotz 5,26 m Länge
- 33 Lautsprecher, 21,4“ 3K Fondscreen, Zero-Gravity-Sitze
- 5C-Laden: 200 km in 5 Minuten (BEV)
- Preislich deutlich günstiger als vergleichbare Konkurrenten
- Robotaxi-erprobte KI direkt im Serienfahrzeug
- Kein LiDAR – Pure Vision als einzige Sensorstrategie
- Kein offizieller Marktstart in Deutschland bestätigt
- Steer-by-Wire: Europa-Homologation komplex
- EREV-Variante erst ab H2 2026 verfügbar
- L4-Variante in Europa nur auf Papier legal nutzbar
- 2.890 kg Leergewicht – Schwergewicht
- Einfahrbare Türgriffe werden für Produktionsjahre ab 2027 in China verboten