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Xpeng G9L auf einen Blick
Der G9L ist das größte und am besten ausgestattete SUV, das Xpeng in Europa anbietet. Mit 5,12 Metern Länge und drei Metern Radstand ist er rund 20 Zentimeter länger als ein BMW X5. In Europa gibt es ihn mit sechs oder sieben Sitzen in drei Reihen, mit Luftfederung, Hinterradlenkung und 800-Volt-Technik als Serie. In China ist er seit dem 17. September 2026 auf dem Markt.
Für deutsche Käufer ist vor allem die Herkunft wichtig: Für Europa wird der G9L bei Magna Steyr in Graz montiert. Er ist dort nach G6, G9 und P7+ das vierte Xpeng-Modell. Damit fällt für ihn kein EU-Zusatzzoll auf chinesische Elektroautos an. Vorgestellt wurde die Europa-Version am 12. Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon.
| Fahrzeugklasse | Oberklasse-SUV, Elektroauto |
| Preis Deutschland | ab 74.600 Euro |
| Batterie | 110 kWh (NCM) |
| Reichweite WLTP | bis 591 km (Heck) / bis 553 km (Allrad) |
| Leistung | 270 kW (367 PS) Heck · 430 kW (585 PS) Allrad |
| 0–100 km/h | 4,9 s (Allrad) |
| Laden DC | bis 540 kW, 10–80 % in unter 12 Minuten |
| Länge / Breite / Höhe | 5.120 / 1.999 / 1.782 mm |
| Radstand | 3.100 mm |
| Sitze | 6 oder 7 |
| Anhängelast | bis 2,0 t |
| Produktion Europa | Magna Steyr, Graz (Österreich) |
| Auslieferung | ab Dezember 2026 |
| Garantie | 7 Jahre / 160.000 km, Batterie 8 Jahre / 160.000 km |
Herstellerangaben für Deutschland, Stand 12. Oktober 2026. WLTP-Werte vorläufig, die Homologation steht noch aus.

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Preise und Versionen in Deutschland
Xpeng bietet den G9L in Deutschland zunächst nur in der Topausstattung Ultra an. Zur Wahl stehen drei Versionen: der Siebensitzer mit Heckantrieb, der Siebensitzer mit Allradantrieb und der Sechssitzer mit Allrad und zwei Einzelsitzen mit Armlehnen in der zweiten Reihe. Der Sechssitzer ist die teuerste Version, enthält aber das Premium-Paket, das beim Siebensitzer 4.990 Euro Aufpreis kostet.
Weitere Optionen sind eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung für 1.290 Euro und Metalliclack für 1.200 Euro. Ohne Aufpreis gibt es nur Arctic White. Mirror Gray, Waving Green und Diamond Black kosten jeweils 1.200 Euro extra. Innen stehen die Farben Meteorite Black und Tangerine zur Wahl.
| 7-Sitzer RWD Long Range Ultra | 74.600 Euro · 270 kW · bis 591 km WLTP · 21,1 kWh/100 km |
| 7-Sitzer AWD Performance Ultra | 79.600 Euro · 430 kW · bis 553 km WLTP · 22,5 kWh/100 km |
| 6-Sitzer AWD Performance Ultra | 85.600 Euro · 430 kW · bis 553 km WLTP · Premium-Paket inklusive |
| Premium-Paket (7-Sitzer) | 4.990 Euro |
| Anhängerkupplung | 1.290 Euro |
| Metalliclack | 1.200 Euro |
Unverbindliche Preisempfehlungen laut Xpeng-Konfigurator inklusive Mehrwertsteuer. Stand 12. Oktober 2026.
Was das Premium-Paket enthält
Für 4.990 Euro rüstet das Premium-Paket den Siebensitzer auf das Niveau des Sechssitzers auf. Der Beifahrersitz bekommt eine Zero-Gravity-Liegefunktion, beide Vordersitze eine 16-Punkt-Massage, einstellbare Polsterhärte, Seitenwangen und Schulterstützen sowie eine automatische Sitzanpassung, die sich in Kurven enger stellt. Der Fahrersitz erhält eine pneumatisch verstellbare Oberschenkelauflage.
Außerdem enthalten sind elektrisch öffnende Türen vorne und hinten, elektrisch ausfahrbare und beleuchtete Trittstufen, ein Lichtteppich für die zweite Reihe, elektrische Sonnenrollos für die hinteren Seitenfenster und DLP-Pixel-Scheinwerfer mit adaptivem Fernlicht.

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Antrieb und Reichweite
Alle Versionen haben eine 110-kWh-Batterie mit NCM-Zellen. Der Heckantrieb leistet 270 kW (367 PS) und kommt nach WLTP bis zu 591 km weit. Die Allradversion hat einen zweiten Motor an der Vorderachse, leistet 430 kW (585 PS) und 695 Nm und sprintet in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 553 km. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei allen Versionen auf 200 km/h begrenzt.
In China gibt es den G9L zusätzlich mit Range-Extender. Für Europa bietet Xpeng ihn zum Start nur als reines Elektroauto an. Die China-Reichweiten von bis zu 755 km beziehen sich auf den chinesischen CLTC-Zyklus und sind mit den europäischen WLTP-Werten nicht vergleichbar.

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Laden mit bis zu 540 kW
Der G9L nutzt eine 800-Volt-Architektur und lädt an der Schnellladesäule mit bis zu 540 kW. Von 10 auf 80 Prozent soll es in weniger als 12 Minuten gehen. Damit gehört er zu den am schnellsten ladenden SUV auf dem deutschen Markt. Wie schnell es in der Praxis geht, hängt vor allem von der Säule ab, denn nur wenige Ladesäulen in Deutschland liefern so viel Leistung. Über Vehicle-to-Load versorgt der G9L externe Geräte mit bis zu 6 kW.

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Maße, Platz und Anhängelast
Mit 5.120 mm Länge, 1.999 mm Breite und 1.782 mm Höhe spielt der G9L in der Klasse von BMW X5, Mercedes GLE und Audi Q7, ist aber länger als alle drei. Damit sich das SUV in der Stadt trotzdem gut rangieren lässt, lenkt die Hinterachse mit, der Wendekreis beträgt 11 Meter. Die serienmäßige Luftfederung hebt die Bodenfreiheit auf bis zu 216 mm, die Wattiefe liegt bei 700 mm.
Hinter der dritten Reihe bleiben 367 Liter Gepäckraum inklusive Unterflurfach. Beim Sechssitzer sind es mit umgeklappter dritter Reihe bis zu 1.330 Liter. Unter der Fronthaube gibt es einen Frunk mit 65 Litern. Der G9L darf bis zu 2,0 Tonnen ziehen.
| Länge | 5.120 mm |
| Breite | 1.999 mm |
| Höhe | 1.782 mm |
| Radstand | 3.100 mm |
| Wendekreis | 11 m (mit Hinterradlenkung) |
| Bodenfreiheit | bis 216 mm (Luftfederung) |
| Gepäckraum | 367 Liter, bis 1.330 Liter (6-Sitzer) |
| Frunk | 65 Liter |
| Anhängelast | bis 2,0 t |
Herstellerangaben für die Europa-Version.

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Innenraum und Ausstattung
Im Innenraum zielt Xpeng auf die Oberklasse. Die Vordersitze haben Nappaleder, Heizung, Belüftung und Massage, die zweite Reihe Heizung, Belüftung und eine 10-Punkt-Massage, die beiden Sitze der dritten Reihe sind beheizt, belüftet und klappen elektrisch. Für die Passagiere hinten fährt ein 21,4-Zoll-Bildschirm aus dem Dachhimmel. Dazu kommen eine Dreizonen-Klimaautomatik, ein Luftreiniger, eine Kühlbox mit 12,5 Litern in der Mittelkonsole und ein Soundsystem mit 23 Lautsprechern.
Vorne sitzen ein 17,3-Zoll-Touchscreen, ein 8,8-Zoll-Fahrerdisplay und ein Augmented-Reality-Head-up-Display. Als zweites Xpeng-Modell nach dem L03 nutzt der G9L Google Maps für die Navigation. Updates kommen per Funk.

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Assistenz und Sicherheit
Serienmäßig sind Notbremsassistent, Spurwechselassistent, 360-Grad-Kamera, automatisches Einparken auch per App und ein Nothalteassistent, der eingreift, wenn der Fahrer nicht mehr reagiert. Das Assistenzsystem Next Generation Pilot (NGP) für teilautomatisiertes Fahren in Stadt und auf der Autobahn soll ab 2027 per Update kommen, vorbehaltlich der Zulassung durch die Behörden.
An Bord sind zehn Airbags, der Bremsweg aus 100 km/h liegt laut Xpeng bei 35,1 Metern. Der G9L wurde für die Crashtests von Euro NCAP entwickelt, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

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- in Graz gebaut, kein China-Zoll
- Laden mit bis zu 540 kW
- Luftfederung und Hinterradlenkung serienmäßig
- sechs oder sieben Sitze
- umfangreiche Ausstattung schon in der Basis
- 2,0 t Anhängelast
- Premium-Paket beim Siebensitzer extra
- Gepäckraum hinter der dritten Reihe knapp
- NGP erst ab 2027
- noch kein Euro-NCAP-Ergebnis
- nur Topausstattung, kein günstiger Einstieg
G9L, G9, GX oder X9: Wo sich das Flaggschiff einordnet
Der G9L sitzt in der Modellpalette über dem bekannten G9, der ebenfalls in Graz gebaut wird. Er ist deutlich größer, hat drei Sitzreihen und ist technisch neuer. Design und Technik teilt er mit dem Sechssitzer GX, dem Luxus-Flaggschiff in China. Wer noch mehr Platz braucht, findet bei Xpeng den Elektro-Van X9. Alle Modelle der Marke zeigt unsere Übersicht der Xpeng-Modelle.
Konkurrenz bekommt der G9L von Kia EV9, Volvo EX90 und BMW iX, unter den chinesischen Marken vom BYD Atto 8, der ebenfalls in Paris vorgestellt wurde.
Mit 74.600 Euro ist der G9L kein Schnäppchen, für das Gebotene aber ein starkes Angebot. Luftfederung, Hinterradlenkung, sieben Sitze, Nappaleder und 540 kW Ladeleistung sind bereits im Grundpreis enthalten, dazu kommt der Zollvorteil durch die Fertigung in Graz. Für die meisten Käufer ist der Heckantrieb die beste Wahl, weil er die größte Reichweite hat. Wer ohnehin das Premium-Paket möchte und auf den siebten Sitz verzichten kann, sollte den Sechssitzer durchrechnen.

