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Schneider: „Keine Sorgen“ um das Fördergeld 2027
Wer jetzt ein Elektroauto kauft oder least und die Voraussetzungen erfüllt, muss nach Worten des Ministers nicht fürchten, leer auszugehen. „Wer sich jetzt für die Anschaffung eines batterieelektrischen Fahrzeugs entscheidet und die Fördervoraussetzungen erfüllt, muss sich auch mit Blick auf das kommende Jahr keine Sorgen machen, dass die Fördermittel nicht mehr ausreichen“, sagte Schneider. Sobald sich abzeichne, wann das Geld ausgeschöpft sei, werde das Ministerium frühzeitig informieren, damit Käufer Planungssicherheit haben. „Kurzfristige Änderungen am Förderprogramm sind derzeit nicht vorgesehen.“
Für die Prämie sind im Etat 3 Milliarden Euro eingeplant, ausgelegt auf rund 800.000 Fahrzeuge in den Jahren 2026 bis 2029. Anfang Oktober waren laut BAFA noch gut 2,5 Milliarden Euro verfügbar. Ausgezahlt waren zum 1. Oktober 432 Millionen Euro, im Schnitt 4.418 Euro pro Haushalt.
Wie hoch ist der China-Anteil an der E-Auto-Prämie?
Nach Angaben des Ministers entfallen derzeit 9 bis 17 Prozent der geförderten Fahrzeuge auf chinesische Hersteller. Die große Spanne hat einen konkreten Grund: Es kommt darauf an, ob man Gemeinschaftsunternehmen als chinesisch zählt – gemeint ist vor allem Leapmotor International, das Joint Venture von Stellantis und Leapmotor, das die Marke außerhalb Chinas vertreibt.
Wie groß dieser Block ist, zeigt die Statistik zum Stichtag 1. Oktober: Leapmotor kam allein auf 5.816 bewilligte Anträge, knapp vor BYD mit 5.814. Beide lagen damit vor VW – wir hatten die Top 5 der Prämien-Marken bereits ausgewertet. Treiber bei Leapmotor ist vor allem der günstige Kleinwagen T03, der mit 3.561 Bewilligungen auf Platz fünf der Modelle stand.
Schneider ordnet den Zuwachs gelassen ein: „Dass sich mehr Menschen als früher für chinesische Fahrzeuge entscheiden, ist ein weltweiter Trend.“ Er zeigte sich optimistisch, dass der Marktanteil begrenzt bleibt.
| Budget E-Auto-Prämie | 3 Mrd. Euro (Zeitraum 2026–2029) |
| Noch verfügbar (Anfang Oktober) | gut 2,5 Mrd. Euro |
| Bewilligte Anträge | über 100.000 |
| Ausgezahlt (Stand 1. Oktober) | 432 Mio. Euro |
| Durchschnitt pro Haushalt | 4.418 Euro |
| Höchstförderung | 6.000 Euro |
| Anteil reine E-Autos | 91,6 % |
| Anteil chinesischer Hersteller | 9 bis 17 % |
| Leapmotor / BYD (Bewilligungen 1.10.) | 5.816 / 5.814 |
| Ausschluss chinesischer Autos | vorerst nicht geplant |
Stand 23.10.2026. Angaben von Bundesumweltministerium und BAFA; die China-Spanne hängt von der Zählung der Joint Ventures ab.
„Made in Europe“ kommt – aber nicht sofort
Dauerhaft vom Tisch ist das Thema nicht. „Worauf wir uns in der Koalition bereits verständigt haben, ist die Einführung europäischer Wertschöpfungskriterien“, sagte Schneider. Diese sollen in das laufende Programm übernommen werden, sobald die Bundesregierung europarechtskonforme Regeln erarbeitet hat. Damit wartet Berlin auf die Debatte auf EU-Ebene, wo Deutschland und Frankreich strengere Made-in-Europe-Regeln für China-Autos vorantreiben.
Ab wann solche Kriterien greifen und wie sie aussehen, ist offen. Für Modelle, die in Europa gebaut werden – etwa der Leapmotor B10 aus dem spanischen Zaragoza oder künftig BYD-Modelle aus dem ungarischen Szeged – könnten sie anders ausfallen als für Importe aus China.
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Was das für Käufer eines China-E-Autos heißt
Wer mit einem BYD, Leapmotor, MG oder Xpeng plant, kann die Prämie nach heutigem Stand regulär einrechnen – kurzfristig ändert sich nichts. Gefördert werden private Haushalte beim Kauf oder Leasing neuer Elektroautos sowie bestimmter Plug-in-Hybride und Range-Extender, gestaffelt nach Einkommen und Zahl der Kinder. Die volle Summe von 6.000 Euro erreichen viele nicht: Rund zwei Drittel der Anträge kommen aus Haushalten ohne förderrelevantes Kind, gut die Hälfte aus der niedrigsten Einkommensstufe bis 45.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen.
Der Haken ist die Unsicherheit für später: Kommen Wertschöpfungskriterien, könnten in China gebaute Modelle schlechter gestellt werden. Einen Termin dafür gibt es nicht.
Die Zahl ist politisch brisanter als sie klingt: 9 Prozent wirken unauffällig, 17 Prozent sind fast jedes sechste geförderte Auto. Der Unterschied ist im Kern eine Definitionsfrage rund um Leapmotor. Für Käufer zählt vorerst nur eins: Die Prämie gilt markenunabhängig weiter, und das Geld reicht laut Ministerium bis ins Jahr 2027.

