Der Leapmotor T03 ist das fünftbeliebteste geförderte Modell.
Bild-Quelle: Leapmotor
E-Auto-Prämie: Leapmotor und BYD unter den Top 5 – vor VW
Die neue staatliche Förderung für Elektroautos kommt in Fahrt – und chinesische Marken gehören zu ihren größten Profiteuren. Nach der aktuellen Statistik zur E-Auto-Förderung waren bis zum 1. Oktober 2026 insgesamt 97.790 Anträge bewilligt, kurz darauf wurde die Marke von 100.000 überschritten. Ausgezahlt wurden bislang rund 432 Millionen Euro, davon allein 230 Millionen im September. Im Schnitt erhält jeder geförderte Haushalt 4.418 Euro.
Bei den Marken liegt Tesla mit 12.155 bewilligten Anträgen deutlich vorn, gefolgt von Škoda (7.224) und Cupra (6.229). Auf den Plätzen vier und fünf folgen zwei chinesische Marken nahezu gleichauf: Leapmotor mit 5.816 und BYD mit 5.814 Bewilligungen. Damit liegen beide vor Renault, VW, Kia, Hyundai und BMW. Zusammen kommen Leapmotor und BYD auf knapp 12 Prozent aller bewilligten Anträge.
Auch bei den Modellen ist ein China-Auto vorn mit dabei. Am häufigsten gefördert wurde das Tesla Model Y (8.297), vor dem Škoda Elroq (5.478) und dem Tesla Model 3 (3.845). Auf Platz fünf folgt der Leapmotor T03 mit 3.561 Bewilligungen – knapp vor dem VW ID.3 und dem Hyundai Inster. Der Elektro-Kleinwagen gehört zu den günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt und trifft damit genau die Zielgruppe der Förderung.
| Bewilligte Anträge | 97.790 (Stand 1.10.2026), inzwischen über 100.000 |
|---|---|
| Ausgezahlt | rund 432 Mio. € (September: 230 Mio. €) |
| Durchschnitt pro Haushalt | 4.418 € |
| Antriebe | 91,6 % Elektroauto, 8,4 % Plug-in-Hybrid / Range Extender |
| Marken Top 5 | Tesla 12.155 · Škoda 7.224 · Cupra 6.229 · Leapmotor 5.816 · BYD 5.814 |
| Marken Platz 6–10 | Renault 5.721 · VW 5.464 · Kia 5.424 · Hyundai 4.988 · BMW 4.679 |
| Leapmotor T03 | Platz 5 der Modelle (3.561) |
| Anteil Leapmotor + BYD | knapp 12 % aller Bewilligungen |
| Einkommen | 52,3 % der Bewilligungen an Haushalte bis 45.000 € zu versteuerndes Einkommen |
Monatliche Statistik zur E-Auto-Förderung, Stand 1. Oktober 2026. Kauf und Leasing halten sich bei den Bewilligungen etwa die Waage.
Warum die Prämie zu den China-Marken passt
Die Zahlen zeigen, wie gut chinesische Hersteller zur Ausrichtung der Förderung passen. Mehr als die Hälfte der Bewilligungen geht an Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 45.000 Euro – also an Käufer, für die der Preis das wichtigste Kriterium ist. Genau hier sind Leapmotor und BYD mit günstigen Modellen wie dem T03, dem Dolphin Surf oder dem BYD Atto 2 stark. Bemerkenswert ist vor allem Leapmotor: Die Marke ist erst seit zwei Jahren in Deutschland und wird über die Händler von Stellantis verkauft, liegt bei der Förderung aber bereits vor Volkswagen.
Gleichzeitig relativiert die Statistik die verbreitete Sorge, die Prämie fließe vor allem nach China. Den mit Abstand größten Anteil erhält Tesla, und unter den zehn meistgeförderten Marken kommen acht aus Europa, Korea und den USA. Chinesische Marken holen aber spürbar auf – und mit dem Start der Produktion in Europa, etwa des Leapmotor B10 in Spanien und der BYD-Modelle in Ungarn, dürften sie ihren Anteil weiter ausbauen. Für Käufer bedeutet die Prämie: Ein chinesisches Elektroauto im Einstiegssegment wird mit bis zu mehreren tausend Euro Zuschuss noch einmal deutlich günstiger.
Die E-Auto-Prämie wirkt – und sie wirkt dort, wo Elektroautos günstig sind. Davon profitieren Tesla mit seinen Volumenmodellen ebenso wie chinesische Marken mit preiswerten Kleinwagen und Kompakt-SUV. Dass Leapmotor und BYD gemeinsam auf knapp 12 Prozent der Bewilligungen kommen, zeigt, wie schnell sie sich im deutschen Markt etabliert haben. Die These, die Förderung finanziere vor allem chinesische Hersteller, hält den Zahlen allerdings nicht stand.

