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Auslandsgeschäft nach neun Monaten über Vorjahresniveau
SAIC hat am 27. Oktober seine Absatzzahlen für die ersten drei Quartale 2026 veröffentlicht. Insgesamt verkaufte der Konzern aus Shanghai 3,147 Millionen Fahrzeuge und bleibt damit nach eigener Darstellung Chinas größter Autohersteller. Davon gingen 1,166 Millionen ins Ausland, ein Plus von 52,4 Prozent. Nach neun Monaten liegt SAIC damit bereits über dem Auslandsabsatz des gesamten Jahres 2025.
Wie viele der Fahrzeuge Elektroautos oder Plug-in-Hybride waren, hat SAIC für den Gesamtzeitraum nicht ausgewiesen. Auch Zahlen zu einzelnen Modellen fehlen in der Mitteilung.
| SAIC-Konzern Jan.–Sep. 2026 | 3,147 Mio. Fahrzeuge |
| davon Ausland | 1,166 Mio. (+52,4 %) |
| MG Europa Jan.–Sep. | über 280.000 (+23 %) |
| MG Großbritannien September | 18.000 (Monatsrekord) |
| Elektrifizierter Anteil MG UK (September) | 91,6 % |
| MG Polen (September) | 4,38 % Marktanteil, Rang 7 |
| Nutzfahrzeuge Ausland September | 18.395 (+120 %) |
| MG Deutschland | nicht ausgewiesen |
Stand 29.10.2026. Unternehmensangaben von SAIC; keine Modellzahlen und keine Länderzahlen für Deutschland veröffentlicht.
MG in Europa: Rekord in Großbritannien, Platz 7 in Polen
Die Marke MG, die SAIC in Europa vertreibt, steigerte ihren Absatz in den ersten drei Quartalen um 23 Prozent auf über 280.000 Fahrzeuge. Treiber war vor allem Großbritannien: Dort verkaufte MG im September 18.000 Neuwagen, so viele wie nie zuvor in einem Monat. 91,6 Prozent davon waren elektrifiziert, also Elektroautos, Plug-in-Hybride oder Hybride. In Polen erreichte MG im September 4,38 Prozent Marktanteil und Rang sieben unter den Pkw-Marken.
Für Deutschland nennt SAIC keine eigenen Zahlen. Wie stark MG in Europa schon verankert ist, zeigte bereits der Meilenstein von einer Million MG-Fahrzeugen in Europa. Im Wettbewerb der China-Marken liegt MG inzwischen allerdings nicht mehr allein vorn: Im September hat erstmals der Chery-Konzern BYD in Europa überholt.
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Warum MG trotz höchstem EU-Zoll wächst
SAIC trägt beim EU-Zusatzzoll auf Elektroautos aus China mit 35,3 Prozent den höchsten Satz der großen Hersteller, zusätzlich zum Basiszoll von 10 Prozent. Plug-in-Hybride und Hybride sind vom Zusatzzoll nicht betroffen. MG hat sein Angebot deshalb stark um Hybrid- und Plug-in-Modelle erweitert, etwa mit dem großen MG S9. Das dürfte ein Grund sein, warum der Absatz trotz Zoll steigt.
Auch außerhalb Europas wächst SAIC kräftig: In 18 Märkten in Mittelamerika und der Karibik legte MG um 86 Prozent zu. Die Nutzfahrzeugsparte verkaufte im September 18.395 Fahrzeuge im Ausland, ein Rekord. Zudem verschiffte das Gemeinschaftsunternehmen SAIC Volkswagen die erste Charge des Lamando L nach Mexiko.
Die Zahlen zeigen, wie stark chinesische Hersteller ins Ausland ausweichen, während der Heimatmarkt schwächelt. Für MG ist Europa der wichtigste Auslandsmarkt, und Großbritannien ohne EU-Zusatzzölle der Motor. In Deutschland muss MG sich dagegen gegen BYD, Leapmotor und den Chery-Konzern behaupten.

