Tesla frischt das Model 3 auf: 16-Zoll-Display, V2L, Zen-Grey-Interieur. Gebaut in Shanghai wie die Model 3 für Deutschland.
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Tesla Model 3 mit Update: 16-Zoll-Display, V2L und neues Interieur – kommt es nach Deutschland?
Tesla hat dem Model 3 eine Reihe von Neuerungen spendiert, die inzwischen in vier Märkten offiziell sind: China, Südkorea, Australien und Neuseeland. Der zentrale Touchscreen wächst von 15,4 auf 16 Zoll und bekommt eine höhere Auflösung sowie eine höhere Bildwiederholrate. Dazu kommen ein schwarzer Dachhimmel und als Option das helle Interieur „Zen Grey“ für die Versionen Premium und Performance. Neu sind außerdem 19-Zoll-Felgen im Design „Nova“ in dunkelgrauer Lackierung.
Praktisch relevant ist die neue Stromabgabe nach außen: Über einen separat erhältlichen Adapter können Model 3 und Model Y Geräte mit bis zu 2,2 kW Wechselstrom versorgen, etwa beim Camping oder auf der Baustelle. In China bleiben die Preise unverändert, das Model 3 startet dort weiterhin bei 235.500 Yuan. In Südkorea gilt das Update für Fahrzeuge, die ab Oktober 2026 ausgeliefert werden.
In Australien nutzt Tesla das Update für eine deutliche Preissenkung: Das Basismodell mit Heckantrieb kostet nun rund 46.000 australische Dollar, etwa 9.000 Dollar weniger als bisher. Dafür wurde die Ausstattung etwas reduziert – der hintere Bildschirm entfällt, die Sitze sind mit Stoff und Kunstleder bezogen. Die Performance-Version legt bei der Reichweite um 29 Kilometer auf 600 Kilometer nach WLTP zu. Alle betroffenen Fahrzeuge werden in der Gigafactory Shanghai gebaut.
| Zentraler Bildschirm | 16 Zoll (bisher 15,4 Zoll), höhere Auflösung |
|---|---|
| Interieur | schwarzer Dachhimmel, optional „Zen Grey“ (Premium, Performance) |
| Felgen | 19-Zoll „Nova“ in Dunkelgrau (optional) |
| Stromabgabe (V2L) | bis 2,2 kW über Adapter, auch für Model Y |
| Preis China | unverändert, ab 235.500 Yuan |
| Preis Australien (Basis) | rund 46.000 AUD (ca. −9.000 AUD), mit reduzierter Ausstattung |
| Märkte | China, Südkorea, Australien, Neuseeland |
| Produktion | Gigafactory Shanghai |
| Europa / Deutschland | nicht offiziell angekündigt |
Stand: 1. Oktober 2026. Ausstattung und Preise je nach Markt unterschiedlich; China- und Australien-Preise sind keine deutschen Preise.
Was das für den deutschen Markt bedeutet
Die Model 3 für Deutschland und Europa kommen ebenfalls aus Shanghai. Es liegt daher nahe, dass die Neuerungen auch hier ankommen – technisch spricht nichts dagegen, und Tesla vereinheitlicht seine Ausstattung zwischen den Märkten zunehmend. Beim Model Y Premium hat Tesla das weiße Interieur in Europa bereits durch „Zen Grey“ ersetzt. Eine offizielle Bestätigung für den deutschen Markt gibt es aber noch nicht, ebenso wenig einen Termin. Für die USA hat Tesla dagegen bislang am 15,4-Zoll-Bildschirm festgehalten.
Wer jetzt ein Model 3 bestellen will, sollte die Entwicklung im Blick behalten. Der größere Bildschirm und die Stromabgabe nach außen sind keine Revolution, aber spürbare Verbesserungen im Alltag. Die australische Preissenkung lässt sich dagegen kaum auf Deutschland übertragen: Für in China gebaute Tesla-Fahrzeuge fallen in der EU zusätzlich zum regulären Einfuhrzoll von 10 Prozent noch 7,8 Prozent Ausgleichszoll an, dazu kommen deutlich andere Preisstrukturen.
Das Update ist eher eine Modellpflege als ein großer Wurf: mehr Bildschirm, mehr Komfort, ein praktisches Extra mit der Stromabgabe. Für Deutschland ist vor allem die Herkunft interessant. Weil das Model 3 für Europa ebenfalls in Shanghai gebaut wird, dürften die Neuerungen früher oder später auch hier auftauchen. Bis Tesla den Schritt bestätigt, bleibt es aber eine naheliegende Erwartung und keine Zusage.

