Bild-Quelle: Yangwang
Was über den Unfall bekannt ist
Die Bilder kursieren seit dem 2. November in chinesischen sozialen Netzwerken. Sie zeigen den U9 Xtreme nach einem Einschlag in die Streckenbegrenzung, die Hinterachse samt Aufhängung liegt getrennt vom Auto. Nach ersten Berichten konnte der Testfahrer das Fahrzeug selbst verlassen und wurde nicht verletzt.
Unklar sind der genaue Zeitpunkt, die Strecke, die Geschwindigkeit beim Abflug und die Ursache. BYD und die Luxusmarke Yangwang haben bisher keine Stellungnahme abgegeben. Ob es sich um das Rekordauto von 2025 oder um ein anderes Exemplar handelt, ist ebenfalls offen.
Rekordversuch über 500 km/h geplant
Der Unfall fällt in eine heikle Phase. Yangwang hat für November einen weiteren Rekordversuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt. In China wird spekuliert, dass der Test mit dem Ziel zusammenhängt, die Marke von 500 km/h zu knacken; offiziell bestätigt ist das nicht. Ob der Unfall den Zeitplan verändert, ist offen.
Den bisherigen Rekord hatte der U9 Xtreme mit 496,22 km/h 2025 auf dem Testgelände Papenburg in Niedersachsen aufgestellt. Yangwang beansprucht damit die Höchstgeschwindigkeit für ein Serienfahrzeug. In den Emiraten präsentiert BYD am 5. November zudem das neue Flaggschiff Yangwang Altior.
| Antrieb | 4 Elektromotoren, 2.220 kW (ca. 3.000 PS) |
| Bordnetz | 1.200 Volt |
| Akku | 80 kWh |
| Rekord | 496,22 km/h (Papenburg, 2025) |
| Fahrwerk | überarbeitetes DiSus-X |
| Stückzahl | 30 |
| Unfallursache / Tempo | nicht bekannt |
Stand 04.11.2026. Technische Daten nach Herstellerangaben zum U9 Xtreme; Angaben zum Unfall aus Berichten.
Bild-Quelle: Yangwang
Der U9 Xtreme in Zahlen
Der Xtreme ist die Hochleistungsversion des Yangwang U9. Vier Elektromotoren leisten zusammen 2.220 kW, jedes Rad wird einzeln angesteuert. Das Bordnetz arbeitet mit 1.200 Volt, der Akku hat 80 kWh. Für hohe Geschwindigkeiten bekam der Supersportwagen einen großen Heckflügel, Semi-Slicks und ein überarbeitetes DiSus-X-Fahrwerk. BYD hat eine Kleinserie von 30 Exemplaren angekündigt; einen Deutschland-Preis gibt es nicht.
Unfälle bei Hochgeschwindigkeitstests sind nicht ungewöhnlich, auch europäische Hersteller haben bei Rekordfahrten Autos verloren. Wichtig ist, dass der Fahrer nach den bisherigen Berichten unverletzt blieb. Für BYD kommt der Vorfall zur Unzeit, weil Yangwang mit Rekorden und dem neuen Altior gerade das Luxusimage aufbauen will. Belastbare Aussagen zur Ursache gibt es erst, wenn BYD sich äußert.

