Bild-Quelle: Segway Ninebot
Der ZT3 Pro D im Überblick
Mit der ZT-Reihe zielt Segway auf Fahrer, die nicht nur auf Asphalt unterwegs sind. Der ZT3 Pro D ist die deutsche Version mit Betriebserlaubnis nach Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung und kam Anfang 2025 auf den Markt. Er fährt 20 km/h, die Dauerleistung liegt bei 500 Watt, kurzzeitig liefert der Motor bis zu 1.600 Watt. Laut Segway schafft er damit Steigungen bis 25 Prozent.
Grobstollige 11-Zoll-Reifen und Federung an beiden Rädern machen ihn zum Scooter für Feldwege, Schotter und schlechte Radwege. Der Preis dafür ist das Gewicht: Mit 29,7 Kilogramm gehört er zu den schwersten Scootern in dieser Klasse.
- 11-Zoll-Offroad-Reifen, Federung vorne und hinten
- 597-Wh-Akku, bis 70 km Reichweite (Herstellerangabe)
- Zwei Scheibenbremsen, Traktionskontrolle, Blinker
- ca. 29,7 kg, max. 120 kg Zuladung
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Technische Daten des Segway ZT3 Pro D
Die Herstellerdaten der deutschen Version.
| Modell | Segway ZT3 Pro D (Deutschland-Version) |
| Marktstart Deutschland | Anfang 2025 |
| Preis Segway-Shop | 849 € |
| Höchstgeschwindigkeit | 20 km/h, im Sport-Modus per App 22 km/h |
| Motor | 500 W Nennleistung, 1.600 W Spitzenleistung |
| Steigfähigkeit | bis 25 % |
| Akku | 597 Wh |
| Reichweite | bis 70 km, ca. 56 km bei 20 km/h |
| Ladezeit | nicht bestätigt |
| Gewicht | ca. 29,7 kg |
| Max. Zuladung | 120 kg |
| Federung | vorne und hinten |
| Reifen | 11 Zoll, schlauchlos, Offroad-Profil |
| Bremsen | Scheibenbremsen vorne und hinten |
| Fahrhilfen | Traktionskontrolle |
| Licht | Front- und Rücklicht mit Bremslicht, Blinker |
| Display | 3 Zoll |
| Extras | klappbar, App, Apple „Wo ist?“ |
Stand 13.10.2026. Herstellerangaben für die deutsche Version.
Bild-Quelle: Segway Ninebot
Fahrwerk und Bremsen für schlechte Wege
Federung an beiden Rädern und breite 11-Zoll-Reifen mit grobem Profil schlucken Schotter, Wurzeln und Kopfsteinpflaster deutlich besser als die schmalen Reifen von Pendler-Scootern. Die Reifen sind schlauchlos. Zwei Scheibenbremsen und eine Traktionskontrolle sorgen auf losem oder nassem Untergrund für Kontrolle.
Für den Straßenverkehr hat der ZT3 Pro D Front- und Rücklicht mit Bremslichtfunktion sowie Blinker. Über die App und Apples „Wo ist?“-Netzwerk lässt er sich orten.
Reichweite und Akku
Der Akku fasst 597 Wh, so viel wie beim Segway Max G3 D. Weil der ZT3 Pro D schwerer ist und mit Geländereifen mehr Rollwiderstand hat, kommt er aber weniger weit: Segway nennt bis zu 70 Kilometer bei niedrigem Tempo und rund 56 Kilometer bei konstant 20 km/h. Im Gelände und am Berg sinkt die Reichweite weiter.
22 km/h beim Segway ZT3 Pro D einstellen
Ab Werk fährt der ZT3 Pro D 20 km/h. In der Segway-App lässt sich im Sport-Modus die Höchstgeschwindigkeit auf 22 km/h stellen. Dafür muss in der App die richtige Region eingestellt sein, dann wird der Regler für den Sport-Modus auf 22 km/h geschoben. Im Drive-Modus bleibt es bei 20 km/h. Wir haben die Einstellung selbst getestet: Der Tacho zeigt danach bis zu 22 km/h an.
Die Einstellung ist eine Funktion der offiziellen App, kein Tuning. Sie bewegt sich innerhalb der Toleranz von rund zehn Prozent, die bei der Prüfung der 20-km/h-Grenze akzeptiert wird. Nach Firmware-Updates oder einer Neuinstallation der App kann sie auf 20 km/h zurückspringen. Nach einem Update im Herbst 2025 war die 22-km/h-Option bei einigen Segway-Modellen zeitweise verschwunden, die Hintergründe dazu stehen in unserem Artikel zum 20-km/h-Update-Bug bei Segway.
Boost-Funktion beim ZT3 Pro D aktivieren
Der Boost gibt beim Anfahren kurzzeitig mehr Leistung frei, die Höchstgeschwindigkeit bleibt davon unberührt. Aktiviert wird er so:
- Boost in der Segway-App einschalten, falls nötig vorher die Firmware aktualisieren.
- Den Scooter vollständig anhalten, etwa eine Sekunde warten.
- Gas- und Bremshebel gleichzeitig rund drei Sekunden gedrückt halten.
- Ein Signalton und ein Symbol im Display bestätigen die Aktivierung.
Der Boost wird meist nicht gespeichert und muss bei jeder Fahrt neu aktiviert werden. Klappt es nicht, helfen ein Blick in die App-Einstellungen, ein Firmware-Update oder ein Neustart des Scooters.
Tuning-Chips: Was mehr als 22 km/h bedeutet
Im Handel gibt es Tuning-Chips, mit denen der ZT3 Pro D bis zu 32 km/h schnell werden soll. Damit verlässt der Scooter den Rahmen seiner Betriebserlaubnis. Die Folgen im öffentlichen Straßenverkehr sind erheblich: Die Betriebserlaubnis erlischt, der Versicherungsschutz entfällt, es drohen Bußgelder und strafrechtliche Folgen, und die Herstellergarantie ist in der Regel weg. Dazu kommen Sicherheitsrisiken, weil Bremsen und Fahrwerk auf 20 km/h ausgelegt sind. Ein getunter Scooter darf nur auf Privatgelände fahren.
Bild-Quelle: Segway Ninebot
Für wen sich der ZT3 Pro D eignet
Der ZT3 Pro D passt zu Fahrern auf dem Land, mit Feldwegen auf dem Arbeitsweg oder mit Lust auf Touren abseits des Asphalts. Für reine Stadtpendler ist er zu schwer und zu teuer, hier sind der Max G3 D oder der Segway Ninebot E3 Pro D die bessere Wahl. Wer noch mehr Federweg und Leistung möchte, findet im Segway GT3 D das Topmodell.
Auch mit Geländereifen bleibt der ZT3 Pro D ein Straßenfahrzeug: Mit Versicherungsplakette darf er auf Radwege und Straßen, abseits davon gelten die örtlichen Regeln für Wald- und Feldwege. Und knapp 30 Kilogramm wollen getragen werden, wenn der Scooter in den Keller oder in die Wohnung muss.


