Omoda hat den Kompakt-SUV Omoda 4 erstmals in Spanien gezeigt – als Hybrid und Elektro (211 PS, über 400 km).
Bild-Quelle: OMODA
Omoda 4: China-Kompakt-SUV zum Kampfpreis rückt näher an Deutschland
Omoda, die junge Marke des chinesischen Chery-Konzerns, hat auf einer Veranstaltung in Spanien erstmals ihren neuen Kompakt-SUV Omoda 4 gezeigt. Für den europäischen – und damit auch den deutschen – Markt ist das ein wichtiger Schritt: Der 4 ist als Hybrid und als reines Elektroauto geplant und soll das ohnehin schnell wachsende Omoda-Portfolio nach unten abrunden. Ein konkreter Deutschland-Termin ist zwar noch nicht bestätigt, rückt mit dem Europa-Auftritt aber näher.
Mit rund 4,42 Metern Länge zielt der Omoda 4 auf das hart umkämpfte Segment der kompakten SUV – Gegner sind Ford Puma, Toyota C-HR, Hyundai Kona und Co. Das Design ist bewusst auffällig („Cyber Mecha“, scharfe Kanten, Startknopf unter einer roten Klappe wie im Kampfjet), die Marke spricht gezielt jüngere Käufer an. Technisch teilt sich der 4 die Basis (T1X-Plattform, Frontantrieb) mit dem größeren Omoda 5: Die Elektroversion leistet 211 PS und schöpft aus einer 61,1-kWh-Batterie über 400 Kilometer Reichweite; der Hybrid kombiniert einen 1,5-Liter-Turbo zu rund 224 PS Systemleistung. Serienmäßig gibt Omoda sieben Jahre Garantie, auf die Batterie acht.
Das eigentliche Verkaufsargument ist der Preis. Berichten zufolge soll der Omoda 4 als Hybrid bei rund 25.000 Euro einsteigen, die Elektroversion etwas höher liegen – Werte, die etablierte Rivalen deutlich unterbieten würden. Möglich macht das auch die Fertigung in Europa: Chery baut im Werk Barcelona, wodurch sich der EU-Sonderzoll auf reine Elektroauto-Importe umgehen ließe. In Großbritannien ist der Marktstart für Ende 2026 geplant, in Spanien für Anfang 2027; ein Deutschland-Termin steht noch aus, ist bei der bereits hier vertretenen Marke aber wahrscheinlich.
| Modell | Omoda 4 (Kompakt-SUV, Marke Omoda/Chery) |
|---|---|
| Erstauftritt Europa | Veranstaltung in Spanien |
| Antrieb | Hybrid und reines Elektro (auch Benziner/PHEV möglich) |
| Elektro | 211 PS, 61,1 kWh, über 400 km Reichweite |
| Hybrid | 1,5-l-Turbo, ~224 PS Systemleistung |
| Länge/Plattform | ~4,42 m, T1X, Frontantrieb |
| Garantie | 7 Jahre (Batterie 8 Jahre) |
| Erwarteter Preis | Hybrid ab ~25.000 € (Elektro höher) |
| Marktstart | UK Ende 2026, Spanien Anfang 2027; Deutschland noch offen |
Preise und Deutschland-Termin sind noch nicht offiziell bestätigt (Berichte und Erwartung). Die Reichweite ist ein WLTP-Erwartungswert.
Was das für den deutschen Markt bedeutet
Omoda ist in Deutschland bereits präsent (unter anderem mit dem Omoda 5 und E5), Schwestermarke Jaecoo ebenfalls – ein Deutschland-Start des 4 wäre die logische Fortsetzung. Für Käufer ist vor allem der Preis interessant: Ein kompakter SUV mit Hybrid- oder Elektroantrieb ab dem 25.000-Euro-Bereich, mit langer Garantie und auffälligem Design, würde direkt in die Lücke stoßen, die viele etablierte Hersteller im bezahlbaren Segment lassen. Genau dort – beim günstigen Kompakt-SUV – ist die Nachfrage in Deutschland groß.
Der Schlüssel ist die europäische Produktion: Baut Chery den Omoda 4 (oder zumindest die Elektroversion) in Barcelona, entfällt der EU-Sonderzoll, der reine China-Importe verteuert – erst das macht den „Knaller-Preis“ überhaupt haltbar. Für deutsche Interessenten heißt das: abwarten, bis Omoda die konkreten deutschen Preise, Ausstattungen und den Termin nennt. Das Potenzial, im Kompakt-SUV-Segment für Preisdruck zu sorgen, ist aber klar erkennbar.
Der Omoda 4 ist ein Musterbeispiel für die zweite China-Welle in Europa: nicht mehr nur große, teure SUV, sondern bezahlbare Volumenmodelle – gebaut in Europa, um Zoll zu sparen, und scharf kalkuliert. Für die etablierten Hersteller im Kompaktsegment wird es damit ungemütlicher. Ob der 4 seine kolportierten Preise hält, muss er beim Deutschland-Start aber erst beweisen.

