Die Entwicklung eigener Chips ist ein zentrales Element der chinesischen EV-Strategie. Nun folgt Li Auto dem Vorbild von Nio und Xpeng und bringt einen eigenen „Gehirn-Chip“ für seine Fahrzeuge. Was bedeutet die vertikale Integration für Preis und Wettbewerb?

Li Auto MEGA Display

Der chinesische PHEV-Marktführer Li Auto kündigt die Kommerzialisierung seines selbst entwickelten M100 Smart Driving Chip für 2026 an. Die Unabhängigkeit von Halbleiterzulieferern nimmt bei chinesischen Herstellern zu.
Bild-Quelle: Li Auto

Der chinesische Autobauer Li Auto, bekannt für seine Extended-Range Electric Vehicles (EREV, Plug-in-Hybride mit Reichweitenverlängerung), plant, seinen inhouse entwickelten M100 Smart Driving Chip ab 2026 in Serienfahrzeugen zu verbauen. Li Auto folgt damit einem Trend, den Nio (mit dem Shenji NX9031) und Xpeng (mit dem Turing AI Chip) bereits gesetzt haben: die Unabhängigkeit von externen Halbleiterzulieferern zu erhöhen.

Für den europäischen Markt, den Li Auto aggressiv mit seinen EREV-SUVs angreifen will, ist dies ein starkes Signal für Innovation und Kontrolle über die Lieferkette. Eigene Chips ermöglichen eine optimale Abstimmung von Hard- und Software, was zu effizienteren und stabileren Fahrassistenzsystemen führt. Für Kaufinteressenten bedeutet dies eine geringere Anfälligkeit für globale Chip-Engpässe und die Garantie, dass die Software-Updates auf maßgeschneiderter Hardware laufen. Da die deutschen Hersteller oft noch auf externe Zulieferer angewiesen sind, demonstriert dies einmal mehr den Innovationsvorsprung Chinas in der vertikalen Integration.

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Philipp Wiedmaier
Über den AutorPhilipp WiedmaierGründer & Chefredakteur

Philipp Wiedmaier hat chinaelektro.de 2025 gegründet und verantwortet die Redaktion. Er wertet MIIT-Zulassungsdaten und Herstellerangaben aus und ordnet ein, welche der über 500 erfassten Modelle tatsächlich nach Deutschland kommen – mit Blick auf Preis, Zölle und Marktstart.

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