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MG S6 EV auf einen Blick
MG gehört zum chinesischen Staatskonzern SAIC und ist in Deutschland eine der bekanntesten chinesischen Automarken. Mit dem S6 EV steigt MG in die Mittelklasse der Elektro-SUV ein, das Segment von Tesla Model Y, Skoda Enyaq und Hyundai Ioniq 5. Im Programm steht er über dem kompakteren MG S5 und ist derzeit das größte reine Elektroauto der Marke hierzulande.
Der S6 EV basiert auf der Plattform MSP, die auch der MG4 nutzt, mit einer besonders flachen Batterie von nur 110 mm Bauhöhe. In Österreich war er ab Februar 2026 bestellbar, in Deutschland sind beide Versionen seit März 2026 erhältlich. Gebaut wird er in China. Alle Modelle der Marke stehen auf unserer MG-Übersicht.
| Fahrzeugklasse | Mittelklasse-SUV, Elektroauto |
| Preis Deutschland | ab 49.990 Euro (Luxury RWD) |
| Batterie | 77 kWh brutto / 74,3 kWh netto |
| Reichweite WLTP | 530 km (RWD) / 485 km (AWD) |
| Leistung | 180 kW (244 PS) Heckantrieb · 266 kW (361 PS) Allrad |
| Drehmoment | 350 Nm · 540 Nm |
| 0–100 km/h | 7,3 s (RWD) / 5,1 s (AWD) |
| Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h |
| Verbrauch WLTP | 16,6 kWh (RWD) / 18,1 kWh (AWD) pro 100 km |
| Laden DC | bis 144 kW, 10–80 % in ca. 38 Minuten |
| Laden AC | 11 kW |
| Länge / Breite / Höhe | 4.708 / 1.912 / 1.664 mm |
| Radstand | 2.850 mm |
| Leergewicht | 1.908 kg (RWD) / 2.005 kg (AWD) |
| Kofferraum | 674 bis 1.910 Liter plus Frunk (124 l RWD, 102 l AWD) |
| Anhängelast | 1.500 kg gebremst, 750 kg ungebremst |
| Euro NCAP | 5 Sterne (2025) |
| Produktion | China |
Herstellerangaben für Deutschland, Stand Oktober 2026.
Preise und Versionen in Deutschland
In Deutschland gibt es den S6 EV nur in der gehobenen Ausstattung Luxury, wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb. Der Luxury mit Heckantrieb kostet 49.990 Euro, der Luxury AWD 53.990 Euro – der Allradantrieb kostet also 4.000 Euro Aufpreis. Die Ausstattung ist komplett, als Extras bleiben Sonderlackierungen für 690 Euro und ein heller Innenraum für 450 Euro. Eine günstigere Comfort-Version, wie sie in anderen Märkten angeboten wird, gibt es hierzulande nicht.
MG gewährt immer wieder Aktionsrabatte, im Handel liegt der S6 EV meist etwas unter Liste. Private Käufer mit passendem Einkommen bekommen die staatliche E-Auto-Prämie von 3.000 bis 6.000 Euro. Der hohe EU-Ausgleichszoll von 35,3 Prozent auf Elektroautos von SAIC, zusätzlich zu 10 Prozent Zoll, steckt bereits im Preis.
| MG S6 EV Luxury (RWD, 180 kW) | ab 49.990 Euro, 530 km WLTP |
| MG S6 EV Luxury AWD (266 kW) | ab 53.990 Euro, 485 km WLTP |
| Sonderlackierung | 690 Euro |
| Heller Innenraum | 450 Euro |
Unverbindliche Preisempfehlungen für Deutschland, Stand Oktober 2026.
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Antrieb, Reichweite und Verbrauch
Beide Versionen nutzen dieselbe Batterie mit 77 kWh brutto und 74,3 kWh netto. Mit Heckantrieb leistet der S6 EV 180 kW (244 PS) und 350 Nm, sprintet in 7,3 Sekunden auf 100 km/h und kommt nach WLTP 530 km weit. Der Allradler hat vorn einen zweiten Motor, zusammen 266 kW (361 PS) und 540 Nm, schafft den Sprint in 5,1 Sekunden und kommt 485 km weit.
Im Alltag ist der S6 EV kein Sparwunder. Auf ersten Testfahrten lag der Verbrauch bei 20 bis 25 kWh pro 100 km, der Allradler brauchte auf der Autobahn 23 bis 25 kWh. Realistisch sind damit rund 300 bis 350 km auf Langstrecken, im Stadt- und Landstraßenverkehr deutlich mehr. Fünf Rekuperationsstufen inklusive One-Pedal-Modus und fünf Fahrmodi sind an Bord.
Laden: Die größte Schwäche
Am Schnelllader lädt der S6 EV mit maximal 144 kW. Von 10 auf 80 Prozent dauert es laut MG rund 38 Minuten – für ein Auto dieser Preisklasse im Jahr 2026 langsam. Konkurrenten wie Hyundai Ioniq 5 oder Kia EV6 schaffen das in unter 20 Minuten. An der Wallbox lädt der S6 EV mit 11 kW, eine Vollladung von 10 auf 100 Prozent dauert gut acht Stunden. Wer vor allem zu Hause lädt und selten lange Strecken fährt, kommt damit gut zurecht.
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Platz und Kofferraum
Beim Platz ist der S6 EV eine Wucht. Der Kofferraum fasst 674 Liter, bei umgeklappter Rückbank 1.910 Liter – mehr als bei den meisten Konkurrenten. Dazu kommt ein Frunk unter der Fronthaube mit 124 Litern beim Heckantrieb und 102 Litern beim Allradler. Über 30 Ablagen verteilen sich im Innenraum, die Heckklappe öffnet elektrisch.
Auch im Fond gibt es viel Platz, die Lehne der Rückbank lässt sich allerdings nicht verstellen. Der S6 EV darf bis zu 1.500 kg gebremst ziehen, ungebremst 750 kg. Das reicht für einen kleinen Wohnwagen oder einen Pferdeanhänger mit einem Pferd.
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Innenraum und Ausstattung
Die Serienausstattung ist umfangreich: Panorama-Glasdach, beheiztes Lenkrad, Sitzheizung vorn und hinten, Head-up-Display, elektrische Heckklappe, 360-Grad-Kamera und das Assistenzpaket MG Pilot mit Abstandstempomat, Notbremsassistent, Spurhalte- und Totwinkelassistent. In der Mitte sitzt ein 12,8-Zoll-Touchscreen, hinter dem Lenkrad ein 10,25-Zoll-Display. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren drahtlos, eine belüftete 50-Watt-Ladeschale fürs Handy ist an Bord.
Positiv: Für Klimaanlage und Lautstärke gibt es physische Tasten. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, der Innenraum ist leise. Kritik gab es am unscharfen Bild des Head-up-Displays.
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Fahreindruck
Der S6 EV fährt leise und komfortabel, die Beschleunigung ist kräftig und gleichmäßig, besonders als Allradler. Die Lenkung ist für ein SUV eher indirekt, das Fahrwerk etwas straff abgestimmt. Mit McPherson-Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse ist die Technik solide, aber unspektakulär. Beim Bremsweg aus 100 km/h wurden 36 Meter gemessen, ein guter Wert.
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Sicherheit und Garantie
Beim Euro NCAP hat der S6 EV 2025 fünf Sterne erhalten, mit 92 Prozent beim Schutz erwachsener Insassen, 85 Prozent beim Kinderschutz, 84 Prozent beim Schutz von Fußgängern und Radfahrern und 78 Prozent bei den Assistenzsystemen. Sieben Airbags sind Serie, die Karosserie besteht zu über 80 Prozent aus hochfestem Stahl.
MG gibt sieben Jahre oder 150.000 km Garantie, die beim Verkauf auf den nächsten Besitzer übergeht. Das ist eine der längsten Garantien im Markt und ein starkes Argument für den Wiederverkauf.
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MG S6 EV gegen Model Y, Enyaq und Co.
Gegen das Tesla Model Y punktet der S6 EV mit mehr Kofferraum, physischen Tasten und der längeren Garantie, das Tesla lädt aber deutlich schneller und hat das bessere Ladenetz. Gegen Skoda Enyaq und VW ID.4 bietet der MG mehr Serienausstattung für das Geld. Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 laden mit 800-Volt-Technik in der halben Zeit.
Wer mehr Platz und Luxus sucht, findet bei MG das größere Flaggschiff-SUV MG S9. Weitere Modelle gibt es in unserer Übersicht der Elektro-SUV aus China.
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Kaufberatung: Heckantrieb oder Allrad?
Für die meisten Käufer ist der Heckantrieb die bessere Wahl: Er ist 4.000 Euro günstiger, kommt 45 km weiter und hat den größeren Frunk. Mit 244 PS ist er ausreichend motorisiert. Den Allradler lohnt sich für Fahrer in schneereichen Regionen, mit Anhänger oder wer die kräftigere Beschleunigung möchte. Wer oft lange Strecken fährt, sollte die Ladezeiten bedenken und Konkurrenten mit schnellerem Laden vergleichen.
- Riesiger Kofferraum mit 674 bis 1.910 Litern plus Frunk
- Umfangreiche Serienausstattung
- Sieben Jahre Garantie
- Fünf Sterne beim Euro NCAP
- Physische Tasten für Klima und Lautstärke
- 1.500 kg Anhängelast
- Langsames Schnellladen mit 144 kW, 38 Minuten für 10–80 %
- Hoher Verbrauch auf der Autobahn
- Lenkung indirekt, Fahrwerk etwas straff
- Unscharfes Head-up-Display
- Rückbanklehne nicht verstellbar
Der MG S6 EV ist ein vernünftiges Familien-SUV mit sehr viel Platz, guter Ausstattung und langer Garantie zu einem fairen Preis. Seine Achillesferse ist das Laden: Wer oft lange Strecken fährt, verliert gegenüber Ioniq 5 oder Model Y viel Zeit. Für Familien, die meist zu Hause laden und den Platz brauchen, ist der S6 EV mit Heckantrieb dagegen eine klare Empfehlung.

