Bild-Quelle: MG Motor
MG Cyberster auf einen Blick
Mit dem Cyberster knüpft MG an seine Roadster-Tradition an – erstmals rein elektrisch. Der 4,54 Meter lange Zweisitzer hat elektrisch öffnende Scherentüren, ein elektrisches Stoffverdeck und eine 77-kWh-Batterie im Unterboden. Gebaut wird er in China von MGs Mutterkonzern SAIC.
Die Bestellungen in Deutschland laufen seit Januar 2025. MG bietet zwei Versionen an: den Trophy mit einem Motor an der Hinterachse und den GT mit zwei Motoren und Allradantrieb. Im Programm von MG ist der Cyberster das emotionale Aushängeschild neben Volumenmodellen wie dem MG4.
| Fahrzeugklasse | Roadster, Elektroauto, 2 Sitze |
| Preis Deutschland | ab 64.990 Euro |
| Batterie | 77 kWh brutto / 74,4 kWh netto |
| Reichweite WLTP | bis 509 km (Trophy) / 444 km (GT) |
| Leistung | 250 kW (340 PS) Heck · 375 kW (510 PS) Allrad |
| 0–100 km/h | 5,0 s (Trophy) / 3,2 s (GT) |
| Laden DC | bis 144 kW, 10–80 % in ca. 38 Minuten |
| Laden AC | 11 kW |
| Länge / Breite / Höhe | 4.535 / 1.913 / 1.329 mm |
| Radstand | 2.690 mm |
| Leergewicht | 1.960 kg (Trophy) / 2.060 kg (GT) |
| Kofferraum | 249 Liter, kein Frunk |
Herstellerangaben für Deutschland, Stand Oktober 2026.
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Preise und Versionen in Deutschland
Der Trophy mit Heckantrieb kostet ab 64.990 Euro, der Allradler GT ab 69.990 Euro. Für 5.000 Euro Aufpreis gibt es also 170 PS mehr und einen Sprint auf 100 km/h, der fast zwei Sekunden schneller ist – dafür sinkt die WLTP-Reichweite um rund 65 Kilometer.
MG gibt immer wieder befristete Rabatte: Bis Ende September 2026 lief etwa ein E-Bonus von 6.000 Euro auch für den Cyberster. Die aktuellen Konditionen sollten Käufer beim Händler erfragen. Weil der Roadster in China gebaut wird, fällt beim Import der EU-Zusatzzoll für SAIC an, der zu den höchsten für chinesische Hersteller zählt.
| Cyberster Trophy (RWD, 340 PS) | ab 64.990 Euro |
| Cyberster GT (AWD, 510 PS) | ab 69.990 Euro |
Unverbindliche Preisempfehlungen für Deutschland, Stand Oktober 2026, ohne Aktionsrabatte.
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Fahrleistungen: Trophy oder GT?
Schon der Trophy ist mit 340 PS und 475 Nm kräftig motorisiert, er sprintet in 5,0 Sekunden auf 100 km/h und fährt bis zu 195 km/h. Der GT legt mit 510 PS und 725 Nm noch einmal deutlich nach: 3,2 Sekunden auf 100 km/h und 200 km/h Spitze. Damit bewegt er sich auf dem Niveau deutlich teurerer Sportwagen.
Beide Versionen wiegen knapp zwei Tonnen, der Cyberster ist also eher ein schneller Gran Turismo als ein leichtfüßiger Roadster. Auf dem Papier ist der Trophy wegen der höheren Reichweite und des geringeren Gewichts die ausgewogenere Wahl.
Reichweite und Laden
Mit 509 km WLTP kommt der Trophy für einen Roadster weit, der GT schafft 444 km. Beim Laden hinkt der Cyberster hinterher: Mit maximal 144 kW dauert ein Ladestopp von 10 auf 80 Prozent rund 38 Minuten. Das ist für ein Auto dieser Preisklasse wenig, 800-Volt-Technik bietet MG hier nicht. An der Wallbox lädt er mit 11 kW.
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Innenraum und Alltag
Innen sitzen Fahrer und Beifahrer tief in Sportsitzen, mehrere Bildschirme umrahmen das Lenkrad. Für den Alltag ist der Cyberster nur eingeschränkt geeignet: Der Kofferraum fasst 249 Liter, einen Frunk unter der Fronthaube gibt es nicht. Für ein Wochenende zu zweit reicht das, für den Großeinkauf kaum.
In China hat MG den Cyberster für das Modelljahr 2026 bereits aufgefrischt, unter anderem mit neuen Farben, elektrischer Lordosenstütze und einem zusätzlichen Windschott. Ob und wann diese Änderungen nach Deutschland kommen, hat MG noch nicht mitgeteilt.
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- Einer der wenigen Elektro-Roadster auf dem Markt
- Scherentüren und elektrisches Verdeck
- Bis zu 510 PS und 3,2 s auf 100 km/h
- Bis zu 509 km WLTP-Reichweite
- Langsames Laden mit maximal 144 kW
- Knapp zwei Tonnen schwer
- Kleiner Kofferraum, kein Frunk
- Hoher EU-Zusatzzoll für SAIC treibt den Preis
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Konkurrenz für den Cyberster
Direkte Konkurrenz hat der Cyberster kaum: Elektrische Roadster sind auf dem deutschen Markt eine Seltenheit. Wer elektrisch offen fahren will, landet fast zwangsläufig bei MG. Einen Überblick über weitere sportliche Stromer aus China gibt unsere Seite zu chinesischen E-Sportwagen.
Der Cyberster ist ein Auto für Herz und Wochenende, nicht für den Langstreckenalltag. Die Fahrleistungen und der Auftritt stimmen, das langsame Laden und das hohe Gewicht sind die Kompromisse. Wer ihn kauft, sollte auf Aktionsrabatte achten – die Listenpreise sind für einen Zweisitzer ohne 800-Volt-Technik ambitioniert.

