Der MG Cyberster ist ein zweisitziger Elektro-Roadster mit elektrischem Stoffverdeck und Scherentüren. In Deutschland gibt es ihn mit Heckantrieb und 340 PS ab 64.990 Euro oder als Allradler mit 510 PS ab 69.990 Euro. Die Reichweite liegt bei bis zu 509 km WLTP. Hier stehen Preise, Versionen, Lade- und Leistungsdaten, Stand Oktober 2026.

MG Cyberster Elektro-Roadster
Der MG Cyberster ist seit Anfang 2025 in Deutschland erhältlich.
Bild-Quelle: MG Motor

MG Cyberster auf einen Blick

Mit dem Cyberster knüpft MG an seine Roadster-Tradition an – erstmals rein elektrisch. Der 4,54 Meter lange Zweisitzer hat elektrisch öffnende Scherentüren, ein elektrisches Stoffverdeck und eine 77-kWh-Batterie im Unterboden. Gebaut wird er in China von MGs Mutterkonzern SAIC.

Die Bestellungen in Deutschland laufen seit Januar 2025. MG bietet zwei Versionen an: den Trophy mit einem Motor an der Hinterachse und den GT mit zwei Motoren und Allradantrieb. Im Programm von MG ist der Cyberster das emotionale Aushängeschild neben Volumenmodellen wie dem MG4.

FahrzeugklasseRoadster, Elektroauto, 2 Sitze
Preis Deutschlandab 64.990 Euro
Batterie77 kWh brutto / 74,4 kWh netto
Reichweite WLTPbis 509 km (Trophy) / 444 km (GT)
Leistung250 kW (340 PS) Heck · 375 kW (510 PS) Allrad
0–100 km/h5,0 s (Trophy) / 3,2 s (GT)
Laden DCbis 144 kW, 10–80 % in ca. 38 Minuten
Laden AC11 kW
Länge / Breite / Höhe4.535 / 1.913 / 1.329 mm
Radstand2.690 mm
Leergewicht1.960 kg (Trophy) / 2.060 kg (GT)
Kofferraum249 Liter, kein Frunk

Herstellerangaben für Deutschland, Stand Oktober 2026.

MG Cyberster Seitenansicht
Lange Haube, kurzes Heck: Der Cyberster zitiert klassische Roadster-Proportionen.
Bild-Quelle: MG Motor

Preise und Versionen in Deutschland

Der Trophy mit Heckantrieb kostet ab 64.990 Euro, der Allradler GT ab 69.990 Euro. Für 5.000 Euro Aufpreis gibt es also 170 PS mehr und einen Sprint auf 100 km/h, der fast zwei Sekunden schneller ist – dafür sinkt die WLTP-Reichweite um rund 65 Kilometer.

MG gibt immer wieder befristete Rabatte: Bis Ende September 2026 lief etwa ein E-Bonus von 6.000 Euro auch für den Cyberster. Die aktuellen Konditionen sollten Käufer beim Händler erfragen. Weil der Roadster in China gebaut wird, fällt beim Import der EU-Zusatzzoll für SAIC an, der zu den höchsten für chinesische Hersteller zählt.

Cyberster Trophy (RWD, 340 PS)ab 64.990 Euro
Cyberster GT (AWD, 510 PS)ab 69.990 Euro

Unverbindliche Preisempfehlungen für Deutschland, Stand Oktober 2026, ohne Aktionsrabatte.

MG Cyberster unterwegs
Der MG Cyberster auf der Straße: zwei Sitze, Stoffverdeck, bis zu 510 PS.
Bild-Quelle: MG Motor

Fahrleistungen: Trophy oder GT?

Schon der Trophy ist mit 340 PS und 475 Nm kräftig motorisiert, er sprintet in 5,0 Sekunden auf 100 km/h und fährt bis zu 195 km/h. Der GT legt mit 510 PS und 725 Nm noch einmal deutlich nach: 3,2 Sekunden auf 100 km/h und 200 km/h Spitze. Damit bewegt er sich auf dem Niveau deutlich teurerer Sportwagen.

Beide Versionen wiegen knapp zwei Tonnen, der Cyberster ist also eher ein schneller Gran Turismo als ein leichtfüßiger Roadster. Auf dem Papier ist der Trophy wegen der höheren Reichweite und des geringeren Gewichts die ausgewogenere Wahl.

Reichweite und Laden

Mit 509 km WLTP kommt der Trophy für einen Roadster weit, der GT schafft 444 km. Beim Laden hinkt der Cyberster hinterher: Mit maximal 144 kW dauert ein Ladestopp von 10 auf 80 Prozent rund 38 Minuten. Das ist für ein Auto dieser Preisklasse wenig, 800-Volt-Technik bietet MG hier nicht. An der Wallbox lädt er mit 11 kW.

MG Cyberster Cockpit
Das Cockpit des Cyberster mit mehreren Bildschirmen rund um das Lenkrad.
Bild-Quelle: MG Motor

Innenraum und Alltag

Innen sitzen Fahrer und Beifahrer tief in Sportsitzen, mehrere Bildschirme umrahmen das Lenkrad. Für den Alltag ist der Cyberster nur eingeschränkt geeignet: Der Kofferraum fasst 249 Liter, einen Frunk unter der Fronthaube gibt es nicht. Für ein Wochenende zu zweit reicht das, für den Großeinkauf kaum.

In China hat MG den Cyberster für das Modelljahr 2026 bereits aufgefrischt, unter anderem mit neuen Farben, elektrischer Lordosenstütze und einem zusätzlichen Windschott. Ob und wann diese Änderungen nach Deutschland kommen, hat MG noch nicht mitgeteilt.

MG Cyberster Mittelkonsole
Die Mittelkonsole des Cyberster.
Bild-Quelle: MG Motor
Stärken
  • Einer der wenigen Elektro-Roadster auf dem Markt
  • Scherentüren und elektrisches Verdeck
  • Bis zu 510 PS und 3,2 s auf 100 km/h
  • Bis zu 509 km WLTP-Reichweite
Schwächen
  • Langsames Laden mit maximal 144 kW
  • Knapp zwei Tonnen schwer
  • Kleiner Kofferraum, kein Frunk
  • Hoher EU-Zusatzzoll für SAIC treibt den Preis
MG Cyberster Heckansicht
Das Heck mit pfeilförmigen Leuchten ist ein Erkennungszeichen des Cyberster.
Bild-Quelle: MG Motor

Konkurrenz für den Cyberster

Direkte Konkurrenz hat der Cyberster kaum: Elektrische Roadster sind auf dem deutschen Markt eine Seltenheit. Wer elektrisch offen fahren will, landet fast zwangsläufig bei MG. Einen Überblick über weitere sportliche Stromer aus China gibt unsere Seite zu chinesischen E-Sportwagen.

Unsere Einschätzung

Der Cyberster ist ein Auto für Herz und Wochenende, nicht für den Langstreckenalltag. Die Fahrleistungen und der Auftritt stimmen, das langsame Laden und das hohe Gewicht sind die Kompromisse. Wer ihn kauft, sollte auf Aktionsrabatte achten – die Listenpreise sind für einen Zweisitzer ohne 800-Volt-Technik ambitioniert.

Was kostet der MG Cyberster in Deutschland?
Der Cyberster Trophy mit Heckantrieb kostet ab 64.990 Euro, der Cyberster GT mit Allradantrieb ab 69.990 Euro.
Wie viel PS hat der MG Cyberster?
Der Trophy hat 250 kW (340 PS), der GT mit zwei Motoren 375 kW (510 PS).
Wie weit kommt der MG Cyberster?
Nach WLTP bis zu 509 km mit Heckantrieb und 444 km mit Allradantrieb. Die Batterie hat 77 kWh brutto.
Wie schnell lädt der MG Cyberster?
Mit maximal 144 kW an der Schnellladesäule, von 10 auf 80 Prozent dauert es rund 38 Minuten. Zu Hause lädt er mit 11 kW.
Hat der MG Cyberster einen Frunk?
Nein. Der Cyberster hat einen Kofferraum mit 249 Litern, unter der Fronthaube gibt es keinen zusätzlichen Stauraum.

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Philipp Wiedmaier
Über den AutorPhilipp WiedmaierGründer & Chefredakteur

Philipp Wiedmaier hat chinaelektro.de 2025 gegründet und verantwortet die Redaktion. Er wertet MIIT-Zulassungsdaten und Herstellerangaben aus und ordnet ein, welche der über 500 erfassten Modelle tatsächlich nach Deutschland kommen – mit Blick auf Preis, Zölle und Marktstart.

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redaktion@chinaelektro.de · LinkedIn