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Was ist der DJI Romo S?
DJI ist vor allem für Drohnen und Kameras bekannt. Mit der Romo-Serie ist der chinesische Hersteller 2025 in den Markt für Saugroboter eingestiegen. Die Serie startete zuerst in Asien und kam am 28. Oktober 2025 nach Deutschland. Die Idee: Die Sensorik, mit der DJI-Drohnen Hindernisse erkennen, soll auch einen Saugroboter sicher durch die Wohnung bringen.
Die erste Generation gibt es in drei Varianten. Roboter, Saugleistung, Sensorik und Akku sind bei allen gleich. Sie unterscheiden sich im Design, in der Ausstattung der Station und im Zubehör. Der Romo S ist die günstigste Variante im klassischen weißen Gehäuse.
| Variante | Romo S · Romo A · Romo P |
| Preisempfehlung zum Start | 1.299 € · 1.599 € · 1.899 € |
| Design | weiß · Roboter halbtransparent · Roboter und Station transparent |
| Gummi-Rollbürste | optional · inklusive · inklusive |
| Zusätze in der Station | automatische Reinigungsmittel-Dosierung · zusätzlich Fach für Geruchsentferner · zusätzlich Bodenduft und UV-Behandlung des Staubbeutels |
Stand 14.10.2026. Preisempfehlungen von DJI zum Deutschlandstart, im Handel oft deutlich günstiger.
- Bis 25.000 Pa Saugleistung
- Fisheye-Kameras und Solid-State-LiDAR, Kabel ab 2 mm
- Station mit Absaugung, Heißwasser-Moppwäsche und Trocknung
- Über 3 Stunden Laufzeit (Herstellerangabe)
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Technische Daten des DJI Romo S
Die Herstellerangaben, die für alle drei Varianten der ersten Generation gelten.
| Modell | DJI Romo S |
| Marktstart Deutschland | 28. Oktober 2025 |
| Saugleistung | bis 25.000 Pa, Luftstrom bis 20 l/s |
| Navigation | zwei Fisheye-Kameras, Solid-State-LiDAR |
| Hinderniserkennung | Kabel ab 2 mm, bei mindestens 0,1 Lux Umgebungslicht |
| Schwellen | Erkennung ab 15 mm |
| Wischen | zwei rotierende Mopps, Anhebung um 20 mm auf Teppich |
| Akku | 5.000 mAh (72 Wh) |
| Laufzeit | über 3 Stunden |
| Ladezeit | ca. 2,5 Stunden, 55 W |
| Station | Absaugung, Moppwäsche mit Heißwasser, Trocknung |
| Tanks Station | Frischwasser 4 l, Abwasser 3,2 l, Staubbeutel 2,4 l |
| Staubbehälter Roboter | 260 ml |
| Wartungsintervall | bis 200 Tage ohne Eingriff (Herstellerangabe) |
| Lautstärke Station | ca. 40 dB(A) beim Trocknen, ca. 65 dB(A) beim Absaugen |
| Maße Roboter | ca. 35 × 35 × 9,8 cm |
| Maße Station | ca. 45 × 44 × 43 cm (B × H × T) |
| Gewicht | Roboter 4,4 kg, Station ca. 10 kg |
| Wasseranschluss | nein, Tanks werden von Hand befüllt |
Stand 14.10.2026. Herstellerangaben für die Romo-Serie der ersten Generation.
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Navigation mit Drohnentechnik
Für die Orientierung nutzt der Romo zwei Fisheye-Kameras und einen Solid-State-LiDAR. Die Kameras sehen wie zwei Augen räumlich, der LiDAR misst Entfernungen per Laser. Einen klassischen LiDAR-Turm auf der Oberseite gibt es nicht. Der Roboter ist dadurch nur knapp zehn Zentimeter hoch und kommt unter viele Sofas, Betten und Schränke.
Laut DJI erkennt der Romo Kabel ab zwei Millimetern Dicke und Schwellen ab 15 Millimetern. Im Test des baugleichen Romo P umfuhr er Schuhe, Kabel und Stuhlbeine zuverlässig, ohne sie zu berühren. Eine Einschränkung gibt es: Die Kamera-Erkennung braucht etwas Licht, DJI nennt mindestens 0,1 Lux. In völlig dunklen Räumen arbeitet die Hinderniserkennung schlechter. Wer nachts saugen lässt, sollte ein schwaches Licht anlassen.
Beim ersten Start fährt der Roboter die Wohnung ab und erstellt eine Karte. Danach erkennt er Räume, die man in der App benennen, teilen oder zusammenlegen kann.
Saugen, Wischen und Teppiche
Mit bis zu 25.000 Pascal gehörte der Romo beim Marktstart zu den stärkeren Saugrobotern. Auf Hartböden saugt und wischt er sehr gründlich, auch an Kanten und in Ecken, weil Seitenbürste und Mopp seitlich ausfahren. Zwei rotierende Mopps wischen den Boden, die Station gibt bei Bedarf automatisch Reinigungsmittel ins Wasser.
Auf Teppich erkennt der Romo den Untergrund und hebt die Mopps um 20 Millimeter an. Das reicht für normale Teppiche, bei hochflorigen Teppichen nicht immer. Schwellen über 20 Millimeter sind ein Problem. Auf Teppich saugt er gut, an spezialisierte Teppich-Sauger kommt er nicht heran.
Ein Nachteil im Alltag: Die Mopps lassen sich nicht in der Station zurücklassen. Wer empfindliche Böden wie unversiegeltes Parkett nur saugen will, muss sie vorher abnehmen.
Haushalte mit Haustieren
Für Tierhaare ist die Gummi-Rollbürste die bessere Wahl, weil sich Haare darin weniger verwickeln als in einer Borstenbürste. Bei Romo A und Romo P liegt sie bei, beim Romo S ist sie optionales Zubehör. Wer Hund oder Katze hat, sollte sie gleich mitbestellen. Die gute Hinderniserkennung hilft außerdem, Futternäpfe und Spielzeug zu umfahren.
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Die Station: Absaugen, Waschen, Trocknen
Nach jeder Runde saugt die Station den 260-Milliliter-Staubbehälter des Roboters in einen 2,4-Liter-Beutel ab. Die Mopps werden mit heißem Wasser gewaschen und anschließend getrocknet, damit sie nicht muffig riechen. Auch der Staubbehälter wird getrocknet.
Frischwasser kommt aus einem 4-Liter-Tank, Schmutzwasser landet in einem 3,2-Liter-Tank. Einen festen Wasseranschluss gibt es nicht, beide Tanks müssen von Hand gefüllt und geleert werden. Wie oft, hängt von Wohnungsgröße und Wischhäufigkeit ab. Den Staubbeutel muss man laut DJI bis zu 200 Tage lang nicht wechseln.
Mit rund 45 Zentimetern Breite und Höhe und zehn Kilogramm braucht die Station einen festen Platz mit Steckdose. Davor sollte etwas Freiraum bleiben, damit der Roboter gerade andocken kann. Beim Absaugen wird es mit rund 65 Dezibel kurz laut, beim Trocknen ist sie mit 40 Dezibel kaum hörbar.
App und Bedienung
Gesteuert wird der Romo über die DJI-Home-App. Die wichtigsten Funktionen:
- Karten bearbeiten, Räume benennen, teilen und zusammenlegen
- Sperrzonen und virtuelle Wände
- Saugstärke, Wassermenge und Reinigungshäufigkeit pro Raum
- Zeitpläne für automatische Reinigungen
- Live-Video über die Kamera, um aus der Ferne nach dem Rechten zu sehen
Zum Testzeitpunkt Ende 2025 gab es noch keine Sprachsteuerung auf Deutsch, und die Einbindung in Alexa und Google Home war nicht vollständig. Ob DJI das per Update nachgeliefert hat, sollte man vor dem Kauf in der App-Beschreibung prüfen.
Kamera und Datenschutz
Die Kameras dienen in erster Linie der Navigation. Über die App lässt sich aber auch ein Live-Bild abrufen. Genau diese Funktion wurde im Februar 2026 zum Thema: Ein Nutzer, der seinen Romo mit einem Spiele-Controller steuern wollte, stellte fest, dass DJIs Server den Zugangsschlüssel eines einzelnen Roboters für Daten fast aller rund 7.000 damals aktiven Romo-Geräte akzeptierten. Betroffen waren unter anderem Mikrofon, Lautsprecher und Raumkarten, über die IP-Adresse ließ sich der ungefähre Standort ermitteln.
DJI hat die Lücke am 11. Februar 2026 auf den Servern geschlossen. Nutzer mussten dafür nichts tun. Der Fall zeigt aber, dass vernetzte Kameras im Haushalt ein Risiko bleiben. Wer die Live-Video-Funktion nicht braucht, sollte sie in der App deaktiviert lassen.
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Romo S oder Romo 2?
DJI hat auf der IFA am 3. September 2026 die zweite Generation vorgestellt, verkauft wird sie seit dem 9. September. Statt drei gibt es nur noch zwei Varianten, Romo A2 und Romo P2. Die wichtigsten Neuerungen:
| Merkmal | Romo S (1. Generation) · Romo A2 / P2 |
| Preisempfehlung | 1.299 € · 1.199 € / 1.299 € |
| Saugleistung | 25.000 Pa · 36.000 Pa |
| Hindernisse überwinden | Schwellen bis ca. 20 mm problematisch · zweistufig bis 8,5 cm |
| Wischen | Mopp fährt seitlich aus · zusätzlich ausfahrbarer, schwenkbarer Wischarm, auch unter Möbel |
| Lautstärke | – · leiser durch bessere Dämmung |
Herstellerangaben. Preisempfehlung Romo P2 für die Version mit Wassertank.
Der Romo 2 ist auf dem Papier in fast allen Punkten besser und kostet laut Preisempfehlung nicht mehr. Der Romo S lohnt sich deshalb nur noch, wenn er deutlich günstiger angeboten wird als die neue Generation. Ein Nachteil der Romo-2-Generation: Reinigungsmittel gibt es nur noch in DJI-Kartuschen.
Für wen sich der Romo S eignet
Der Romo S passt, wenn du
- viel Hartboden hast, etwa Fliesen, Vinyl oder versiegeltes Parkett,
- Kabel, Spielzeug oder Schuhe am Boden liegen hast,
- Haustiere hast und die Gummi-Rollbürste dazukaufst,
- einen Saugroboter mit Wischfunktion und Heißwasser-Station suchst und ihn deutlich unter der Preisempfehlung bekommst.
Er passt nicht, wenn du
- viele hochflorige Teppiche oder Türschwellen über zwei Zentimeter hast,
- einen festen Wasseranschluss für die Station willst,
- keine Kamera im Haushalt möchtest,
- zum gleichen Preis den neueren Romo 2 bekommen kannst.
Für Fenster gibt es mit dem ECOVACS Winbot W2S Omni einen passenden Putzroboter, weitere Angebote stehen in unserer Rubrik Deals. Von DJI haben wir außerdem die Vlogging-Kamera DJI Osmo Pocket 3 vorgestellt.
Pflege und Verbrauchsmaterial
Auch mit Station fällt etwas Pflege an. Regelmäßig zu tun sind: Frischwasser nachfüllen, Schmutzwasser leeren und den Tank ausspülen, Haare aus Haupt- und Seitenbürste entfernen, den Filter ausklopfen und die Sensoren mit einem trockenen Tuch abwischen. Mit der Zeit müssen Staubbeutel, Mopp-Pads, Filter und Bürsten ersetzt werden. Bei DJI gibt es dafür Reinigungssets, die beim Kauf teils für die ersten Monate beiliegen. Welche Teile im eigenen Angebot enthalten sind, sollte man vor dem Kauf prüfen.
Stärken: sehr gute Navigation und Hinderniserkennung, starke Saugleistung auf Hartböden, Station mit Heißwasserwäsche und Trocknung, flache Bauweise, gründlich an Kanten.
Schwächen: kein Wasseranschluss, Probleme mit hochflorigen Teppichen und hohen Schwellen, Mopps bleiben immer am Roboter, Sicherheitslücke vom Februar 2026. Der Romo 2 bietet inzwischen mehr zum gleichen Listenpreis.


