BMW und das chinesische Software-Haus Momenta bringen 2026 eine neue China-Edition des iX3 auf die Straße – mit intelligentem Fahrassistenten und KI-gestützter Sprachbedienung. Für deutsche Kund:innen ist das ein wichtiger Ausblick: Viele der Funktionen könnten später auch in europäischen iX3-Varianten landen.

Momenta

Neuer BMW iX3 aus China soll ab 2026 mit Momenta-Assistenzsystem starten.
Bild-Quelle: Momenta

BMW schärft sein Elektro-SUV-Programm in China nach: Eine neue Generation des BMW iX3 wird dort ab 2026 gebaut und erhält erstmals ein gemeinsam mit Momenta entwickeltes Fahrassistenz-System. Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie intensiv deutsche und chinesische Teams inzwischen an Software-Fahrfunktionen zusammenarbeiten.

Laut chinesischen Berichten wird das System zunächst im China-Modell des neuen iX3 eingeführt und soll später auf weitere Baureihen ausgeweitet werden. Entwickelt und getestet wird an mehreren Standorten gleichzeitig – unter anderem in Beijing, Shanghai, Shenyang und Nanjing, wo Testflotten bereits im Alltag unterwegs sind.

Was bringt das System für Fahrer:innen?

Das Paket umfasst eine Reihe von Funktionen, die wir in Europa teilweise schon kennen, aber in China stärker auf dichten Stadtverkehr und lange Autobahnstrecken zugeschnitten sind:

  • „Pilot-Fahrten“ auf Schnellstraßen mit automatischem Spurhalten, Abstandsregelung und Spurwechsel-Vorschlägen

  • Stau-Assistent für Stop-and-Go-Situationen

  • Verbesserte Umfelderkennung dank hochauflösender Kameras und zusätzlicher Sensorik

  • Ein lernendes Verhaltensmodell, das sich an lokale Fahrgewohnheiten anpasst

Parallel dazu soll die Sprachbedienung auf Basis großer Sprachmodelle deutlich natürlicher werden. Bereits angekündigt ist, dass BMW seine Sprachassistenz mit KI-Technologie auffrischt; in China dürfte dieser Schritt besonders früh sichtbar werden.

Für den Alltag bedeutet das: weniger Hantieren mit Touch-Menüs, mehr „Sag es dem Auto“ – zum Beispiel für Navi-Ziele, Klimasteuerung oder Entertainment. Dazu kommt eine Assistenz, die nicht mehr nur reagiert, sondern aktiv Vorschläge macht („Ausfahrt in 2 km, Spurwechsel vorbereiten?“).

Design, Raumgefühl, Reichweite

Parallel zur neuen Technik erhält der iX3 in China ein überarbeitetes Design: markanterer Kühlergrill, geschärfte Scheinwerfer-Signatur, sportlichere Schürzen. China-Medien betonen die Mischung aus klassischen BMW-Elementen (Proportionen, Fahrstellung) und einer modernisierten Front mit neuer Interpretation der Doppelniere.

Beim Innenraum ist von einem aufgeräumten Cockpit mit großem, leicht gebogenem Display-Verbund und hochwertiger Materialauswahl die Rede. Wichtige Bedienelemente – Fahrmodi, Lautstärke, Klimaschnellzugriff – bleiben weiterhin über physische Tasten oder Drehregler erreichbar, was vor allem langjährige BMW-Fans freuen dürfte.

Zu Akku- und Antriebsdaten kursieren in China Zielgrößen, die je nach Variante Reichweiten von bis zu rund 900 km nach CLTC ermöglichen sollen. Diese Zahl ist erfahrungsgemäß optimistischer als die spätere WLTP-Angabe, zeigt aber, dass BMW die Effizienz deutlich steigern will. Für europäische Kund:innen wären daraus grob 550–650 km WLTP denkbar – abhängig von Akku-Kapazität, Reifen und Ausstattung.

Relevanz für Deutschland & Europa

Auch wenn diese Edition zunächst für den chinesischen Markt angekündigt ist, spricht vieles dafür, dass der neue Technik-Baukasten mittel- bis langfristig auch nach Europa kommt:

  • BMW will bei Fahrerassistenz und Sprach-KI global ein einheitliches Erlebnis anbieten – Anpassungen betreffen eher Regelwerke und Karten, nicht die Kernfunktionen.

  • Je mehr Praxiserfahrung in China gesammelt wird, desto reifer ist das System beim Rollout in EU-Modellen.

  • Für deutsche Kund:innen steigt die Chance auf komfortable Langstrecken-Assistenz, etwa für Autobahnfahrten mit adaptiver Spurführung und intelligenter Empfehlung von Lade-Stops.

Kurz gesagt: Der neue iX3 aus China ist ein Testfeld und Beschleuniger für Funktionen, die in wenigen Jahren auch in europäischen Elektro-BMWs Alltag sein können.

Bundestag verlängert Steuerbefreiung für E-Autos bis 2035

Der Bundestag hat entschieden: Elektroautos bleiben bis Ende 2030 erstmals zulassungs- und bis maximal Ende 2035 steuerfrei. Damit steigen die Kaufanreize erneut – was chinesischen E-Auto-Marken in Deutschland und Europa einen Vorteil verschafft.E-Autos bleiben länger...

GWM plant Europas erstes Werk – 300.000 Autos/Jahr bis 2029

Great Wall Motor (GWM) prüft aktuelle Standorte in Europa für sein erstes europäisches Werk und peilt bis 2029 eine Produktion von 300.000 Autos pro Jahr an – darunter E-Autos, Hybride und klassische Modelle. Damit steigt auch das Angebot chinesischer Hersteller auf...

Zeekr erweitert 7X-Konfigurator: Neuer Zubehörbereich jetzt in Deutschland verfügbar

Nur wenige Tage nach dem offiziellen Bestellstart des Zeekr 7X in Deutschland hat der Hersteller überraschend den Konfigurator um einen eigenen Bereich für Original-Zubehör erweitert. Käufer können damit erstmals direkt bei der Fahrzeugbestellung praktisches Lade-,...

E-Autos dominieren Europas Neuzulassungen – Verbrenner auf dem Rückzug

Eine aktuelle Auswertung zeigt: Elektroautos, Plug-in-Hybride und Hybride machen in Europa inzwischen über 60 % aller Neuzulassungen aus — ein klares Signal, dass E-Mobilität Mainstream geworden ist.Laut Marktstatistik entfallen über 60 % der Neuzulassungen auf EVs...

Deutsche Tesla-Zulassungen sinken um 20 % – chinesische Marken profitieren weiter

Die deutschen Tesla-Neuzulassungen sind im November stark zurückgegangen. Gleichzeitig legen mehrere chinesische Marken in Europa weiter zu — ein fortlaufender Trend des Jahres 2025. Teslas Neuzulassungen sinken um 20 % - China-Marken profitieren.Bild-Quelle:...

Changan plant mit Avatr und Nevo den Einstieg nach Europa in den nächsten zwei Jahren

Changan kündigt an, seine Elektromarken Avatr und Nevo innerhalb der nächsten zwei Jahre nach Europa zu bringen. Das könnte den Markt für preis- und reichweitenbewusste Käufer in Deutschland deutlich verändern.Changan will mit Avatr (Premium-E-Fahrzeuge) und Nevo...

EU prüft Abschaffung der Zölle auf China-EVs von VW & Co.

Die Europäische Kommission überprüft aktuell, ob die Strafzölle auf in China gebaute Elektroautos — u.a. von Volkswagen — durch eine Mindestpreis-Regelung ersetzt werden können. Für deutsche Käufer könnten sich daraus niedrigere Preise ergeben.Die EU beginnt die...

China setzt auf Bulgarien als E-Auto-Drehscheibe für Europa

In Sofia entsteht gerade ein stiller, aber wichtiger Knotenpunkt der chinesischen Autoindustrie. Bulgarien entwickelt sich zum Montage- und Entwicklungshub für chinesische Hersteller – mit direktem Einfluss auf Preise, Verfügbarkeit und Service chinesischer E-Autos in...

Zeekr 7X: Start in Deutschland mit Fokus auf Firmenkunden – doch Privatpersonen können bereits bestellen

Zeekr startet mit dem neuen Elektro-SUV 7X offiziell in Deutschland, doch der Markteintritt verläuft anders als bei vielen anderen Herstellern: Der Fokus liegt zum Start klar auf Flottenkunden, Dienstwagenfahrern und Unternehmensleasing. Mehrere Hinweise aus dem Markt...

EU hat Kapazität für 4,6 Mio. EV pro Jahr – droht Nachfrage-Überangebot?

Europa kann derzeit rund 4,6 Mio. Elektroautos pro Jahr produzieren — mehr als doppelt so viele, wie der Markt aktuell nachfragt. Für Verbraucher bedeutet das: mögliche Preisvorteile, aber auch unsichere Marktbedingungen.Die EU kann mehr als doppelt so viele E-Autos...