BYD verkauft im September 463.561 Autos (+17 %), so viele reine E-Autos wie nie.
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BYD im September: Bester Monat 2026 und Rekord bei Elektroautos
BYD hat im September 463.561 Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge verkauft. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 5,3 Prozent mehr als im August – der höchste Monatswert des Jahres. Es ist der fünfte Monat in Folge mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr und der siebte in Folge mit einem Plus gegenüber dem Vormonat. Nach einem schwachen Jahresbeginn hat sich der weltgrößte Elektroautobauer damit klar gefangen.
Treiber sind die reinen Elektroautos. Mit 273.143 Einheiten verkaufte BYD so viele Elektro-Pkw wie nie zuvor, ein Plus von 33 Prozent. Die Plug-in-Hybride gingen dagegen leicht um 2,4 Prozent auf 183.570 Fahrzeuge zurück. Damit sind inzwischen knapp 60 Prozent der verkauften BYD-Pkw reine Elektroautos. Hinzu kamen 6.848 Nutzfahrzeuge, mehr als doppelt so viele wie vor einem Jahr.
Besonders stark legt das Auslandsgeschäft zu. 180.700 Fahrzeuge verkaufte BYD im September außerhalb Chinas, 154 Prozent mehr als vor einem Jahr; gegenüber dem Rekordmonat August war es ein leichter Rückgang um 4,6 Prozent. Knapp 39 Prozent des gesamten Absatzes gehen damit inzwischen ins Ausland. Im dritten Quartal kam BYD auf 1,32 Millionen Fahrzeuge (+18,8 Prozent) und wuchs damit erstmals seit Längerem wieder auf Quartalsbasis. Nach neun Monaten liegt der Absatz mit 3,13 Millionen allerdings noch knapp 4 Prozent unter dem Vorjahr.
| Absatz September | 463.561 (+17,0 % z. Vorjahr, +5,3 % z. Vormonat) |
|---|---|
| Elektro-Pkw | 273.143 (+33,2 %) – Rekord |
| Plug-in-Hybrid-Pkw | 183.570 (−2,4 %) |
| Nutzfahrzeuge | 6.848 (+113 %) |
| Ausland | 180.700 (+154 %), 39 % des Absatzes |
| Drittes Quartal | 1.323.065 (+18,8 %) |
| Januar–September | 3.131.576 (−3,9 %) |
| Auslandsziel 2026 / 2027 | 1,9–2,0 Mio. / über 2,5 Mio. |
| Deutschland (August, KBA) | 5.256 Neuzulassungen, 2,5 % Marktanteil |
Weltweite Absatzzahlen nach Herstellerangaben; Neuzulassungen in Deutschland nach KBA. Diese Einordnung ist eine journalistische Analyse und keine Anlageberatung.
Was das für den deutschen Markt bedeutet
In Deutschland ist BYD längst kein Exot mehr. Im August wurden hierzulande 5.256 BYD neu zugelassen, ein Plus von 372 Prozent und ein Marktanteil von 2,5 Prozent – deutlich mehr als bei Tesla mit 3.034 Neuzulassungen. Auffällig ist der hohe Anteil an Plug-in-Hybriden: Nur gut die Hälfte der deutschen BYD-Zulassungen im August waren reine Elektroautos. Der Grund liegt im Zoll. Auf in China gebaute Elektroautos von BYD fallen in der EU insgesamt 27 Prozent Zoll an, Plug-in-Hybride sind vom Sonderzoll ausgenommen.
Der nächste Schritt steht kurz bevor: Im ungarischen Werk Szeged soll zum Jahresende die Montage anlaufen. In Europa gebaute Elektroautos unterliegen nicht dem Sonderzoll, was BYD bei Preisen und Lieferzeiten mehr Spielraum gibt. Mit dem angehobenen Auslandsziel von bis zu 2 Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr und über 2,5 Millionen im nächsten ist klar, dass BYD in Europa weiter aggressiv wachsen will. Für deutsche Käufer heißt das: mehr Modelle, mehr Händler und weiter starker Wettbewerb bei den Preisen.
BYD hat die Schwächephase vom Jahresanfang hinter sich gelassen, und zwar mit einer klaren Strategie: mehr Elektroautos, mehr Export. Der Heimatmarkt bleibt schwierig, das Wachstum kommt aus dem Ausland. Europa spielt dabei eine Schlüsselrolle, und mit der Fertigung in Ungarn rückt BYD dem deutschen Markt noch näher. Diese Einordnung ist keine Anlageberatung.

