Bild-Quelle: Segway
Was ist das Segway Muxi?
Segway, seit 2015 Teil des chinesischen Ninebot-Konzerns, hat das Muxi im Januar 2026 auf der CES in Las Vegas vorgestellt, zusammen mit dem Pendler-E-Bike Myon und dem Elektro-Dirtbike Xaber 300. Seit März 2026 ist es in den USA erhältlich.
Das Muxi ist ein sogenanntes Utility- oder Shorttail-E-Bike: kompakt wie ein Stadtrad, aber mit stabilem Gepäckträger, optionalem Beifahrer-Kit und Körben vorne und in der Mitte. Es soll in der Stadt kurze Autofahrten ersetzen, etwa zum Einkaufen, zur Kita oder zum Bahnhof. Der tiefe Durchstieg macht das Auf- und Absteigen auch mit Gepäck leicht.
- E-Scooter mit deutscher Straßenzulassung, 20 km/h
- 597-Wh-Akku, bis 80 km Reichweite (Herstellerangabe)
- Federung vorne und hinten, Scheibenbremsen
- Selbstabdichtende 11-Zoll-Reifen, max. 130 kg
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Technische Daten des Segway Muxi
Die Herstellerdaten für die US-Version.
| Modell | Segway Muxi |
| Preis USA | 1.699 USD |
| Marktstart USA | März 2026 |
| Fahrzeugklasse USA | E-Bike Klasse 1 oder 2 |
| Motor | 750 W Nennleistung, 80 Nm, Direktantrieb im Hinterrad |
| Höchstgeschwindigkeit | 32 km/h (20 mph) per Tretunterstützung und Gasgriff |
| Sensor | Trittfrequenzsensor |
| Akku | 717 Wh, 48 V |
| Reichweite | bis 129 km (80 Meilen) |
| Ladezeit | ca. 6,5 Stunden |
| Gewicht | 33 kg |
| Max. Fahrergewicht | 120 kg |
| Gepäckträger | bis 55 kg, Frontkorb bis 15 kg |
| Beifahrer | optionales Kit, Beifahrer bis ca. 54 kg |
| Räder | 20 Zoll, 3 Zoll breit |
| Federung | keine, starre Gabel |
| Antrieb | Single-Speed mit Kette, ohne Schaltung |
| Bremsen | hydraulische Scheibenbremsen, Zweikolben, 180 mm |
| Assistenz | Traktionskontrolle, Bergabfahrhilfe, Berganfahrhilfe, Energierückgewinnung |
| Licht | Scheinwerfer 600 Lumen, Rücklicht mit Bremslicht, keine Blinker |
| Display | TFT, wasserfest, automatische Helligkeit |
| Vernetzung | Segway-App, GPS, Apple „Wo ist?“, Updates per Funk |
| Schutzklasse | IPX5 (Rad), IPX7 (Akku) |
| Maße | 169,3 × 74,1 × 111,5 cm |
Stand 14.10.2026. Herstellerangaben für die USA, Umrechnungen gerundet.
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Antrieb: viel Kraft, keine Schaltung
Der Direktantrieb im Hinterrad leistet 750 Watt und bis zu 80 Newtonmeter. Das ist das Dreifache dessen, was ein deutsches Pedelec dauerhaft leisten darf. Eine Gangschaltung gibt es nicht, das Muxi fährt mit einem einzigen Gang und Kette. Bei dieser Motorkraft reicht das in der Stadt. Gemessen wird die Trittfrequenz, nicht die Trittkraft. Die Unterstützung setzt also ein, sobald man pedaliert, unabhängig davon, wie stark.
In der US-Klasse 2 lässt sich das Muxi auch per Gasgriff ohne Treten fahren, bis 32 km/h. Eine Energierückgewinnung lädt den Akku beim Bremsen leicht nach.
Akku, Reichweite und Laden
Der 717-Wh-Akku ist größer als bei den meisten Stadträdern. Segway nennt bis zu 129 Kilometer. Dieser Wert gilt für sparsame Fahrweise mit Tretunterstützung. Mit Gasgriff, Beifahrer oder vollem Gepäckträger ist es deutlich weniger. Eine volle Ladung dauert rund 6,5 Stunden. Der Akku ist nach IPX7 gegen Wasser geschützt.
Zuladung und Zubehör
Das Muxi ist auf Transport ausgelegt. Der Gepäckträger trägt bis zu 55 Kilogramm, der Frontkorb bis zu 15 Kilogramm. Mit dem optionalen Beifahrer-Kit kann ein Kind oder leichter Erwachsener bis rund 54 Kilogramm mitfahren. Weiteres Zubehör: ein Korb in der Rahmenmitte, Schutzbleche, ein Rückspiegel, eine absenkbare Sattelstütze und ein Rückfahrradar, das von hinten nahende Fahrzeuge meldet. Schutzbleche sind beim Muxi nicht serienmäßig.
Bremsen, Assistenz und Sicherheit
Gebremst wird hydraulisch mit Zweikolben-Sätteln und 180-Millimeter-Scheiben an beiden Rädern. Für ein E-Bike ungewöhnlich sind die Assistenzsysteme: Die Traktionskontrolle ist ab Werk aktiv und verhindert durchdrehende Räder auf nassem Laub oder Kopfsteinpflaster. Die Bergabfahrhilfe hält das Tempo an steilen Abfahrten konstant, die Berganfahrhilfe verhindert das Zurückrollen am Hang. Beide lassen sich in der App einschalten.
Der Scheinwerfer leistet 600 Lumen, das Rücklicht leuchtet beim Bremsen heller. Blinker hat das Muxi nicht, erst das Muxi Pro.
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App, Ortung und Abo
Über die Segway-App lassen sich Einstellungen ändern, Assistenzsysteme schalten und Updates per Funk einspielen. Das Muxi lässt sich per GPS und Apple „Wo ist?“ orten. Die Cloud-Dienste sind im ersten Jahr kostenlos, danach kosten sie ein Abo. Segway betont, dass die Ortung eine Komfortfunktion ist und keinen Diebstahlschutz garantiert. Ein gutes Schloss bleibt Pflicht.
Muxi oder Muxi Pro?
Im September 2026 hat Segway das Muxi Pro nachgeschoben. Es richtet sich an dieselbe Zielgruppe, bringt aber eine Schaltung und mehr Ausstattung mit:
| Merkmal | Muxi · Muxi Pro |
| Motor | 750 W, 80 Nm · 750 W, 80 Nm |
| Akku | 717 Wh · 716 Wh |
| Reichweite | bis 129 km · bis 117 km |
| Höchstgeschwindigkeit | 32 km/h · 45 km/h |
| Schaltung | keine · 9 Gänge, automatisch |
| Federung | keine · Federgabel 70 mm |
| Blinker | nein · ja |
| Schutzbleche | optional · serienmäßig |
| Gewicht | 33 kg · 37,3 kg |
| Max. Gesamtlast | Fahrer 120 kg · Fahrer 120 kg, gesamt 190 kg |
Herstellerangaben für die USA.
Darf man das Muxi in Deutschland fahren?
Auf öffentlichen Straßen nicht. Mit 750 Watt Nennleistung, Gasgriff und 32 km/h fällt das Muxi aus der Pedelec-Klasse heraus, für die in Deutschland 250 Watt, 25 km/h und Unterstützung nur beim Treten gelten. Für ein S-Pedelec bräuchte es eine EU-Typgenehmigung, die die US-Version nicht hat.
| Fahrzeugklasse | Grenzen · Voraussetzungen |
| Pedelec | Unterstützung nur beim Treten bis 25 km/h, max. 250 W Nennleistung, Anfahrhilfe bis 6 km/h · kein Führerschein, keine Versicherung |
| S-Pedelec | Unterstützung bis 45 km/h, max. 4 kW · EU-Typgenehmigung, Versicherungskennzeichen, Führerschein Klasse AM, Helm |
| Segway Muxi (US-Version) | 750 W, Gasgriff, 32 km/h, keine EU-Typgenehmigung · keine Zulassung möglich |
Vereinfachte Übersicht der deutschen Fahrzeugklassen.
Eine Europa-Version hat Segway nicht angekündigt. Das Muxi Pro mit 45 km/h wäre in Deutschland als S-Pedelec einzuordnen, bräuchte dafür aber ebenfalls eine Typgenehmigung, Versicherungskennzeichen und Führerschein. Ein importiertes Muxi darf hier nur auf Privatgelände fahren.
Muxi, City-E-Bike oder E-Scooter?
Gegenüber einem klassischen City-E-Bike bietet das Muxi mehr Zuladung, einen größeren Akku und Assistenzsysteme. Dafür ist es mit 33 Kilogramm schwerer, hat keine Schaltung und in Deutschland keine Zulassung. Ein in Europa verkauftes Lasten- oder Kompakt-Pedelec ist hier die legale Alternative.
Gegenüber einem E-Scooter ist das Muxi auf schlechten Straßen deutlich stabiler, trägt mehr und fährt weiter. Ein E-Scooter wie der Segway Max G3 D ist dafür klappbar, deutlich leichter und in Deutschland mit Versicherungskennzeichen zugelassen.
Für wen das Muxi gedacht ist
In den USA passt es, wenn du
- in der Stadt Einkäufe, Kinder oder Gepäck transportierst,
- kurze Autofahrten ersetzen willst,
- ein leicht zugängliches Rad mit tiefem Einstieg suchst.
Es passt nicht, wenn du
- in Deutschland legal auf der Straße fahren willst,
- lange, bergige Strecken mit Schaltung fahren musst,
- ein leichtes Rad suchst, das man in den Keller trägt.
Weitere Moto- und Trekking-Räder von Segway sind der Segway Xyber Air und der Segway Xafari. Alle Fahrzeuge der Marke stehen unter Segway Ninebot, weitere Räder bei den chinesischen E-Bikes.
Stärken: hohe Zuladung, großer Akku, tiefer Durchstieg, Traktionskontrolle und Bergabfahrhilfe, starke Scheibenbremsen, Ortung per GPS und Apple „Wo ist?“.
Schwächen: in Deutschland nicht zulassungsfähig, keine Schaltung, keine Federung, keine Blinker, 33 kg, Cloud-Dienste nach einem Jahr im Abo.


