Xpeng hat seinem Robotaxi am 8. Oktober 2026 einen Namen gegeben: Xpeng Yoyo. Basis ist das Flaggschiff-SUV GX, ausgelegt auf Level 4 und rein kamerabasiert – ohne LiDAR und ohne hochauflösende Karten. Fahrten ohne Sicherheitsfahrer sind für 2027 geplant, auch mit internationalen Partnern.

Xpeng Yoyo

Xpeng nennt sein Robotaxi Yoyo: Level-4-Auslegung auf GX-Basis, nur Kameras, 3.000 TOPS. Fahrten ohne Sicherheitsfahrer sind für 2027 geplant.
Bild-Quelle: Xpeng

Xpeng Yoyo: eigene Marke für autonome Fahrdienste

Die Ankündigung kam über Xpengs offiziellen Weibo-Kanal. Mit „Yoyo“ bekommt das Robotaxi-Geschäft eine eigene Marke. Der chinesische Name soll ein entspanntes, unbeschwertes Fahrerlebnis vermitteln, der englische Name sei weltweit leicht auszusprechen – Xpeng bezeichnet ihn ausdrücklich als ersten Schritt zur Internationalisierung.

Wann und wo Yoyo den öffentlichen Betrieb aufnimmt und mit wie vielen Fahrzeugen, hat Xpeng nicht gesagt. Bislang laufen interne Testfahrten mit Passagieren in Guangzhou.

Technik: Level 4 ohne LiDAR, vier Turing-Chips mit 3.000 TOPS

Das Robotaxi basiert auf dem Xpeng GX, dem großen Flaggschiff-SUV der Marke. Anders als viele Wettbewerber verzichtet Xpeng auf LiDAR-Sensoren und hochauflösende Karten: Das System arbeitet nur mit Kameras.

Rechenleistung liefern vier selbst entwickelte Turing-KI-Chips mit zusammen 3.000 TOPS effektiver Leistung. Die Fahrentscheidungen trifft das Vision-Language-Action-Modell VLA 2.0 der zweiten Generation. Eine Cloud-Plattform zur Fernübernahme ist laut Xpeng fertig. Nach Angaben von Firmenchef He Xiaopeng haben die Serien-Robotaxis bereits mehr als 2.000 interne Testfahrten in Guangzhou absolviert.

NameXpeng Yoyo
BasisfahrzeugXpeng GX
AuslegungLevel 4
Sensoriknur Kameras, kein LiDAR, keine HD-Karten
Rechenleistung4 Turing-Chips, 3.000 TOPS
KI-ModellVLA 2.0
Interne Testfahrtenüber 2.000 in Guangzhou
Serienfahrzeug vom BandMai 2026
Testfahrten mit Fahrgästenseit Juli 2026 (intern)
Betrieb ohne Sicherheitsfahrergeplant ab 2027
Start in Europanicht angekündigt

Stand 8. Oktober 2026. Angaben von Xpeng.

Zeitplan: Was bis 2027 passieren soll

Xpeng hatte seine Robotaxi-Pläne im November 2025 vorgestellt. Im Januar 2026 begannen regelmäßige Straßentests, im Mai rollte das erste Serienfahrzeug vom Band, seit Juli laufen interne Fahrten mit Passagieren. 2027 will Xpeng den Betrieb ohne Sicherheitsfahrer starten – zusammen mit führenden chinesischen und internationalen Mobilitätsplattformen, zunächst in großen Städten in China und im Ausland.

Erster globaler Ökosystem-Partner ist der Kartendienst Amap, für den Xpeng ein Software-Entwicklungspaket (SDK) öffnen will. Geld verdienen will Xpeng mit dem Verkauf der Fahrzeuge, mit Technologie-Dienstleistungen und mit einer Beteiligung am Fahrdienstumsatz. He Xiaopeng betonte bereits im Juli, dass ein großflächiger Einsatz ein langfristiger Prozess sei.

Robotaxis aus China und der Blick nach Europa

Für Europa ist Yoyo vorerst ein Technik-Signal. Xpeng verkauft seine Software und Chips inzwischen auch an andere Hersteller – nicht nur an Volkswagen, wie unser Bericht zu Xpengs Technik-Geschäft zeigt. Dass chinesische Robotaxi-Anbieter grundsätzlich nach Europa drängen, zeigte zuletzt WeRide mit seiner L4-Lizenz in Spanien.

Konkrete Pläne für Yoyo-Fahrten in Deutschland oder anderen EU-Ländern gibt es nicht. Hierzulande verkauft Xpeng derzeit klassische Elektroautos; einen Überblick gibt unsere Seite zu den Xpeng-Modellen.

Was noch offen ist

Name, Technik und das Zieljahr 2027 stehen – Starttermin, Städte und Flottengröße nicht. Auch der Verzicht auf LiDAR ist eine Wette: Xpeng setzt wie Tesla allein auf Kameras und KI. Ob Behörden dafür fahrerlose Genehmigungen erteilen, wird sich erst im regulären Betrieb zeigen.

Was ist Xpeng Yoyo?
Xpeng Yoyo ist der Name von Xpengs Robotaxi-Dienst. Xpeng gab ihn am 8. Oktober 2026 auf Weibo bekannt. Das Fahrzeug basiert auf dem SUV GX und ist auf autonomes Fahren nach Level 4 ausgelegt.
Nutzt das Xpeng-Robotaxi LiDAR?
Nein. Das System arbeitet rein kamerabasiert, ohne LiDAR und ohne hochauflösende Karten. Gerechnet wird mit vier Turing-Chips mit zusammen 3.000 TOPS.
Wann fährt Xpeng Yoyo ohne Sicherheitsfahrer?
Xpeng plant den Betrieb ohne Sicherheitsfahrer für 2027. Ein genauer Starttermin und die ersten Städte wurden nicht genannt.
Kommt Xpeng Yoyo nach Europa?
Konkrete Pläne für Europa gibt es nicht. Xpeng will ab 2027 mit chinesischen und internationalen Mobilitätsplattformen zusammenarbeiten, auch in Städten außerhalb Chinas.
Wer ist Partner von Xpeng beim Robotaxi?
Erster globaler Ökosystem-Partner ist der Kartendienst Amap. Xpeng will dafür ein Software-Entwicklungspaket für den Robotaxi-Bereich öffnen.

China verbietet faltbare Displays und sperrt Liegesitze

China will den Technik-Wettlauf im Auto bremsen: Das Industrieministerium MIIT hat mit drei weiteren Behörden am 10. Oktober einen Regelentwurf vorgelegt. Faltbare und flexible Displays sollen verboten, Zero-Gravity- und Drehsitze während der Fahrt gesperrt werden....

BYD Da Han: E-Limousine mit 1.008 km CLTC startet

BYD bringt am 13. Oktober 2026 in China den Da Han auf den Markt, das neue Flaggschiff der Dynasty-Limousinen. Die Elektroversion hat einen 102,3-kWh-Blade-Akku der zweiten Generation, kommt auf bis zu 1.008 km nach CLTC und soll an Megawatt-Ladern in rund neun...

Mach ChinaElektro.de zu deiner bevorzugten Quelle auf Google – so siehst du unsere Berichte zu chinesischen E-Autos häufiger in den Schlagzeilen.

ChinaElektro.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Philipp Wiedmaier
Über den AutorPhilipp WiedmaierGründer & Chefredakteur

Philipp Wiedmaier hat chinaelektro.de 2025 gegründet und verantwortet die Redaktion. Er wertet MIIT-Zulassungsdaten und Herstellerangaben aus und ordnet ein, welche der über 500 erfassten Modelle tatsächlich nach Deutschland kommen – mit Blick auf Preis, Zölle und Marktstart.

Kontakt:
redaktion@chinaelektro.de · LinkedIn