Leapmotor wird in Europa zunehmend ernst zu nehmen. Die Marke hat im März 2026 mehr als 11.000 Registrierungen erreicht, stark zugelegt und zeigt auch in Deutschland spürbar Präsenz.
Leapmotor legt in Europa kräftig zu.
Die Marke meldet über 11.000 Registrierungen im März 2026 und gewinnt auch in Deutschland an Gewicht.
Bild-Quelle: Leapmotor
Leapmotor hat im März 2026 in Europa einen deutlichen Sprung gemacht. Nach offiziellen Europa-Daten der Marke lagen die Registrierungen bei mehr als 11.000 Fahrzeugen. Das entspricht einem Plus von 31 Prozent gegenüber Februar 2026 und sogar 754 Prozent im Vergleich zum März 2025. Für eine chinesische Marke, die in Europa noch im Aufbau ist, ist das ein sehr starkes Signal.
Besonders interessant ist die Entwicklung, weil sie nicht nur einzelne Länder betrifft. Leapmotor nennt für März 2026 einen europäischen BEV-Pkw-Marktanteil von 3,2 Prozent. In einzelnen Märkten lag die Marke laut Mitteilung bei 33,5 Prozent in Italien, 5,4 Prozent in Polen, 2,3 Prozent in Spanien, 2,2 Prozent im Vereinigten Königreich, 1,9 Prozent in den Niederlanden und 1,8 Prozent in Deutschland. Gerade der Deutschland-Wert ist relevant, weil er zeigt, dass Leapmotor inzwischen auch hierzulande messbar im Markt ankommt.
Noch spannender ist die Position bei Privatkunden. In den wichtigsten europäischen Märkten erreichte Leapmotor im März 2026 laut offizieller Mitteilung Rang zwei im Ranking der BEV-Verkäufe an Privatkunden und kam dabei auf 7,6 Prozent Marktanteil. Das ist deshalb so wichtig, weil Privatkunden deutlich schwieriger zu gewinnen sind als reine Flotten- oder Kanalzulassungen. Wer hier schnell wächst, baut meist echte Markensichtbarkeit auf.
Getragen wird dieser Schub vor allem von zwei Modellen. Der kleine Leapmotor T03 war laut Marke im März das meistverkaufte batterieelektrische Fahrzeug im europäischen A-Segment über alle Vertriebskanäle hinweg und kam dabei auf 56,4 Prozent Marktanteil in seinem Segment. Gleichzeitig konnte sich der neuere B10 bereits auf Platz vier im privaten C-SUV-BEV-Kanal schieben. Das zeigt, dass Leapmotor nicht nur mit einem günstigen Stadtmodell punktet, sondern bereits anfängt, auch in wichtigeren Volumensegmenten Fuß zu fassen.
Auch das erste Quartal fällt stark aus. Für Q1 2026 nennt Leapmotor 24.751 Fahrzeuge in Europa. Gegenüber Q4 2025 entspricht das einem Plus von 39 Prozent, im Vergleich zu Q1 2025 sogar einem Plus von 706 Prozent. Zusätzlich erklärt die Marke, damit im ersten Quartal 2026 zu den Top 3 bei BEV-Verkäufen an Privatkunden in Europa zu gehören.
Für deutsche Käufer ist die Meldung aus mehreren Gründen interessant. Erstens zeigt sie, dass Leapmotor kein kurzes Experiment bleibt, sondern sich im europäischen Markt sichtbar etabliert. Zweitens wird klar, dass die Marke nicht nur über einen einzigen Preisbrecher funktioniert, sondern ihre Modellpalette breiter wirksam wird. Drittens deutet die Entwicklung darauf hin, dass chinesische Marken im unteren und mittleren Preisbereich weiter Druck auf etablierte Hersteller ausüben. Diese Einordnung ist eine Schlussfolgerung aus den gemeldeten Europa-Zahlen, dem Privatkunden-Ranking und der Modellverteilung von T03 und B10.
Unterm Strich ist Leapmotor damit aktuell eine der spannendsten China-Marken in Europa. Die Marke wächst schnell, gewinnt Privatkunden und ist inzwischen auch in Deutschland keine Randerscheinung mehr. Wenn dieses Tempo anhält, dürfte Leapmotor für viele Käufer, die nach einem bezahlbaren Elektroauto suchen, 2026 deutlich sichtbarer werden.