Geely hat auf dem Pariser Autosalon den Monjaro EM-i erstmals in Europa gezeigt – und bringt das 4,80 Meter lange Plug-in-Hybrid-SUV ab Mitte November nach Deutschland. Die Eckdaten: bis zu 246 kW Systemleistung, 82 bis 116 km elektrische Reichweite (WLTP) und bis zu 922 km Gesamtreichweite. Preise nennt Geely noch nicht. Außerdem bestätigte der Konzern einen großen Offroader für Europa.

Geely Monjaro EM-i
Geely Monjaro EM-i
Bild-Quelle: Geely

Monjaro EM-i: Geelys neues Flaggschiff-SUV für Deutschland

Der Monjaro EM-i ist ein Mittelklasse-SUV (D-Segment) und nach Geelys Angaben das vierte Modell mit elektrifiziertem Antrieb, das die Marke in Europa einführt. Die Europa-Premiere fand am 12. Oktober in Paris statt, auf der deutschen Geely-Website ist das Modell bereits mit dem Hinweis „Neu ab Mitte November“ gelistet. Interessenten können sich dort für Probefahrten registrieren; Preise und Liefertermine für Deutschland will Geely nachreichen.

Technisch setzt der Monjaro auf Geelys EM-i-Hybridsystem mit einem 1,5-Liter-Turbobenziner. Die Topversionen Pro+ und Ultra haben zusätzlich elektrischen Allradantrieb (e-AWD) mit sechs Fahrmodi und kommen auf 246 kW Systemleistung sowie 667 Nm Drehmoment. Damit positioniert sich der Hersteller, der in Deutschland eine eigene Landesgesellschaft betreibt, erstmals mit einem großen Familien-SUV gegen etablierte Plug-in-Hybride. Einen Überblick über die Marke und ihre Modelle gibt unsere Geely-Markenseite.

Reichweite, Verbrauch und Laden des Plug-in-Hybrids

Je nach Version fährt der Monjaro EM-i laut Hersteller 82 bis 116 km rein elektrisch nach WLTP (EAER). Zusammen mit dem 60-Liter-Tank nennt Geely bis zu 922 km Gesamtreichweite. Der gewichtete kombinierte Verbrauch liegt bei 2,4 bis 2,6 l/100 km plus 14,0 bis 18,5 kWh/100 km Strom, der CO₂-Ausstoß bei 54 bis 59 g/km.

Ungewöhnlich für einen Plug-in-Hybrid ist das Schnellladen: Die Ultra-Version lädt mit bis zu 78 kW Gleichstrom, von 30 auf 80 Prozent vergehen laut Geely rund 15 Minuten, bei den übrigen Versionen etwa 20 Minuten. An der Wallbox lädt der Monjaro mit 6,6 kW, per Vehicle-to-Load (V2L) gibt er bis zu 6 kW an externe Geräte ab.

FahrzeugtypPlug-in-Hybrid-SUV (D-Segment)
Marktstart Deutschlandab Mitte November 2026
Preis Deutschlandnoch nicht bekannt
Verbrennungsmotor1,5-Liter-Turbobenziner
Systemleistung (Pro+/Ultra, e-AWD)246 kW, 667 Nm
Elektrische Reichweite (WLTP)82 bis 116 km
Gesamtreichweite (WLTP)bis zu 922 km
Tankvolumen60 Liter
Verbrauch (gewichtet kombiniert)2,4 bis 2,6 l/100 km + 14,0 bis 18,5 kWh/100 km
DC-Ladenbis 78 kW (Ultra), 30-80 % in ca. 15 bis 20 Min.
AC-Laden / V2L6,6 kW / bis 6 kW
Länge / Radstand4,80 m / 2,85 m
Kofferraum633 Liter
Garantie8 Jahre oder 200.000 km (Fahrzeug und Batterie)

Stand 14.10.2026. Herstellerangaben für Deutschland bzw. Europa; Batteriekapazität und Preise hat Geely für Deutschland noch nicht veröffentlicht.

Ausstattung und Garantie

Im Innenraum arbeitet ein 15,4-Zoll-Zentralbildschirm mit dem Betriebssystem Flyme Auto, dazu kommen ein Fahrerdisplay und ein großes Head-up-Display. Sieben Airbags und ein vollständiges Assistenzpaket sind laut Geely in jeder Version Serie. Der Kofferraum fasst hinter der Rücksitzbank 633 Liter.

Auf Fahrzeug und Batterie gibt Geely acht Jahre oder 200.000 km Garantie. Weil der Monjaro EM-i ein Plug-in-Hybrid ist, fallen beim Import aus China keine EU-Ausgleichszölle an, sondern nur der Basiszoll von 10 Prozent. Allerdings haben EU und China zuletzt vereinbart, dass die Hybrid-Exporte aus China nach Europa deutlich sinken sollen – wie sich das auf Angebot und Preise einzelner Modelle auswirkt, ist noch offen.

Geely bestätigt Offroader KO11 für Europa

Neben dem Monjaro kündigte Geely in Paris einen neuen Offroad-SUV mit dem Projektnamen KO11 für Europa an. In China ist das Modell als Galaxy Battleship 700 (Zhanjian 700) gerade gestartet. Laut Berichten soll es in der zweiten Jahreshälfte 2027 nach Europa kommen; einen konkreten Termin oder Deutschland-Preise hat Geely offiziell nicht genannt.

Die China-Version ist 5,09 m lang und ebenfalls ein Plug-in-Hybrid: Die Basis leistet 350 kW, die Topversion mit 2,0-Liter-Motor und drei E-Motoren 830 kW. Der Akku hat 47,14 kWh, die elektrische Reichweite liegt bei 270 bis 305 km nach CLTC – nach WLTP dürfte sie etwa 15 bis 25 Prozent niedriger ausfallen. In China kostet das Modell 189.800 bis 379.800 Yuan; das ist kein Hinweis auf einen Europa-Preis. Wie chinesische Hersteller ihre Modelle nach Deutschland bringen und welche Zölle dabei gelten, erklärt unser Ratgeber zum Import chinesischer E-Autos.

Was Käufer wissen sollten

Mit bis zu 116 km elektrischer WLTP-Reichweite und 78 kW DC-Laden liefert der Monjaro EM-i starke Plug-in-Werte für die Mittelklasse. Entscheidend wird der Preis, den Geely noch schuldig ist, und wie gut das Händler- und Servicenetz der Marke in Deutschland ausgebaut ist. Wer Interesse hat, sollte die offiziellen Preise und Probefahrten ab Mitte November abwarten, bevor er sich festlegt.

Wann kommt der Geely Monjaro EM-i nach Deutschland?
Geely führt den Monjaro EM-i ab Mitte November 2026 in Deutschland ein. Die Europa-Premiere fand am 12. Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon statt.
Was kostet der Geely Monjaro EM-i?
Offizielle Preise für Deutschland hat Geely noch nicht veröffentlicht. Der Hersteller will Preise und Liefertermine zum Marktstart nennen.
Wie weit fährt der Monjaro EM-i elektrisch?
Je nach Version 82 bis 116 km rein elektrisch nach WLTP. Die Gesamtreichweite mit vollem 60-Liter-Tank gibt Geely mit bis zu 922 km an.
Wie schnell lädt der Geely Monjaro EM-i?
Die Ultra-Version lädt mit bis zu 78 kW Gleichstrom von 30 auf 80 Prozent in rund 15 Minuten, die anderen Versionen brauchen etwa 20 Minuten. An der Wallbox sind 6,6 kW möglich.
Gelten für den Monjaro EM-i die EU-Strafzölle auf China-E-Autos?
Nein. Die EU-Zusatzzölle gelten nur für reine Elektroautos aus China. Für Plug-in-Hybride wie den Monjaro EM-i fällt nur der Basiszoll von 10 Prozent an.

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Philipp Wiedmaier
Über den AutorPhilipp WiedmaierGründer & Chefredakteur

Philipp Wiedmaier hat chinaelektro.de 2025 gegründet und verantwortet die Redaktion. Er wertet MIIT-Zulassungsdaten und Herstellerangaben aus und ordnet ein, welche der über 500 erfassten Modelle tatsächlich nach Deutschland kommen – mit Blick auf Preis, Zölle und Marktstart.

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