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Was ist die DJI Osmo Pocket 3?
Die Osmo Pocket 3 ist eine Kamera mit fest verbautem Gimbal, also einer motorisierten Aufhängung, die Wackler in drei Achsen ausgleicht. DJI hat sie im Herbst 2023 vorgestellt. Gegenüber der Pocket 2 brachte sie einen deutlich größeren 1-Zoll-Sensor und ein drehbares 2-Zoll-Touchdisplay. Damit wurde sie zu einer der beliebtesten Kameras für Vlogger, Reisende und Content Creator.
Das Prinzip: Die Kamera sitzt oben auf einem Griff, der in jede Jackentasche passt. Display aufdrehen, und sie ist in rund einer Sekunde startklar. Der Gimbal sorgt dafür, dass Aufnahmen aus der Hand auch beim Gehen ruhig wirken, ohne dass man ein separates Stabilisierungssystem braucht.
Das Objektiv hat 20 Millimeter Kleinbild-Brennweite und Blende f/2.0. Gefilmt wird in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde, im Zeitlupenmodus mit 120 Bildern. Für die Nachbearbeitung gibt es ein 10-Bit-Farbprofil (D-Log M).
- 1-Zoll-Sensor, 4K mit bis zu 120 fps (Zeitlupe)
- 3-Achsen-Gimbal, drehbares 2-Zoll-Display
- Mit Funkmikrofon DJI Mic 2 und Weitwinkel-Vorsatz
- Akkugriff, Mini-Stativ und Tasche inklusive
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Technische Daten der DJI Osmo Pocket 3
Die Herstellerangaben zur Kamera, die in Standard-Version und Creator Combo identisch ist.
| Modell | DJI Osmo Pocket 3 |
| Vorstellung | Herbst 2023 |
| Sensor | 1 Zoll CMOS |
| Objektiv | 20 mm (KB-äquivalent), f/2.0, Fokus ab 0,2 m |
| ISO | 50 bis 6.400, erweitert bis 16.000 |
| Video | 4K, 2,7K und 1080p mit bis zu 60 fps, auch 1:1 und 9:16 |
| Zeitlupe | 4K/120 fps, 2,7K/120 fps, 1080p/240 fps |
| Farbprofil | 10 Bit, D-Log M |
| Foto | ca. 9,4 MP, auch 1:1 mit 3.072 × 3.072 Pixeln |
| Fokus | Full-Pixel-Fokus |
| Stabilisierung | mechanischer 3-Achsen-Gimbal |
| Gimbal-Bereich | Schwenken −235° bis 58°, Neigen −120° bis 70°, Rollen −45° bis 45° |
| Motivverfolgung | ActiveTrack 6.0 mit Gesichtserkennung |
| Display | 2 Zoll, drehbar, Touch, 314 × 556 Pixel, 700 cd/m² |
| Mikrofone | 3 eingebaut, Stereo, Rauschunterdrückung |
| Akku | 1.300 mAh (10 Wh), bis 166 Minuten (1080p/24 fps) |
| Laden | ca. 16 Minuten auf 80 %, 32 Minuten auf 100 % (65-W-Netzteil) |
| Speicher | kein interner Speicher, microSD bis 512 GB |
| Livestream und Webcam | ja, 1080p über WLAN oder USB-C |
| Gewicht | 179 g |
| Abmessungen | 139,7 × 42,2 × 33,5 mm |
| Wasserschutz | keiner |
Stand 14.10.2026. Herstellerangaben. Akkulaufzeit gemessen mit ausgeschaltetem WLAN und Display.
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Was in der Creator Combo steckt
Die Kamera selbst ist in beiden Paketen gleich. Der Unterschied liegt im Zubehör. In der Creator Combo liegen neben Kamera, Schutzhülle, Handschlaufe, Griff mit Stativgewinde und USB-C-Kabel zusätzlich:
- DJI Mic 2 Sender mit Windschutz und Magnetclip. Er verbindet sich direkt mit der Kamera, ein separater Empfänger ist nicht nötig.
- Weitwinkel-Vorsatzobjektiv, das magnetisch aufgesetzt wird und mehr vom Raum ins Bild holt, praktisch für Selfie-Aufnahmen mit ausgestrecktem Arm.
- Akkugriff, der die Laufzeit verlängert und zugleich einen 1/4-Zoll-Stativanschluss bietet.
- Mini-Stativ für Aufnahmen auf dem Tisch oder als Verlängerung.
- Transporttasche für alles zusammen.
Eine microSD-Karte gehört in keinem Paket dazu, ebenso wenig ein Netzteil. Beides muss man extra kaufen.
Creator Combo oder Standard-Version?
Der Aufpreis lohnt sich vor allem wegen des Tons. Die eingebauten Mikrofone nehmen ordentlichen Umgebungston auf, Sprache klingt aber schnell hallig, sobald die Kamera mehr als eine Armlänge entfernt ist oder Wind weht. Das Mic 2 am Kragen nimmt die Stimme direkt an der Quelle auf. Einzeln gekauft wäre das Zubehör teurer als der Aufpreis.
| Du sprichst regelmäßig in die Kamera | Creator Combo |
| Du filmst Interviews oder Gespräche | Creator Combo |
| Du drehst lange Tage ohne Steckdose | Creator Combo (Akkugriff) |
| Du filmst draußen bei Wind | Creator Combo (Mikrofon mit Windschutz) |
| Du filmst fast nur Landschaft und B-Roll ohne Sprache | Standard-Version reicht |
| Du hast schon ein DJI-Funkmikrofon | Standard-Version reicht |
Redaktionelle Einschätzung.
Aufnahmemodi und Funktionen
Neben normalem Video und Foto bietet die Pocket 3 eine Reihe von Modi, die man sonst nur mit zusätzlichem Equipment hinbekommt:
- ActiveTrack 6.0: Die Kamera erkennt Gesichter und Motive und hält sie im Bild, auch wenn man sich selbst filmt und dabei bewegt. Der Gimbal schwenkt automatisch mit.
- Zeitlupe: 4K mit 120 Bildern pro Sekunde oder 1080p mit 240 Bildern.
- Zeitraffer, Motionlapse und Hyperlapse: Vom statischen Zeitraffer über langsame Kameraschwenks bis zum Zeitraffer in Bewegung, etwa beim Gehen durch eine Stadt.
- Panorama: 180-Grad-Panorama für Landschaften und 3×3-Panorama für Gruppenfotos.
- Hoch- und Querformat: Display drehen, und die Kamera wechselt zwischen 16:9 und 9:16, ohne Qualitätsverlust durch Beschneiden.
- Livestream und Webcam: Per WLAN streamt die Pocket 3 direkt, per USB-C dient sie als Webcam für Videocalls.
- Timecode: Für Aufnahmen mit mehreren Kameras lassen sich Clips synchronisieren.
Bildqualität: Was der 1-Zoll-Sensor bringt
Der große Sensor ist der wichtigste Unterschied zu Smartphones und kleinen Actioncams. Bei wenig Licht, etwa abends in der Stadt, auf Konzerten oder in Innenräumen, rauschen die Aufnahmen deutlich weniger. Hintergründe werden bei nahen Motiven leicht unscharf, was Gesichtern Tiefe gibt. DJI hat außerdem die Belichtung für unterschiedliche Hauttöne abgestimmt, damit Gesichter natürlich wirken.
Wer seine Clips nachbearbeitet, filmt im 10-Bit-Profil D-Log M. Das liefert flachere Bilder mit mehr Spielraum für die Farbkorrektur, kostet aber Zeit am Rechner. Für schnelles Teilen ist das Standardprofil die bessere Wahl.
Grenzen hat die Pocket 3 beim Zoom: Es gibt nur ein digitales Zoom, ein Teleobjektiv fehlt. Für Tieraufnahmen oder weit entfernte Motive ist sie nicht gemacht.
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Ton: eingebaute Mikrofone und DJI Mic 2
Drei eingebaute Mikrofone nehmen in Stereo auf und unterdrücken Umgebungsgeräusche. Für Atmosphäre, Straßenszenen oder Musik reicht das. Sobald Sprache wichtig ist, macht das DJI Mic 2 den Unterschied: Es wird am Kragen befestigt und funkt den Ton direkt an die Kamera. Die Stimme bleibt klar, auch wenn man sich von der Kamera entfernt oder sie auf das Stativ stellt.
Für Interviews mit zwei Personen lässt sich ein zweiter Mic-2-Sender koppeln, der nicht im Paket liegt. Der Windschutz aus dem Lieferumfang hilft draußen deutlich gegen Windgeräusche.
Apps: DJI Mimo und LightCut
Über die App DJI Mimo für iOS und Android lässt sich die Kamera fernsteuern, das Bild live sehen, Einstellungen ändern und Material übertragen. Die App LightCut schneidet Clips automatisch nach Vorlagen zu fertigen Videos, ohne dass man das Material vorher aufs Handy laden muss. Für schnelle Reels und Stories spart das viel Zeit.
Akku, Laden und Speicherkarte
DJI nennt bis zu 166 Minuten Laufzeit bei 1080p mit 24 Bildern pro Sekunde, gemessen mit ausgeschaltetem WLAN und Display. In 4K, mit Display und Motivverfolgung ist es deutlich weniger. Der Akkugriff der Creator Combo verlängert die Laufzeit spürbar. Alternativ lässt sich die Kamera unterwegs über USB-C an einer Powerbank laden.
Mit einem 65-Watt-Netzteil ist der Akku in rund 16 Minuten auf 80 Prozent und in 32 Minuten voll. Das Netzteil liegt nicht bei.
Ohne microSD-Karte geht nichts, die Pocket 3 hat keinen internen Speicher. Für 4K mit hoher Bildrate sollte die Karte schnell genug sein, etwa mit V30-Klassifizierung. Unterstützt werden Karten bis 512 GB.
Sinnvolles Zubehör
- microSD-Karte: Pflicht, am besten 128 bis 256 GB mit V30.
- 65-Watt-Netzteil: Für das schnelle Laden in 16 Minuten auf 80 Prozent.
- ND-Filter: Bei Sonne helfen sie, mit langsamer Verschlusszeit natürlich wirkende Bewegungen zu filmen.
- Zweiter Mic-2-Sender: Für Interviews mit zwei Personen.
- Kleines Stativ oder Selfie-Stick: Für Aufnahmen mit mehr Abstand.
Schwächen und Grenzen
Die Osmo Pocket 3 ist nicht wasserdicht und nicht so robust wie eine Actioncam. Für Regen, Strand, Schnee oder Sport ist sie die falsche Wahl. Der bewegliche Gimbal ist empfindlicher als ein fest verbautes Objektiv und gehört beim Transport immer in die Schutzhülle, die ihn zugleich fixiert. Ein echtes Tele fehlt, gezoomt wird nur digital. Ohne microSD-Karte geht nichts, und Netzteil sowie Speicherkarte kosten extra.
Osmo Pocket 3 oder Osmo Pocket 4?
DJI hat am 16. April 2026 die Osmo Pocket 4 vorgestellt. Der Sensor bleibt bei 1 Zoll, die Neuerungen liegen im Detail:
| Merkmal | Osmo Pocket 3 · Osmo Pocket 4 |
| Sensor | 1 Zoll · 1 Zoll |
| Höchste Bildrate in 4K | 120 fps · 240 fps |
| Farbprofil | 10 Bit D-Log M · 10 Bit D-Log |
| Interner Speicher | keiner · 107 GB |
| Akkulaufzeit (1080p) | bis 166 Minuten · bis 240 Minuten |
| Motivverfolgung | ActiveTrack 6.0 · ActiveTrack 7 |
| Bedienung | Joystick, Tasten · zusätzlich Zoom- und Preset-Taste, neuer 5D-Joystick |
| Mikrofon in der Creator Combo | DJI Mic 2 · DJI Mic 3, dazu Fülllicht |
Herstellerangaben.
Die Pocket 3 bleibt eine gute Wahl, wenn sie deutlich günstiger angeboten wird als der Nachfolger. Für die meisten Vlogs reichen ihre Daten völlig. Wer viel Zeitlupe filmt, ohne Speicherkarte arbeiten will oder die längere Akkulaufzeit braucht, greift zur Pocket 4.
Pocket 3, Smartphone oder Actioncam?
Gegenüber dem Smartphone bietet die Pocket 3 den mechanischen Gimbal, die bessere Motivverfolgung und einen größeren Sensor als die meisten Handy-Hauptkameras. Das Smartphone bleibt frei für Anrufe und Navigation. Dafür ist es immer dabei und hat meist ein Tele.
Gegenüber einer Actioncam ist die Pocket 3 bei wenig Licht klar überlegen und filmt Gesichter natürlicher. Die Actioncam ist dafür wasserdicht, robust und lässt sich am Helm oder Lenker befestigen. Wer Rad, Ski oder E-Scooter fährt und dabei filmt, ist mit einer Actioncam besser bedient.
Für wen sich die Creator Combo eignet
Die Creator Combo passt, wenn du
- Vlogs, Reise-Videos oder Social-Media-Clips drehst und dabei sprichst,
- eine kleine Kamera für abends und drinnen suchst,
- Interviews oder Gespräche aufnimmst,
- möglichst wenig Zubehör zusammensuchen willst.
Sie passt nicht, wenn du
- bei Sport, im Regen oder unter Wasser filmen willst,
- viel Tele brauchst, etwa für Tiere oder Sport aus der Distanz,
- Zeitlupe mit sehr hohen Bildraten in 4K brauchst. Dann ist die Pocket 4 die bessere Wahl.
Weitere Technik-Angebote stehen in unserer Rubrik Deals, von DJI etwa auch der Saugroboter DJI Romo S. Warum Produkte aus China heute oft technisch vorne liegen, erklärt unser Beitrag Made in China.
Stärken: großer 1-Zoll-Sensor, sehr ruhige Aufnahmen durch den Gimbal, gute Motivverfolgung, drehbares Display für Hoch- und Querformat, 179 Gramm, schnelles Laden, sinnvolles Zubehör in der Creator Combo.
Schwächen: nicht wasserdicht, kein Tele, kein interner Speicher, Netzteil und Speicherkarte kosten extra. Mit der Pocket 4 gibt es inzwischen einen Nachfolger.


