Die chinesische Elektroautoindustrie erreicht eine neue Preis­sphäre: Der durchschnittliche Verkaufspreis liegt nun unter 160.000 RMB – ein starker Impuls für Preisstrategien weltweit.

BYD Dolphin Surf vorne

Die Preise der E-Autos in China sinken weiter
Bild-Quelle: BYD

In einer aktuellen Analyse wurde festgestellt, dass der durchschnittliche Verkaufspreis für batteriebetriebene Fahrzeuge in China im Oktober erstmals unter 160.000 RMB gefallen ist – rund 20.500 Euro. Treiber dieses Preisrutsches sind unter anderem aggressive Absatzförderung, sinkende Herstellungskosten (insbesondere bei LFP-Batterien) sowie ein starker Wettbewerb im Massenmarkt.

Dies hat auch für Europa deutliche Bedeutung: Chinesische Hersteller, die günstige Modelle in China auflegen, könnten ähnliche Technologie- und Preislevel nutzen, um Märkte außerhalb Chinas zu adressieren. Für die DACH-Region heißt das:

  • Preisdruck im Einstiegs-/Kompaktsegment könnte steigen

  • Differenzierung wird wichtiger: Ausstattung, Software, Service müssen stärker herausgestellt werden

  • Kostenstruktur in Europa muss neu kalkuliert werden (z. B. geringere Margen, höhere Servicekosten)

  • Leasing-/TCO-Modelle werden neu bewertet: Niedrigere Anschaffungspreise senken TCO, erhöhen Wettbewerb

Hersteller, Importeure und Händler sollten kurzfristig ihre Preis- bzw. Positionierungsstrategien prüfen und vorbereitet sein auf Modelle mit Preisunterstützung bzw. Rabattaktionen aus China oder via Import.

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Philipp Wiedmaier
Über den AutorPhilipp WiedmaierGründer & Chefredakteur

Philipp Wiedmaier hat chinaelektro.de 2025 gegründet und verantwortet die Redaktion. Er wertet MIIT-Zulassungsdaten und Herstellerangaben aus und ordnet ein, welche der über 500 erfassten Modelle tatsächlich nach Deutschland kommen – mit Blick auf Preis, Zölle und Marktstart.

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