China setzt auf Technologie-Sprung: Batterien ohne Reichweitenangst, Autos lenken selbst auf der Autobahn. Erste Tests laufen.
China Solid State Batterien

Chinas Industrie-Ministerium kündigt ab 2026 neue Batterien (bis 1.000 km Reichweite) und halbautonomes Fahren an.

Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie hat auf einem großen Treffen mit Auto-Herstellern die Pläne für die nächsten fünf Jahre vorgestellt. Ziel ist es, China zum Weltführer bei Elektroautos zu machen – mit zwei großen Neuerungen: neuen Super-Batterien und Autos, die teilweise selbst fahren können. Erstens: Super-Batterien ohne Reichweitenangst Die sogenannten „Solid-State-Batterien“ sind die nächste Generation. Sie speichern viel mehr Strom in kleinem Raum und halten länger. Aktuelle Batterien schaffen etwa 500–600 km Reichweite – die neuen sollen bis zu 1.000 km fahren, ohne dass man öfter laden muss. Firmen wie Dongfeng, Chery und SAIC bauen schon Testfabriken. Das macht Elektroautos praktischer für lange Strecken, wie von Stuttgart nach München und zurück. Zweitens: Autos, die selbst fahren „Level 3“ bedeutet: Das Auto übernimmt auf der Autobahn Lenken, Beschleunigen und Bremsen – der Fahrer kann lesen oder arbeiten, muss aber eingreifen können, wenn nötig. BYD, Xpeng und Li Auto bekommen als Erste Genehmigungen zum Testen auf speziellen Straßen rund um Peking und Shanghai. Ab 2026 sollen die ersten Autos so verkauft werden. Was bringt China dafür auf? Über 100 Milliarden Yuan (etwa 12 Milliarden Euro) für Forschung, günstigere Versicherungen für Elektroautos und Programme, bei denen alte Autos gegen neue getauscht werden. Das soll den Markt ankurbeln. Was bedeutet das für Deutschland und Europa? Diese Technologien fließen direkt in Exportmodelle: Zeekr (Geely) zeigte auf der Brussels Motor Show den 7GT – Plattform-kompatibel mit L3/Batterie-Upgrades. Ab 2027 könnten wir Autos mit 800 km Reichweite und halbautomatischem Fahren sehen – günstiger und besser als viele europäische Modelle. Volkswagen und BMW müssen nachziehen, damit sie nicht abgehängt werden. China will bis 2030 über 60 Prozent des Weltmarkts für Elektroautos haben. Mit diesen Plänen schaffen sie den nächsten Sprung – und Europa muss sich anpassen.

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