Xpeng im September mit 1.250 Neuzulassungen (+419 %).
Bild-Quelle: Xpeng
China-Marken im September: 15.784 Neuzulassungen, 6,1 Prozent Anteil
Chinesische Automarken haben im September 15.784 Pkw in Deutschland neu zugelassen. Bei insgesamt 256.774 Neuzulassungen entspricht das einem Marktanteil von 6,1 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt ihr Anteil bei 4,5 Prozent, der September war damit deutlich stärker als der Durchschnitt. Nicht mitgezählt sind dabei Marken wie Volvo, Polestar, Smart und Lotus, die zwar ganz oder teilweise zu Geely gehören, aber als europäische Marken gestartet sind.
Größte China-Marke bleibt BYD mit 6.040 Neuzulassungen und einem Plus von 85,6 Prozent. Den größten Anteil daran hat ein Plug-in-Hybrid: Der BYD Seal U DM-i kam allein auf mehr als 1.800 Zulassungen. Insgesamt sind mehr als 60 Prozent der BYD-Verkäufe in Deutschland in diesem Jahr Plug-in-Hybride. Dahinter folgen MG mit 4.206 Zulassungen (+60,8 Prozent), Leapmotor mit 2.652 (+191,4 Prozent) und Xpeng mit 1.250 (+418,7 Prozent).
| China-Marken gesamt | 15.784 Neuzulassungen, 6,1 % Marktanteil |
| Anteil seit Jahresbeginn | 4,5 % |
| BYD | 6.040 (+85,6 %), davon über 1.800 Seal U DM-i |
| MG | 4.206 (+60,8 %) |
| Leapmotor | 2.652 (+191,4 %), rund 1 % Marktanteil |
| Xpeng | 1.250 (+418,7 %) |
| Zeekr | 58 |
| Nio | 1 |
| Zum Vergleich: Tesla | 12.552 (+268,7 %) |
Neuzulassungen in Deutschland im September 2026 laut Kraftfahrt-Bundesamt. Gezählt sind Marken mit chinesischem Ursprung, darunter BYD, MG, Leapmotor, Xpeng, Zeekr, Nio, Lynk & Co, Omoda, Jaecoo, GWM und Maxus. Volvo, Polestar, Smart und Lotus sind nicht enthalten.
Tesla überholt BYD im Jahresvergleich
Trotz des starken Wachstums hat BYD im September die Führung in einem prestigeträchtigen Duell verloren. Tesla kam mit 12.552 Zulassungen auf mehr als doppelt so viele Autos wie BYD und liegt seit Jahresbeginn mit 44.810 Fahrzeugen wieder vor BYD mit 42.788. Ende August hatte BYD noch rund 4.500 Fahrzeuge Vorsprung. Ein Grund dürfte sein, dass Tesla als reiner Elektroauto-Anbieter besonders stark von der E-Auto-Prämie profitiert, während BYD in Deutschland zum großen Teil Plug-in-Hybride verkauft.
Warum Leapmotor und Xpeng so stark zulegen
Leapmotor hat seine Zulassungen fast verdreifacht und kommt erstmals auf rund ein Prozent Marktanteil. Die Marke profitiert vom Händlernetz von Stellantis und von günstigen Modellen wie dem T03 und dem B10, die genau in das Raster der Förderung passen. Bei der E-Auto-Prämie liegt Leapmotor auf Platz vier aller Marken, noch vor VW. Wie stark der Effekt der E-Auto-Prämie auf die China-Marken ist, haben wir bereits analysiert.
Xpeng hat seine Zulassungen mehr als verfünffacht. Die Marke baut ihr Händlernetz in Deutschland gerade stark aus und lässt G6, G9 und P7+ für Europa bei Magna Steyr in Graz bauen, wodurch für diese Modelle kein EU-Zusatzzoll anfällt. Am anderen Ende steht Nio: Die Marke kam im September auf ein einziges neu zugelassenes Auto.
6,1 Prozent klingen nach wenig, bedeuten aber, dass inzwischen jedes 16. neue Auto in Deutschland von einer chinesischen Marke stammt. Das Wachstum ist dabei breiter geworden: Neben BYD und MG tragen jetzt auch Leapmotor und Xpeng spürbar bei. Gleichzeitig zeigt der Fall Nio, dass der deutsche Markt nicht jede China-Marke belohnt. Erfolgreich sind vor allem die Hersteller mit günstigen Preisen, dichtem Händlernetz und Modellen, die zur E-Auto-Prämie passen oder als Plug-in-Hybrid zollfrei bleiben.

