Smart holt seinen kultigen Zweisitzer zurück und setzt dabei auf China als Entwicklungs- und Produktionsbasis. Der neue #2 soll Ende April in Beijing erstmals als Vorserienmodell gezeigt werden und noch 2026 nach Europa kommen. Für Deutschland ist das besonders spannend, weil Smart damit direkt in das urbane Elektrosegment zurückkehrt, das zunehmend von chinesischen Mini- und City-E-Autos geprägt wird.
Smart zeigt den neuen #2 im April 2026 auf der Beijing Auto Show. Der Zweisitzer kommt aus China und soll Ende 2026 auch in Europa und Deutschland starten.
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Smart bereitet mit dem neuen #2 die Rückkehr in sein traditionellstes Terrain vor: den ultrakompakten Stadtwagen. Die Geely-Mercedes-Joint-Venture-Marke will den zweisitzigen Prototypen auf der Beijing Auto Show 2026 vorstellen, die vom 24. April bis 3. Mai in der chinesischen Hauptstadt stattfindet. Die Serienversion des Modells soll noch im Verlauf des Jahres 2026 auf den Markt kommen, und zwar nicht nur in China, sondern auch in Europa und weiteren Auslandsmärkten. Damit ist klar: Der #2 ist kein reines China-Nischenprodukt, sondern von Beginn an als internationales Modell gedacht.
Besonders relevant ist die technische und strategische Ausrichtung des Fahrzeugs. Smart hat den #2 als Rückkehr zum klassischen ForTwo-Prinzip angelegt, also als sehr kompakten Zweisitzer mit Fokus auf urbane Mobilität. Es wird berichtet, dass der #2 auf einer neuen ECA-Architektur stehen und einen von Geely entwickelten Antrieb erhalten soll, während das Exterieur vom Mercedes-Benz-Team gestaltet wird. Genannt werden außerdem ein einzelner Elektromotor an der Hinterachse und eine Batterie mit rund 30 kWh, was den Wagen klar als City-Spezialisten positioniert. Für deutsche Innenstädte wäre genau dieses Format wieder hochrelevant, weil viele Käufer inzwischen bewusst nach kompakten, leichten und gut parkbaren E-Autos suchen.
Auch für den Markt in Deutschland hat das Modell eine größere Bedeutung, als es auf den ersten Blick scheint. Smart wird den #2 voraussichtlich in Europa nur dann erfolgreich platzieren können, wenn Preis, Reichweite und Alltagstauglichkeit sauber austariert sind, denn genau in diesem Segment konkurriert das Modell nicht nur mit europäischen Kleinstwagen, sondern zunehmend mit chinesischen Stadt-EVs. Gleichzeitig zeigt die Rückkehr zu einem Zwei-Sitzer, dass Smart die eigene Markenidentität neu schärfen will, statt bloß weitere höher positionierte Crossover zu bringen. Das ist auch ein Signal an deutsche Hersteller, die im urbanen Einstiegssegment zuletzt kaum neue Impulse gesetzt haben.
Die zeitliche Taktung spricht ebenfalls für einen ernsthaften Produktangriff. Smart hatte den #2 bereits im September 2025 angekündigt, später folgten erste getarnte Testfahrzeuge und nun der nächste sichtbare Entwicklungsschritt mit der Messepremiere in Beijing. Dass die Vorserienpräsentation in China stattfindet, obwohl Europa einer der Zielmärkte ist, unterstreicht die Rolle des chinesischen Entwicklungs- und Industriekerns für Smart. Für deutsche Leser ist das vor allem deshalb interessant, weil Smart damit genau in das Marktfenster zurückkehrt, in dem chinesische Hersteller die urbane Elektromobilität immer stärker definieren.