Geely hat am 20. Oktober 2026 den einmillionsten EX2 gebaut – in China heißt der Kleinwagen Xingyuan. Bis zu dieser Marke vergingen nur gut zwei Jahre seit dem Marktstart im Oktober 2024. Der Absatz in China lag 2026 bislang allerdings unter Vorjahr, während der Export und der Start in Großbritannien Fahrt aufnahmen.

Geely EX2 Elektro-Kleinwagen
Der Geely EX2, in China als Xingyuan verkauft, hat die Millionenmarke in der Produktion erreicht.
Bild-Quelle: Geely

Eine Million EX2 in zwei Jahren

Den Meilenstein meldete die Geely-Submarke Galaxy, unter der der Xingyuan in China verkauft wird. Wichtig für die Einordnung: Die Million bezieht sich auf die kumulierte Produktion, nicht auf Verkäufe an Kunden. Wie viele der Fahrzeuge für China und wie viele für den Export gebaut wurden, hat Geely nicht aufgeschlüsselt.

Das Tempo war hoch: 200.000 Einheiten waren im Mai 2025 erreicht, 600.000 im März 2026 und 800.000 im August 2026. Im Jahr 2025 war der Xingyuan mit 465.775 Einzelhandelsverkäufen das meistverkaufte Auto Chinas – vor direkten Konkurrenten wie dem BYD Seagull, der in Europa als Dolphin Surf antritt. Alle Daten zur Europa-Version fasst unsere Seite zum Geely EX2 zusammen.

Absatz 2026: Rekordmonat, aber Minus im Jahr

Von Januar bis September 2026 wurden in China 310.391 Xingyuan verkauft, ein Rückgang von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der September war mit 44.275 Einheiten zwar der stärkste Monat des Jahres und lag 11,7 Prozent über dem August, aber 7,9 Prozent unter September 2025. Als Hauptgrund gilt der insgesamt schwächere chinesische Automarkt.

Geely hatte den Kleinwagen im Mai 2026 überarbeitet und dabei eine dritte Reichweitenstufe ergänzt. Wie stark das Modell trotz Rückgang bleibt, zeigt der Vergleich: Die Verkäufe der letzten zwölf Monate summieren sich auf rund 433.000 Einheiten.

Marktstart China9. Oktober 2024
Produktion kumuliert1.000.000 (20.10.2026)
Verkäufe China 2025465.775 (Platz 1 in China)
Verkäufe China Jan.–Sept. 2026310.391 (−9,6 %)
Verkäufe China September 202644.275
AkkuLFP von CATL, 30,12 kWh oder 40,16 kWh (Topversion: nicht genannt)
Reichweite310 / 410 / 480 km CLTC
Leistung58 kW oder 85 kW, Heckantrieb
Preis Chinaab 61.800 Yuan (Aktionspreis), 480-km-Version 86.800 Yuan
Deutschland-Preisnicht bekannt

Stand 20.10.2026. CLTC-Werte liegen erfahrungsgemäß etwa 15–25 % über WLTP. China-Preise sind keine Deutschland-Preise.

Technik und Preise des Xingyuan in China

Der EX2 basiert auf Geelys Elektroarchitektur GEA. Der Motor sitzt hinten und treibt die Hinterräder an, die Hinterachse ist als Mehrlenker-Einzelradaufhängung ausgeführt. Je nach Version leistet er 58 kW oder 85 kW. Die LFP-Akkus mit Zellen von CATL vermarktet Geely als „Aegis Short Blade“.

Die Einstiegsversion mit 30,12 kWh kommt auf 310 km nach CLTC, die mittlere mit 40,16 kWh auf 410 km, die seit Mai 2026 angebotene Topversion auf 480 km CLTC. Nach WLTP dürften die Werte etwa 15 bis 25 Prozent niedriger liegen. Der Startpreis von 61.800 Yuan ist ein zeitlich begrenzter Aktionspreis; die 480-km-Version kostet 86.800 Yuan. Bei den Maßen fürs Gepäck nennt Geely 70 Liter im Frunk und 375 Liter im Kofferraum, mit umgeklappter Rückbank 1.320 Liter. Zur Einordnung der damaligen Neuerungen siehe auch unser Bericht zum Xingyuan-Update mit 480 km CLTC.

Geely EX2
Außerhalb Chinas trägt der Xingyuan den Namen EX2, in einigen Märkten auch E2.
Bild-Quelle: Geely

Export: Großbritannien als Gradmesser für Europa

Außerhalb Chinas wird der Xingyuan als EX2 verkauft, unter anderem in Lateinamerika, Südostasien, Australien und Großbritannien. In Indonesien läuft seit Januar 2026 eine lokale Montage, für Brasilien ist eine Fertigung im Renault-Geely-Werk vorgesehen.

Besonders aufschlussreich für Europa ist Großbritannien: Dort hat Geely am 19. Oktober seinen 100. Händlerstandort unterzeichnet, weniger als ein Jahr nach dem Markteintritt. Gezählt sind unterschriebene, nicht zwingend schon eröffnete Betriebe. Die britischen Zulassungen von Geely überschritten nach rund elf Monaten die Marke von 10.000, davon mehr als 5.000 allein im September 2026. Angeboten werden dort EX2, EX5 und das Plug-in-SUV Starray EM-i.

Insgesamt exportierte Geely von Januar bis September 2026 797.670 Fahrzeuge, 169 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum; das Exportziel für 2026 hatte der Konzern im August auf 920.000 angehoben. Im Inland sank der Absatz im selben Zeitraum um 23 Prozent. In Deutschland bringt Geely als Nächstes den Monjaro EM-i an den Start, der ab Mitte November erhältlich sein soll.

Einordnung

Eine Million Einheiten in zwei Jahren sind für einen Kleinwagen ein starkes Signal – und sie zeigen, welche Skaleneffekte hinter Geelys Preisen stehen. Für Deutschland zählt aber vor allem, was der EX2 in Europa kostet und wie viel WLTP-Reichweite er bietet. Dass der China-Absatz 2026 schwächelt, erhöht den Druck, mehr Fahrzeuge zu exportieren. Großbritannien dient dabei als Testfeld, das zeigt, wie schnell Geely ein Händlernetz aufbauen kann.

Wie viele Geely EX2 wurden gebaut?
Geely hat am 20. Oktober 2026 den einmillionsten EX2 (in China Xingyuan) produziert. Die Zahl bezieht sich auf die Produktion, nicht auf Verkäufe.
Ist der Geely Xingyuan dasselbe Auto wie der EX2?
Ja. Xingyuan ist der chinesische Name, außerhalb Chinas wird das Modell als EX2 verkauft, in einigen Märkten auch als E2.
Wie viele Xingyuan wurden 2026 in China verkauft?
Von Januar bis September 2026 waren es 310.391 Einheiten, 9,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der September war mit 44.275 Einheiten der stärkste Monat des Jahres.
Welche Reichweite hat der Geely EX2?
In China gibt es Versionen mit 310, 410 und 480 km nach CLTC. Nach WLTP liegen die Werte erfahrungsgemäß etwa 15 bis 25 Prozent niedriger.
Wo wird der Geely EX2 in Europa verkauft?
In Europa ist der EX2 unter anderem in Großbritannien erhältlich. Dort hat Geely im Oktober 2026 seinen 100. Händlerstandort unterzeichnet und in rund elf Monaten mehr als 10.000 Zulassungen erreicht.

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Philipp Wiedmaier
Über den AutorPhilipp WiedmaierGründer & Chefredakteur

Philipp Wiedmaier hat chinaelektro.de 2025 gegründet und verantwortet die Redaktion. Er wertet MIIT-Zulassungsdaten und Herstellerangaben aus und ordnet ein, welche der über 500 erfassten Modelle tatsächlich nach Deutschland kommen – mit Blick auf Preis, Zölle und Marktstart.

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