XPeng aktualisiert seine Flaggschiff-SUVs G6 und G9: Eine neue Robotaxi-Software-Version bringt bessere Erkennung, präzisere Karten und stabilere Autobahn-Assistenten. Für Europa ist das relevant, weil XPeng sein System künftig international harmonisieren will – mit klaren Auswirkungen auf Komfort, Sicherheit und Langstrecken-Erlebnis.
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Bild-Quelle: XPENG
XPeng macht ernst mit seiner Strategie, autonome Fähigkeiten Stück für Stück in Serienfahrzeugen auszurollen. Die Marke hat eine neue Robotaxi-Software veröffentlicht, die zunächst auf G6 und G9 getestet und in Pilotgebieten in China aktiviert wird. Der Fokus liegt auf stabilerer Umgebungserkennung, vorausschauendem Verhalten und genauerer HD-Kartierung, die auch ohne ständige Cloud-Verbindung widerstandsfähiger laufen soll.
Für Endnutzer:innen bedeutet das vor allem auf Schnellstraßen spürbare Verbesserungen: Das Fahrzeug hält Abstände und Spurmitten ruhiger, erkennt Auffahrten und Ausfahrten früher und trifft Entscheidungen seltener in letzter Sekunde. In Städten helfen neue Algorithmen beim Erkennen von Zebrastreifen, Fahrrädern, Mopeds, Lieferfahrzeugen und Fußgängergruppen – Situationen, in denen bisherige Systeme oft ruckartig reagierten.
Bemerkenswert ist, dass XPeng die neue Software als Grundlage für seine Robotaxi-Flotten nutzt. Das bedeutet, Features wandern nicht aus einem Labor in die Serie, sondern umgekehrt: Serienfahrzeug-Sensoren und Assistenzfunktionen werden so gut, dass Robotaxis davon profitieren. Kunden sehen diese Entwicklung im Cockpit etwa durch:
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ruhigere Lenkeingriffe, besonders bei Seitenwind oder LKW-Überholmanövern
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frühere Spurwechsel-Vorschläge
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bessere Stau- und Stop-and-Go-Regelung
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gedrosselte Aggressivität in engen Stadtstraßen
Auch wenn die neue Robotaxi-Version offiziell nur für China angekündigt wurde, hat sie unmittelbare Auswirkungen auf die Exportarchitektur: XPeng entwickelt seine Software modular und plant, zentrale Funktionen wie:
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Autobahn-Lenkassistent
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Spurwechsel-Automatik
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Abstands- und Geschwindigkeitsführung
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Stop-and-Go-Logiken
weltweit zunehmend zu vereinheitlichen. Dadurch können Verbesserungen aus der chinesischen Version mit Verzögerung in EU-Trims einfließen – selbstverständlich angepasst an europäische Regulierung.
Für deutsche Käufer:innen bedeutet das in Zukunft:
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Stabilere Autobahnführung – weniger Mikrokorrekturen, angenehmer für lange Strecken.
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Bessere Schulterblick-Simulation – das Auto bewertet Überholsituationen vorausschauender.
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Natürliche Sprachinteraktion – XPeng integriert große Sprachmodelle, die auch in Exportvarianten die Menüführung erleichtern könnten.
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Mehr Sicherheit bei Nacht – neu abgestimmte Kamera-Algorithmen erkennen Fußgänger und reflektierende Kleidung deutlich früher.
Das wichtigste Signal ist jedoch: XPeng nutzt keine abgespeckten Exportversionen mehr. Stattdessen rückt die Marke stärker in Richtung global einheitlicher Softwaregrundlagen.