Profitabilität vor Expansion? Nio-Chef William Li hat intern die Marschroute für 2026 vorgegeben. In Deutschland kämpft die Marke nach dem KBA-Schock vom Januar zwar ums Überleben, global soll 2026 jedoch das erste Jahr mit schwarzen Zahlen werden.
Nio-Gründer William Li setzt das Ziel der jährlichen Rentabilität für 2026 fest. Trotz schwacher Januar-Zahlen in Deutschland (nur 1 Zulassung) soll die dritte Phase der Unternehmensentwicklung den Durchbruch bringen.
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In einer unternehmensweiten Versammlung hat Nio-CEO William Li das Ziel der Rentabilität für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Nio befindet sich laut Li nun in der „dritten Phase“ der Entwicklung, in der Effizienz und nachhaltiges Wachstum Vorrang haben. Dies ist besonders brisant, da die Marke in Deutschland gerade einen historischen Tiefpunkt durchschreitet: Im Januar 2026 wurde laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nur ein einziges Nio-Fahrzeug neu zugelassen.
Li setzt für die Wende 2026 vor allem auf das profitablere vierte Quartal und die Einführung der Massenmarke „Firefly“, die auch in Europa die Absatzzahlen stabilisieren soll. Analysten bleiben skeptisch, ob das Rentabilitätsziel ohne eine massive Erholung im europäischen Kernmarkt Deutschland erreichbar ist.