Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die amtlichen Neuzulassungszahlen für den Februar 2026 veröffentlicht. Während der Gesamtmarkt nur verhalten wächst, zeigen reine Elektroautos (BEV) eine erstaunliche Resilienz.
BYD hatte einen starken Februar in Deutschland
Bild-Quelle: BYD
1. Die harten Fakten: 29 % Plus bei BEVs
Trotz anhaltender Unklarheiten über die Details der rückwirkend zum 01. Januar eingeführten Bundesförderung legten reine Elektroautos im Februar massiv zu.
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Neuzulassungen: Insgesamt wurden im Februar 46.275 BEVs neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 28,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.
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Marktanteil: Der Anteil reiner Elektroautos am Gesamtmarkt kletterte auf stabile 21,9 %. Damit ist bereits mehr als jeder fünfte Neuwagen in Deutschland voll elektrisch.
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Bestands-Meilenstein: Durch die starken Februar-Zahlen wurde in Deutschland erstmals die Marke von 2 Millionen zugelassenen Elektro-Pkw im Gesamtbestand überschritten.
2. Internationale Marken auf dem Vormarsch
Ein deutlicher Trend setzt sich fort: Die Käufer greifen immer öfter zu Importmodellen, insbesondere aus China.
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Anteil der Importe: Internationale Marken machen mittlerweile 45,3 % aller Elektro-Zulassungen aus.
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BYD-Phänomen: BYD registrierte im Februar 3.053 Neuzulassungen in Deutschland. Das ist ein spektakuläres Plus von über 1.500 % im Vergleich zum noch sehr schwachen Vorjahresmonat. BYD ist damit die am schnellsten wachsende Marke im deutschen Elektro-Segment.
3. Kontrastprogramm: Verbrenner verlieren an Boden
Während die Elektromobilität wächst, setzen die klassischen Antriebe ihren Abwärtstrend fort:
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Benziner: Verzeichneten ein Minus von 14,9 %.
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Diesel: Sanken um 2,4 %.
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CO2-Ausstoß: Durch den höheren E-Auto-Anteil sank der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagenflotte um 6,5 % auf 102,6 g/km.
4. Experteneinschätzung: Warten auf die „Förder-Welle“
Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mahnt jedoch zur Vorsicht. Da viele Fragen zum neuen 6.000-Euro-Förderprogramm (Antragsverfahren, Nachweise) noch offen sind, wird mit einem noch stärkeren „Nachholeffekt“ im zweiten Quartal 2026 gerechnet, sobald die Online-Portale der BAFA final scharfgeschaltet sind.