Der Handelskonflikt zwischen der EU und China eskaliert, doch Deutschland und Peking sind bestrebt, die wirtschaftlichen Risiken zu minimieren. Der direkte Dialog ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass man die Einführung extremer Zölle noch abwenden will.
Nach einer Phase der Spannungen und der offiziellen Einleitung der EU-Untersuchung zu unlauteren Subventionen für chinesische Elektrofahrzeuge suchen die Regierungen Deutschlands und Chinas wieder verstärkt den direkten Austausch, um die wirtschaftlichen Risiken zu mindern. Der Hintergrund: Deutschland ist Chinas größter Handelspartner in Europa, und extreme Zölle würden die deutschen Automobilhersteller, die stark im chinesischen Markt präsent sind, ebenfalls hart treffen.
Für europäische Käufer chinesischer E-Autos ist dies eine positive, aber fragile Nachricht. Die Wiederaufnahme des Dialogs deutet darauf hin, dass eine Verhandlungslösung immer noch möglich ist, bevor die EU die Höchstzölle (die bis zu 38% betragen könnten) vollständig implementiert.
Geringere Zölle oder eine Verpflichtung Chinas zu mehr Transparenz würden dazu beitragen, dass die chinesischen E-Autos auf dem deutschen Markt preislich weiterhin attraktiv bleiben. Scheitern die Gespräche, steigen die Preise für BYD, Xpeng und Co. deutlich. Die Gespräche sind somit ein direkter Indikator für die zukünftige Preisgestaltung der chinesischen Importe.