Strategiewechsel in Berlin: Die Bundesregierung streicht das Ziel von 15 Millionen E-Autos bis 2030.
Die Bundesregierung hat ihr ursprüngliches Ziel von 15 Millionen zugelassenen Elektroautos bis zum Jahr 2030 offiziell gestrichen. Man setzt künftig auf einen „technologieoffenen“ Kurs. Während dies bei deutschen Herstellern für gemischte Gefühle sorgt, wittern Analysten eine Chance für die chinesische Konkurrenz. Ohne staatlich verordnete Quoten, aber mit einem wachsenden Bedarf an bezahlbaren Stromern, könnten Marken wie BYD und MG die Lücke schließen, die durch das Zögern der heimischen Industrie entsteht.
Gleichzeitig wurde die neue E-Auto-Prämie (bis zu 6.000 Euro) konkretisiert, die ausdrücklich auch für Importe aus China gilt. Da die chinesischen Hersteller bereits heute margenstarke Modelle im unteren Preissegment anbieten (z.B. der BYD Dolphin ab ca. 20.000 Euro), profitieren sie überproportional von der neuen staatlichen Förderung. Während die deutsche Politik die Ziele lockert, verschärfen die chinesischen Autobauer ihre Präsenz vor Ort durch neue Logistikzentren und lokale Produktionsstätten wie in Ungarn.