Die technologische Führung Chinas bei E-Autos basiert stark auf der Software und KI, die in Fahrassistenzsystemen (ADAS) steckt. Aktuelle Handelsbeschränkungen zwingen Tech-Giganten, die Grundlage dieser Systeme – das KI-Training – außer Landes zu bringen. Könnten die ADAS-Updates in Europa dadurch langsamer werden?
Neue US-Sanktionen gegen Hochleistungschips zwingen chinesische EV-Hersteller und ihre Partner, das KI-Training ins Ausland zu verlagern.
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Chinesische Technologieunternehmen, zu denen auch die EV-Hersteller Nio und Xpeng mit ihren hochkomplexen, inhouse entwickelten Fahrassistenzsystemen (ADAS) zählen, sehen sich gezwungen, Teile ihres KI-Trainings nach Übersee zu verlegen. Der Grund: Die verschärften US-Exportkontrollen limitieren den Zugang zu den neuesten, leistungsstärksten KI-Chips von Nvidia (wie H100 und H200) in China.
Für Käufer in Deutschland, die chinesische Premium-E-Autos wegen ihrer ausgeklügelten Software und ihren ADAS-Fähigkeiten wählen, ist diese Entwicklung ein wichtiger Indikator. Chinesische Hersteller werben damit, dass ihre Software besser und schneller lernt als die europäischer Konkurrenten.
Die Abhängigkeit von ausländischen Rechenzentren für das Training der zugrundeliegenden neuronalen Netze könnte jedoch die Geschwindigkeit zukünftiger Software-Updates und die Entwicklung neuer Funktionen für europäische Modelle verlangsamen. Es zeigt auch, dass Chinas E-Auto-Vorsprung in der Software nicht vollständig autark ist, sondern anfällig für geopolitische Spannungen.