Peking gibt grünes Licht für erste L3‑Fahrerassistenztests mit NIO und BYD – ein Schritt in Richtung autonome Mobilität. Für deutsche Hersteller: Validierungsstandards, Softwareexport, Teststrategien.

China genehmigt erste L3‑Fahrerassistenzprojekte mit NIO und BYD
Bild-Quelle: NIO

China hat offiziell die ersten Automobilhersteller freigegeben, die L3‑Level Fahrerassistenz (conditional automation) in Pilotprojekten einsetzen dürfen. Unter den ausgewählten Firmen befinden sich NIO und BYD — ein bedeutsamer Schritt in der chinesischen Regulierungs- und Technologiepolitik.

Diese Entscheidung basiert auf Chinas „Work Plan for Steady Growth of the Automobile Industry (2025–2026)“, der vorsieht, dass Automatisierungsfunktionen schrittweise eingeführt und skaliert werden. Mit der Freigabe für Pilotstatus ist nicht automatisch eine breite Serienzulassung verbunden – doch es schafft den regulatorischen Rahmen und die Datenbasis für den weiteren Ausbau.

Für den deutschen Markt ist das relevant auf mehreren Ebenen:

  1. Technologieexport & Zulassung: Wenn chinesische Automobilhersteller aus Pilotprojekten lernen und dann Funktionen exportieren wollen, müssen diese Funktionen in Deutschland/Europa zertifizierbar sein. Ein Vorleistungsvorteil entsteht durch frühe Validierung in echten Verkehrsbedingungen.

  2. Benchmarking & Geschwindigkeit: Europäische Hersteller sollten die L3‑Erfahrungen der chinesischen Konkurrenten genau beobachten – welche Sensoren, Algorithmen, Redundanzen sich durchsetzen.

  3. Partnerschaften & Kompatibilität: Softwareplattformen, Kartenanbieter, Datenschnittstellen – all das wird relevant, wenn Assistenzfunktionen, die in China getestet werden, später in Europa fungieren.

  4. Marktwahrnehmung: Wenn chinesische Marken in ihren Heimatmärkten früh Assistenzfunktionen hochskalieren, stärken sie den Eindruck technologischen Fortschritts – das kann Image‑Ressourcen mit in Exportmärkte bringen.

Allerdings bleiben Herausforderungen: Unterschiede in Straßeninfrastruktur, Verkehrsregeln, Wetterlage und Fahrszenarien erfordern erhebliche Anpassungen. Auch Haftungs- und Sicherheitsbedenken in Europa sind strenger. Dennoch: Chinas Regierungspolitik signalisiert deutlich, dass das Land bei hochautomatisierten Fahrfunktionen nicht nur mitspielen, sondern führend sein will.

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