Um die massive Nachfrage europäischer Autohersteller zu bedienen, forciert der chinesische Gigant CATL seine Expansion in Südeuropa. Die Entscheidung, vorerst eigene chinesische Arbeiter zur Errichtung der Fabrik mitzubringen, signalisiert einen aggressiven Zeitplan – ein indirekter Druckpunkt für die gesamte europäische EV-Produktion.
Der chinesische Batterieriese Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. (CATL) hat offiziell mit dem Bau seiner riesigen Batteriefabrik in Spanien begonnen. Dieses Werk ist nach dem Standort in Debrecen, Ungarn, das zweite Megaprojekt von CATL in Europa und unterstreicht Chinas entscheidende Rolle in der Batterie-Lieferkette des Kontinents.
Die aktuellen Berichte heben hervor, dass CATL im Gegensatz zum ungarischen Standort, wo die Rekrutierung lokaler Arbeitskräfte schleppend verlief, in Spanien zunächst eigene chinesische Arbeiter für den Bau und die Inbetriebnahme einsetzt. Diese Vorgehensweise hat für europäische EV-Käufer eine doppelte Bedeutung: Einerseits zeigt die Bereitschaft, solche logistischen und kulturellen Hürden in Kauf zu nehmen, die dringende Notwendigkeit für CATL, die europäische Produktion schnell hochzufahren.
Dies sichert die Batterieversorgung für BYD, Nio sowie für europäische Marken wie BMW und Mercedes-Benz. Andererseits signalisiert es, dass die europäischen Kapazitäten schneller und mit geringeren Verzögerungen ans Netz gehen sollen. Dies ist wichtig, da die EU-Klimaauflagen ab 2025 (15% Emissionsreduktion) und 2030 (55% Reduktion) einen massiven Bedarf an lokal produzierten Batterien schaffen. Die schnelle Verfügbarkeit von CATL-Batterien ist für die Preisstabilität von E-Autos in Deutschland essenziell.