Der chinesische Haushaltsgeräte-Riese Dreame schockt die Auto-Welt: Auf der CES 2026 präsentiert das Unternehmen den Kosmera Nebula 1, einen Vier-Motoren-Hypercar mit 1876 PS, der Porsche Taycan Turbo GT und Rimac Nevera herausfordert. Ist das der nächste Schritt chinesischer Non-Auto-Marken in die Premium-EV-Welt?
Dreame Technology, weltweit bekannt für Premium-Staubsauger, debütiert auf der CES 2026 mit dem Kosmera Nebula 1
– einem 1876 PS Hyper-EV mit 4 Motoren und 0–100 in unter 2 Sekunden – als Statement chinesischer Tech-Power.
Bild-Quelle: Dreame
Dreame Technology – mit Jahresumsatz von über 2 Milliarden Dollar vor allem durch smarte Staubsauger und Robotik – betritt mit Pauken und Trompeten die Automobilbranche. Auf der CES 2026 in Las Vegas enthüllt das Unternehmen den Kosmera Nebula 1, ein reines Elektro-Hypercar-Konzept, das mit 1876 PS (ca. 1380 kW) und vier Allrads-Motoren technische Grenzen austestet. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll unter 2 Sekunden liegen, die Höchstgeschwindigkeit wird nicht offiziell genannt, liegt aber sicher über 350 km/h.
Technisch setzt Dreame auf eine Carbon-Monocoque-Baukasten mit aktiver Aerodynamik (verstellbarer Heckspoiler, aktivem Frontsplitter), 22-Zoll-Felgen mit Hochleistungsreifen und einem zentralen Batteriepack, das niedrigen Schwerpunkt und optimales Gewichtsverhältnis garantiert. Das Cockpit ist minimalistisch mit drei großen Displays (Fahrer, Beifahrer, zentral), Dreame-typischer Touch-Bedienung und KI-gestützter Sprachsteuerung – direkt aus der Haushaltsrobotik übernommen. Besonders auffällig: Der „Nebula“-Effekt mit holografischen Lichtern und adaptiver Beleuchtung, die sich an Fahrmodus und Umgebung anpasst.
Herkunft und Ambitionen: Dreames Einstieg ins Auto-Geschäft ist kein Zufall. Das Unternehmen aus Suzhou (nahe Shanghai) hat mit der Tochter Kosmera seit 2024 in Batterie-, Motor- und Chassis-Tech investiert und Partnerschaften mit CATL sowie Horizon Robotics für ADAS geschlossen. Der Nebula 1 dient als Technologie-Plattform: Dreame will Komponenten (Batteriemanagement, KI-Sensorik, Haptik) für Serien-EVs von Drittherstellern liefern, ähnlich wie Nvidia im Chip-Bereich. Ein Serienmodell ist für 2028 angekündigt, zunächst für China, mit Exportplänen für Europa und USA.
Relevanz für Europa/Deutschland: Obwohl Show-Car, positioniert Dreame den Nebula 1 als Benchmark für Hyper-EVs. Der Preisrahmen liegt (geschätzt) bei 2–3 Millionen Yuan (~250.000–400.000 €), was ihn in die Liga von Rimac, Pininfarina Battista oder Aspark Owl bringt. Für den deutschen Markt relevant: Dreame testet mit diesem Debüt, ob chinesische „Neulinge“ in der Premium-Nische Fuß fassen können – unterstützt durch bestehende Markenpräsenz (z.B. über MediaMarkt-Stores). Gleichzeitig demonstriert es, wie chinesische Tech-Firmen (ähnlich Xiaomi mit SU7) die Autoindustrie aufmischen.
Kritik und Chancen: Skeptiker sehen im Nebula 1 reines Marketing („Staubsauger vs. Rimac?“), doch Dreames Batterie-Expertise und Robotik-Hintergrund könnten echte Innovationen bringen. Die CES-Präsentation (5.–8. Januar 2026) wird mit Live-Demos (Beschleunigung, Drift-Modus) und VR-Cockpit-Erfahrung punkten. Für Europa ein Vorgeschmack: Können Non-Auto-Marken mit chinesischem Kapital die Hypercar-Elite herausfordern?