Droht die nächste Milliardensubvention für China? Während Berlin über eine neue E-Auto-Prämie berät, schlägt die Beratung Deloitte Alarm. Ohne Schutzmechanismen könnten bis zu 180.000 zusätzliche Fahrzeuge aus Fernost mit deutschen Steuergeldern finanziert werden.
Die geplante deutsche Kaufprämie könnte primär chinesische E-Auto-Hersteller fördern. Bild-Quelle: Geely
In einer veröffentlichten Analyse warnt die Unternehmensberatung Deloitte vor den unbeabsichtigten Folgen einer neuen staatlichen Kaufprämie für Elektroautos in Deutschland. Die Bundesregierung erwägt derzeit ein Förderpaket von rund drei Milliarden Euro, um den schwächelnden Markt für batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) wieder zu beleben. Doch die Experten warnen: Ohne spezifische Einschränkungen wird dieses Geld zu einem erheblichen Teil in den Import chinesischer Fahrzeuge fließen.
Laut Deloitte könnten durch die Prämie jährlich etwa 180.000 zusätzliche E-Autos in Deutschland abgesetzt werden. Da chinesische Hersteller wie MG, Geely oder BYD bereits über große Lagerbestände in Europa verfügen und ihre Produktion schneller skalieren können als lokale Marken, wären sie die Hauptnutznießer. Deloitte fordert daher eine Koppelung der Förderung an die regionale Wertschöpfung, sogenannte „Local-Content“-Regeln.
Das Beispiel Frankreichs, das seine Förderung an den CO2-Fußabdruck der Produktion und des Transports bindet, wird als mögliches Vorbild für die deutsche Gesetzgebung genannt.