Die enorme Nachfrage nach Fahrzeugen mit extrem kurzen Ladezeiten bringt die Lieferketten in China ins Wanken. BYD kämpft aktuell mit einem Luxusproblem: Für das neue, sehnsüchtig erwartete Familien-SUV „Great Tang“ liegen über 100.000 Vorbestellungen vor – doch die Produktion der neuen Superfast-Charging-Akkus kommt nicht hinterher.
Weil die Nachfrage nach der neuen Blade-Battery 2.0 explodiert, muss BYD die Produktion des neuen Flaggschiff-SUVs drosseln. Über 100.000 Vorbestellungen stauen sich.
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1. Der Flaschenhals in der Batterie-Fabrik
Aus Händlerkreisen wurde am Wochenende bekannt, dass BYD den offiziellen Auslieferungsstart des „Great Tang“ (der auf Exportmärkten teils als Sealion 8 oder Atto 8 laufen wird) leicht nach hinten verschieben muss.
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Produktions-Stau: BYD-Chef Wang Chuanfu gab intern zu, dass die Skalierung der neuen Blade Battery 2.0 (die extrem hohe C-Raten beim Laden erlaubt) der limitierende Faktor ist. Die Nachfrage nach den neuen Plattformen übersteigt die Kapazitäten der Batteriewerke um ein Vielfaches.
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Bedeutung des Modells: Der „Great Tang“ ist BYDs wichtigste Waffe im margenstarken Segment der großen Familien-SUVs und soll noch in diesem Jahr eine zentrale Rolle bei der europäischen Exportstrategie spielen.
2. Teuerung bei Rohstoffen drückt auf die Preise
Nicht nur BYD ist betroffen: Der anhaltende Run auf High-Tech-Komponenten sorgt in China gerade für eine kleine Kehrtwende bei der Preisschlacht. Wegen steigender Kosten für KI-Halbleiter und hochreines Lithiumcarbonat haben in den letzten 72 Stunden knapp 15 Hersteller in China angekündigt, die Preise für optionale Ausstattungspakete oder bestimmte Modellvarianten leicht anzuheben, um ihre Gewinnmargen zu sichern.