In Video-Meetings mit der deutschen Autoindustrie hat China laut Berichten um Unterstützung im Streit um EU-Strafzölle auf chinesische Elektroautos gebeten – auch deutsche Kunden könnten davon unmittelbar betroffen sein.
Chinesische E-Autos – wie hier der Zeekr 7X – sind in Deutschland und der EU aufgrund der Zölle erheblich teurer als in China
Bild-Quelle: Zeekr
Laut Medienberichten hat ein chinesischer Vize-Handelsminister deutsche Auto-Manager in Online-Gesprächen aufgefordert, ihren Einfluss in Brüssel zu nutzen, um eine Lösung im Zollstreit um chinesische Elektroautos zu finden. Hintergrund sind die Anti-Subventionszölle der EU auf E-Auto-Importe aus China.
China betont, dass beide Seiten eng verflochten sind: Deutsche Hersteller produzieren millionenfach in China und exportieren Fahrzeuge nach Europa, während chinesische Marken immer stärker in den EU-Markt drängen. Peking wirbt daher für einen Kompromiss, etwa über Mindestpreise für EV-Importe statt hoher Zölle für alle Hersteller.
Für Verbraucher könnte eine einvernehmliche Lösung bedeuten, dass chinesische E-Autos – egal ob von heimischen Marken wie BYD oder als in China produzierte VW-Modelle – langfristig zu moderaten Preisen verfügbar bleiben. Ein harter Zollkonflikt hingegen würde die Preise eher nach oben treiben und die Modellauswahl einschränken.