Fünfter Wachstumsmonat in Folge. Deutschland +2,5% (stärkstes EU-Wachstum), Frankreich -0,3%, Italien 0%. BEV-Boom trotz anhaltendem Zollstreit.
Chinesische EVs und Hybride dominieren Wachstum.
Bild-Quelle: Leapmotor
Warum jetzt für Deutschland/Europa entscheidend
Im November 2025 wurden EU-weit 887.491 Neuzulassungen verbucht – ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders das BEV-Segment legte mit 44 Prozent zu, während Plug-in-Hybride um 38 Prozent wuchsen. Deutschland führt das EU-Wachstum mit +2,5 Prozent an, gefolgt von Spanien (+1,8 Prozent). Frankreich fiel mit -0,3 Prozent leicht zurück, Italien stagnierte bei 0 Prozent. Chinesische Hersteller wie BYD verzeichnen überproportionales Wachstum trotz der EU-Zölle auf reine Elektrofahrzeuge, da sie verstärkt PHEV-Modelle anbieten, die von den Sonderzöllen ausgenommen sind.
Breaking Facts:
- EU Gesamtmarkt Nov: +2,1% (887.491 Fahrzeuge)
- BEV-Segment: +44% YoY (stärkstes Wachstum)
- Deutschland: +2,5% (führend EU-weit)
- Frankreich: -0,3%, Italien: 0%
Drei Auswirkungen E-Auto-Markt DE/EU
1. China-Boom verstärkt sich massiv: BYD legte im November um 222 Prozent zu und profitiert direkt vom BEV-Boom. Europäische Hersteller müssen ihre Preise und Technologie weiter anpassen, um mit den chinesischen Importen mitzuhalten.
2. Hybrid-Strategie siegt über reine EVs: PHEV-Wachstum von 38 Prozent zeigt, dass Hersteller die EU-Zölle geschickt umgehen. Diese Modelle sind für Firmenwagen steuerlich attraktiv und überzeugen durch Reichweite ohne Ladeangst.
3. Deutschland als EU-Vorreiter: Mit +2,5 Prozent Wachstum führt Deutschland das Feld an. Flottenumsätze und Firmenwagen dominieren das Wachstum. Prognosen sehen Deutschland 2026 bei 25 Prozent BEV-Anteil.
Hintergrund
Januar bis November blieb der EU-Markt stabil, die BEV-Transformation beschleunigt sich jedoch deutlich. Tesla musste im November um 34 Prozent einbüßen (Model Y Wechsel). Das EU-Verbrennerverbot 2035 gerät durch das starke Hybrid-Wachstum unter politischen Druck. Chinesische Marken könnten 2026 einen EU-Marktanteil von über 12 Prozent erreichen, selbst unter Zollbedingungen.